Montag, 22. Januar 2018

Verstanden werden hl

Losung: Gott kennt ja unsres Herzens Grund. Psalm 44,22 

LehrtextDas sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut. Offenbarung 2,8-9 

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du einen Menschen, der dich wirklich gut kennt, von dem du dich verstanden fühlst? Falls ja, darfst du dich glücklich schätzen. Meines Wissens sind es nur wenige, die auf diese Frage mit ja antworten können. Und dann kann man auch fragen, wie gut man sich selbst kennt. Im Laufe eines Lebens lernt man ja immer mehr Facetten an sich kennen, gute und weniger gute. 
     Aber noch einmal zurück zur ersten Frage. Irgendwo habe ich einmal gelesen: „Lieben, richtig lieben heißt wissen, was dem anderen weh tut.“ Das geht nur, wenn ich am anderen ein echtes und tiefes Interesse habe und nicht nur immer mit mir selbst beschäftigt bin und damit, wie mir der andere nützen kann.
     Falls du aber niemanden hast, der dich wirklich gut kennt und von dem du dich verstanden fühlst, dann, so sagen es die heutigen Bibelworte, hast du immer noch Gott, der dich besser kennt als du dich und weiß, was dir weh tut. Ob dich das tröstet, weiß ich nicht. Aber ich glaube, dass es hilft, wenn ich im Gebet zu ihm sage:

Gebet: Herr, du weißt ja wie's mir geht. Dir brauche ich nichts vorzumachen. Du kennst mich von Anfang an, seitdem ich im Leib meiner Mutter geworden bin. Dir bin ich ganz und gar vertraut. Das beruhigt mich. Darum kann auch ich dir vertrauen. Dir kann ich sagen, was mich bedrückt und was mir fehlt. Und du wirst mir helfen. Amen

Herzliche Grüße 

Hans Löhr

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Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Sonntag, 21. Januar 2018

Das lasse ich mir gesagt sein hl

Losung: Ich will deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen. Psalm 138,2 

LehrtextJesus betet: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. Johannes 17,26 

Liebe Leserin, lieber Leser,

das heutige Losungswort will ich noch um den nachfolgenden Satz ergänzen. Dann heißt es: Herr, ich will deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen. Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft(Psalm 138,2 + 3)
Warum ich das getan habe? Weil so noch einmal deutlich wird, worin Gottes Güte und Treue besteht. Denn er ist nicht irgendjemandem, irgendwann und irgendwo treu, sondern dir, in diesem Augenblick und genau da, wo du jetzt bist. 
     Woran du das merkst? Lege deine Hand auf deine Brust und spüre wie dein Herz schlägt. Wer sonst außer ihm ist es, der dein Herz bis zu diesem Augenblick schlagen lässt? Wer sonst außer ihm ist es, der dich geschaffen hat und dein Leben bis heute erhält – durch alle guten und schlechten Zeiten hindurch? Wer sonst außer ihm ist es, der dir immer wieder neue Kraft gegeben hat und gibt, wenn du am Ende bist, entmutigt, erledigt? Falls du jemand anderen kennst, der das für dich tut, dann preise seinen Namen. Wenn nicht, dann will ich Gott mit dir gemeinsam preisen, dass er so gütig ist.
     Aber es geht ja nicht nur um unser körperliches Wohlergehen, auch nicht nur darum, dass wir seelisch im Gleichgewicht sind. Jesus betet im Lehrtext für uns, dass wir auch Gottes Liebe spüren. Und das ist noch einmal eine ganz andere Qualität. Denn ein größeres Glück, als geliebt zu werden, gibt es nicht. 
     Ich glaube, dass Gott der Vater dieses Gebet erhört. Denn es bittet ihn ja nicht irgendjemand für uns, sondern sein Sohn selbst. Und nun will ich das, was Jesus sagt, auch mir gesagt sein lassen. Ich will darauf vertrauen, dass es stimmt, dass er mich in die Liebe mit hineinnimmt, die unser himmlischer Vater zu ihm hat. Ja, darauf kommt es meines Erachtens an, dass man sich gegen alle möglichen Einwände und inneren Vorbehalte auch mal was gesagt sein lässt, umso mehr, wenn es Jesus ist, der spricht. 

Gebet: Ja, Herr, ich hab allen Grund dich zu preisen, dass du mir mein Leben lang treu geblieben bist, auch dann noch, wenn ich dir nicht treu war, du mir gleichgültig warst und ich dich vergessen hatte. Auf dich konnte ich mich all die Jahre meines Lebens verlassen. Auf deine Güte und Treue vertraue ich auch jetzt. Denn der Grund deiner Treue ist, dass du mich liebst und dabei bleibst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Hans Löhr Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Samstag, 20. Januar 2018

Im Licht bleiben hl

Losung: Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 1.Mose 1,3 

LehrtextGott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben. 2.Korinther 4,6 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer schon einmal von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ gehört hat, wird wohl nicht mehr vergessen, wie er unser heutiges Losungswort vertont hat. Noch ganz verhalten singt der Chor dieses Wort. Und dann setzt fortissime das ganze Orchester mit einem strahlenden Dur-Akkord ein, dass man gleichsam zu sehen meint, wie das Licht aufleuchtet und die ganze Welt erhellt. Hier der YouTube-Ausschnitt. Ja, das hat Haydn wunderbar gemacht so als ob er bei der Schöpfung dabeigewesen wäre.
     Wie anders soll man sich auch das erste Schöpfungslicht vorstellen als einen alles überstrahlenden, göttlichen Glanz, der die Dunkelheit besiegt und die Finsternis verbannt? Dieses Schöpfungsgeschehen nimmt nun der Apostel Paulus im Lehrtext zum Gleichnis, um von einem anderen als dem natürlichen Licht zu reden, das ebenfalls von Gott kommt und mitten in aller menschlichen Finsternis aufscheint: das Licht aus der Krippe. Das erste, das natürliche Schöpfungslicht macht es äußerlich hell. Das zweite Schöpfungslicht aber macht es in uns hell. Es vertreibt die Schatten der Schwermut und Trostlosigkeit, die dunkle Trauer und finstere Furcht, die Nacht von Sünde und Tod.
     Paulus sagt nicht, dass das irgendwann einmal so sein wird. Er sagt, dass es schon jetzt so ist. Ich kann das so zur Kenntnis nehmen. Ich kann mich aber auch dem Licht öffnen,  darum bitten, dass es auch für mich so sei, dass es auch in mir hell werde und kann sagen:

GebetHerr, immer wieder will sich ein Schatten auf meine Seele legen, will mir die Freude am Leben nehmen und am Glauben. Gib mir dann die Kraft, dass ich mich dir zuwende, dir öffne. Du bist meine Lebenssonne. In deinem Licht fallen die Schatten hinter mich. Du machst es in mir wieder hell, dass ich zuversichtlich sein kann und neuen Lebensmut fasse. So will ich in deinem Licht bleiben. Amen

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Hans Löhr Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Freitag, 19. Januar 2018

Goldwaage für Gottes Wort hl

Losung: Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal. Psalm 12,7 

LehrtextIhr scheint als Lichter in der Welt, dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens. Philipper 2,15-16 

Liebe Leserin, lieber Leser,

bei dem, was als Gottes Wort ausgegeben wird, muss man vorsichtig sein. Man sollte es sozusagen auf die Goldwaage legen. Wer zum Beispiel Gold kauft, sollte sicher gehen, dass es sich wirklich um reines Gold handelt, nicht mit anderen Metallen verunreinigt oder verfälscht. Man kann das überprüfen anhand des spezifischen Gewichts oder des Röntgenfluoreszenzspektrometers. Pures Gold hat 24 Karat. Da es aber zu 100 Prozent reines Gold nicht gibt, wird sein maximaler Reinheitsgehalt auf 99,99 Prozent festgesetzt. Ähnliches gilt auch für Silber, von dem in der Losung die Rede ist.
     Auch Gottes Wort in Menschenmund ist nicht zu 100 Prozent rein, genauso wenig wie das, was in der Bibel steht. Das ist nicht zuletzt deshalb so, weil es vielfältig überliefert und übersetzt worden ist und dabei jedes Mal auch die Fähigkeiten und Grenzen, die Interessen und Absichten derer hineinfließen, die überliefert und übersetzt haben. Deshalb ist es auch ein Irrweg, sich an den Buchstaben und den Wortlaut zu klammern. Deshalb heißt es schon in der Bibel: »Der Buchstabe tötet. Aber der Geist macht lebendig.« (2. Korinther 3,6)
Für mich werden die biblischen Schriften erst im Geiste Jesu lebendig, werden zum „Wort des Lebens“ (Lehrtext) und somit zu Gottes Wort. Ohne diesen Geist sind sie interessante, historische Dokumente wie andere Schriften aus jener Zeit auch, die für mein Leben heute aber keine Bedeutung haben.
     Im Geist Jesu aber verstehe ich die Bibel anders und neu. In seinem Geist entdecke ich das reine Gold von Gottes Wort, dem ich glaube, auf das ich mich verlasse. Kurz und gut: Jesus, was er gesagt und getan, wie er gelebt hat und mit Menschen umgegangen ist, er ist sozusagen die Goldwaage für alles, was in der Bibel steht. 
     Der Apostel Paulus sagt mir, wenn ich an diesem Wort des Lebens, festhalte, würde sein Glanz auch durch mich strahlen und zum Licht in dieser Welt werden (Lehrtext). Ob das wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn es durch meinen Glauben und mein Verhalten in meiner kleinen Welt ein bisschen heller wird, wäre das schon schön.

Gebet: Herr, im Licht deines Wortes kann ich diese Welt und auch mein Leben verstehen. Da bekommt alles noch einmal eine andere Farbe und einen anderen Wert. Dein Wort aber, durch das du alles geschaffen hast, alles erhältst, in dem du dich mir zeigst, ist Jesus Christus. Durch ihn sprichst du zu mir. Durch ihn bete ich zu dir. Schenke mir die Gnade, an deinem Wort festzuhalten. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Hans Löhr Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Donnerstag, 18. Januar 2018

Anziehend glauben und leben hl

Losung: Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer. Psalm 65,6 

LehrtextJesus Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Epheser 2,17 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf wen sonst sollen wir Menschen, egal ob wir Christen sind oder nicht, gläubig oder ungläubig, uns verlassen können als auf ihn, unseren gemeinsamen Schöpfer und Herrn? Diejenigen, die nicht oder anders glauben, mögen davon vielleicht nichts wissen (wollen). Aber aus meinem Glauben, wie ich ihn aus der Bibel gewinne, ist er genauso ihr Schöpfer wie meiner und unser beider Hoffnung. Denn er hat uns nicht nur geschaffen, sondern auch gesegnet und erhält unser Leben bis zu diesem Tag. Er lässt, wie Jesus sagt, seine Sonne über alle Menschen scheinen, egal was und wie sie glauben, egal wie sie sich verhalten. Denn wir alle sind seine Kinder, für die er sorgt, für die er in der Vergangenheit da war, für die er jetzt da ist und für die er auch morgen da sein wird. 
     Dass Gott Menschen schafft, um sie anschließend im Feuersturm der Hölle zu vernichten, weil sie falsch oder nicht geglaubt haben oder warum auch immer – das glaube wer will. Ich glaube das nicht. Über diese negativen Vorstellungen ist mein Glaube an Jesus Christus hinausgewachsen. Und darum kann ich andere sein lassen, wie sie sind, glauben lassen, was sie glauben möchten oder eben auch nichts glauben lassen, wenn sie meinen, dass dies für sie richtig sei. Ich spüre keinen Zwang oder Druck, sie bekehren  zu müssen. Es ist ihr Leben, es sind ihre Entscheidungen, mit deren Folgen sie leben müssen so wie ich mit den meinen. 
     Natürlich halte ich mit meinem Glauben nicht hinterm Berg. Aber ich erwarte nicht, dass ihn andere teilen. Entweder, liebe Leserin, lieber Leser, ist das, was und wie wir glauben und leben so anziehend, dass es andere interessiert und ihnen neue Perspektiven aufzeigt, oder es ist nicht so. Mit Druck und Gewalt, mit Drohen und Angstmachen jedenfalls werde und will ich nichts erreichen.
     Die gute Botschaft von Jesus Christus gilt allen Menschen, das ist wahr, Christen wie Nichtchristen, Europäern wie Menschen in der Südsee. Darum sollen wir aus unserem Glauben auch kein Hehl machen. Ich sage auch meinen atheistischen Freunden, dass ich für sie bete. Und gestern habe ich, obwohl ich mich ganz schön überwinden musste, auch für Donald Trump gebetet. Wenn in dieser verrückten Welt jemand einen klaren Kopf behält und den Mut nicht sinken lässt und allen schlechten Nachrichten zum Trotz zuversichtlich bleibt, dann sind es wir Christen. Das kann man uns anmerken und das soll man auch. Vielleicht wirkt es ja ansteckend. Aber das ist dann Sache des Heiligen Geistes, dem man am besten nicht ins Handwerk pfuscht.

Gebet: Herr, du bist der Gott aller Geschöpfe, aller Menschen, ob sie das wissen oder nicht. Du prüfst nicht mein Katechismuswissen und meine Kenntnisse in Dogmatik. Du willst, dass es meiner Seele gut geht, indem ich auf dich vertraue und deinen Frieden spüre. Und wenn ich in dem, wie ich glaube und mich verhalte auch andere zum Glauben ermutige, so freue ich mich, dass du durch mich wirkst. Ja, ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen auf dieser Erde zum Glauben an Jesus Christus finden. Vor allem aber wünsche ich mir das zuerst für uns Christen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Mittwoch, 17. Januar 2018

Gottlose lieben? hl

LosungSie sollen mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient. Maleachi 3,17 

LehrtextDie ihn aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannes 1,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

welchen Lohn erhoffst du dir von Gott? Lohn? Und wofür?
     Viele hoffen wenigstens auf eine ausgleichende Gerechtigkeit, dass es ihnen später einmal, aber spätestens im Himmel, besser gehen möge als denen, die hier auf Erden rücksichtslos auf Kosten anderer leben und sich keinen Deut um Gott und seine Gebote scheren. Ja, ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Motto „wenn schon – denn schon“, darauf achten bereits kleine Kinder peinlich genau: ‚Der andere darf ja nicht mehr bekommen als man selbst. Und wenn er obendrein noch böse war, ist es nur gerecht, wenn er gar nichts kriegt und ich das Doppelte.‘
     So denken Menschen heute. So werden sie auch in Zukunft denken. So haben sie in der Vergangenheit gedacht. Auch in der Bibel denken sie so, vor allem zur Zeit des Alten Testaments. Der Prophet Maleachi, aus dessen kleinem Buch die heutige Losung kommt, ist dafür ein gutes Beispiel. Er schreibt:
     Ihr sagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Trauer einhergehen vor dem HERRN Zebaoth? Und nun preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.« So redeten die Gottesfürchtigen untereinander. Der HERR merkte auf und hörte es... Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient (Losung). Dann sollt ihr wieder sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. Denn siehe, es kommt der Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit... Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der HERR Zebaoth. (Maleachi 3,14-21)
     Ja, so hatte sich Maleachi Gott vorgestellt und nach bestem Wissen und Gewissen in seinem Namen geschrieben. Stellst du dir Gott auch so vor? Freust du dich auf den Tag, an dem du die Gottlosen zertreten darfst? Ich stelle mir ihn so nicht vor. Denn diesen Gott kann ich nicht zusammenbringen mit Jesus Christus. Er und nur er ist der entscheidende Maßstab für mein Gottesbild. So hat das schon Martin Luther gesehen. Ich glaube, dass ich ihm gehöre auch ohne den negativen Wunsch, das Ressentiment, dass die Gottlosen dem Teufel gehören sollen und irgendwann einmal vernichtet werden müssen. 
     Aus dieser Haltung heraus hat die Kirche viele Menschen auf dem Gewissen: sogenannte Hexen, Ketzer und Andersgläubige. Die Inquisition hat allein in Spanien 30.000 Menschen getötet, meistens verbrannt. Heutzutage wütet der sogenannte Islamische Staat aus ähnlichen Gründen. War denn auch einmal die Kirche eine Terrororganisation? Damit meine ich nicht nur die katholische, deren Geschichte 1500 Jahre lang auch unsere, der Protestanten Geschichte ist. Auch in evangelischen Gebieten wurden Hexen und Ketzer verfolgt und getötet.
     Demgegenüber meine ich, wer glaubt, Gott zu gehören und sein Kind zu sein, hat es nicht nötig, auf andere herabzusehen, sie abzulehnen oder ihnen das Leben schwer zu machen. Er hat das nicht nur nicht nötig, sondern macht auf diese Weise Gott zu einem Götzen. Denn er, der Schöpfer und Vater von allem, was lebt, ist in Jesus Christus auf die Erde gekommen, um die Sünder und die Gottlosen zu suchen und in seine Gemeinschaft zu rufen. Und der einzige Lohn, den diejenigen empfangen, die glauben, ist, dass sie jetzt schon im Vertrauen auf Gott leben, sich als seine Kinder erleben und für ihren Glauben dankbar sein dürfen (siehe Lehrtext). Was aber solche betrifft, die in meinen Augen ungläubig oder gottlos sind oder einer problematischen Religion anhängen, so soll ich sie mit meinem Verhalten für meinen Glauben interessieren und für sie beten. Denn das Gebot Jesu, meinen Nächsten, ja sogar meine Feinde zu lieben, gilt auch ihnen gegenüber - unabhängig davon, ob mir das passt oder nicht.

Gebet: Herr, ich will nicht auf andere schauen und fragen, wie fromm sie sind, ob sie recht glauben, ob sie so sind, wie ich sie haben möchte. Ich will auf dich schauen, der du uns alle geschaffen hast, auch mich. Du fragst nicht, ob ich dir auch recht bin, sondern du machst mich recht durch Jesus Christus und kommst zu mir, um mich von meinen Vorurteilen und anderen negativen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu erlösen. Dafür danke ich dir. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Dienstag, 16. Januar 2018

Leben und leben lassen hl

Losung: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus noch alles, was sein ist. 5.Mose 5,21 

LehrtextJesus spricht: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. Lukas 12,15 

Liebe Leserin, lieber Leser,

beim Nachdenken über die beiden Bibelworte ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass fünf von den zehn Geboten direkt oder indirekt von der Gier handeln: 
-  Das dritte Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen“ handelt davon, einfach mal Ruhe zu geben und nicht durch Arbeit aller Art den Besitz zu mehren.
-  Das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ handelt unter anderem auch von Raubkriegen wie vom Mord aus Habgier.
-  Das sechste Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ handelt auch von der Gier nach Sex und dem Körper eines anderen.
-  Das siebte Gebot „Du sollst nicht stehlen“ versteht sich von selbst.
-  Das neunte Gebot ist das heutige Losungswort und ist eine Vorstufe zu den genannten Geboten. Diebstahl, Ehebruch und Mord beginnen im Kopf, wo die Gier wohnt.
-  Das zehnte Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist“ wiederholt das neunte Gebot und konkretisiert es.
     Offenbar ist die Gier das Gefährlichste überhaupt, was es für das Leben, das Zusammenleben und den Frieden der Menschen gibt. Sonst würde in den zehn Geboten nicht so intensiv vor ihr gewarnt werden. Sie ist sozusagen die Atombombe unter all den anderen problematischen Trieben und Beweggründen. Immer wieder hat die Gier zu entsetzlichen Kriegen und Katastrophen geführt. Millionen und Abermillionen Menschen sind ihr im Lauf der Geschichte zum Opfer gefallen. Doch offenbar ist sie nicht so richtig in den Griff zu bekommen. Das wird auch künftig  katastrophale Folgen haben.
     Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem, das vielen in unserem Land einen gewissen Wohlstand ermöglicht, ist auf der Gier aufgebaut. Man nennt sie nur nicht so, sondern hängt ihr den Tarnmantel mit der Aufschrift „Wachstum“ um. Wir alle wissen, dass es immerwährendes Wachstums nicht geben kann. Trotzdem wählen wir Politiker, die alles daran setzen, dass das Wirtschaftswachstum weitergeht. Dabei wird gern übersehen, dass dieses Wachstum nur deshalb möglich ist, weil es auf Kosten anderer geschieht, auf Kosten der Länder, denen für ihre Produkte der Zugang zu unseren Märkten erschwert wird oder deren Rohstoffe zum Nutzen der reichen Länder ausgebeutet werden, ohne einen angemessenen Gegenwert dafür zu bezahlen. Der Reichtum der Wenigen wächst auch in unserem Land zu Lasten der Vielen, die angesichts ihrer Leistung zu schlecht bezahlt werden. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich mehr und mehr. So gefährdet die Gier auch den sozialen Frieden bei uns. Und dabei habe ich noch gar nicht davon gesprochen, welche desaströsen Folgen die Gier für unsere Umwelt hat, für das Trinkwasser, für Insekten und Vögel, für die Artenvielfalt bei Pflanzen und für das Weltklima...
     Im Lehrtext fordert uns Jesus dazu auf, dass wir uns vor der Habgier hüten sollen. Sie ist mit dem Christsein nicht vereinbar. Vielleicht gehört das mit zum Schwersten, was er von uns verlangt, dass wir unsere eigene Gier zügeln und in die Schranken weisen. Vielleicht gibt es nur ein probates Mittel gegen sie, nämlich die Goldene Regel, die uns Jesus gegeben hat: Was du dir von anderen wünscht, das tue ihnen zuerst. Demnach sollen wir auch unsere Mitmenschen in den fernen Ländern wie auch die Tiere und Pflanzen nicht ausbeuten, sondern ihnen ihr Lebensrecht gönnen und mit ihnen die von Gott gegebenen Güter dieser Erde teilen. Leben und leben lassen, heißt die Devise. Das hilft mir mich vor der eigenen Gier zu hüten, die ich bei anderen verurteile.

Gebet: Vater unser im Himmel, erlöse uns vom Übel der Gier bevor wir daran zugrunde gehen. Gib uns deine Kraft, dass wir uns vor ihr hüten. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Montag, 15. Januar 2018

Tim Fürchtegott Pelzmärtl hl

LosungFürchtet den HERRN und dient ihm treu von ganzem Herzen; denn seht doch, wie große Dinge er an euch getan hat. 1.Samuel 12,24 

LehrtextSeine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. Lukas 1,50 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du jemanden der Tim heißt? Zur Zeit scheinen kurze Vornamen wieder Mode zu sein, und so begegnet einem dieser Name öfter. Tim, das klingt eher harmlos und nicht unsympathisch. Und praktisch ist so ein kurzer Name obendrein. Kennst du jemanden der Fürchtegott heißt? Nein? Nun, ich kenne dem Namen nach nur Christian Fürchtegott Gellert, einen deutschen Dichter, der von 1715 bis 1769 lebte und von dem unter anderem das Gesangbuchlied "Jesus lebt, mit ihm auch ich" stammt. Wie klingt denn der Name Fürchtegott in deinen Ohren? Möchtest du so heißen oder dein Kind so nennen? Nun, der Name Tim kommt von dem biblischen Namen Timotheus, der ins Deutsche übersetzt nichts anderes heißt als Fürchtegott.
     Aber soll man sich denn vor Gott fürchten, wo es in der Bibel doch viele Male heißt „Fürchte dich nicht!“? Moderne Bibelübersetzungen übersetzen weniger anstößig, aber durchaus sinngemäß: Gott fürchten heißt Ehrfurcht beziehungsweise Respekt vor ihm haben. Da kann ich mit; denn er ist mir heilig. Anders gesagt, es verletzt mich, wenn jemand abfällig von ihm spricht. Und ich bin gegenüber einem anderen Menschen misstrauisch, dem gar nichts mehr heilig ist.
     Doch nun legen die beiden heutigen Bibelwort das Missverständnis nahe, dass Gott erst dann gut zu einem Menschen sei, wenn dieser ihn fürchtet so wie ein Katholik den Nikolaus und ein Protestant den Pelzmärtl. Wenn die Kinder nur erst richtig Angst gehabt haben, dann freuen sie sich umso mehr, nicht eins mit der Rute zu bekommen, sondern Süßigkeiten. Gott sei Dank ist diese Art von „schwarzer Pädagogik" (Kindererziehung mit Angst) auf dem Rückzug. Ich halte davon nichts. Ich halte auch nichts von schwarzer Pädagogik in der Bibel oder im Glauben. Nicht umsonst heißt es ja nirgends, man solle Jesus fürchten und es gibt auch keinen Namen der Fürchtejesus oder so ähnlich heißt. 
     Nein, »Furcht ist nicht in der Liebe«, heißt es im ersten Brief des Johannes (4,18), und weiter: »sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, wer sich aber fürchtet, ist nicht völlig in der Liebe.« Darum verstehe ich die beiden Bibelworte heute so: Weil Gott große Dinge an mir getan hat, bin ich ihm dankbar, und weil ich erlebe, dass er zu mir barmherzig ist, liebe ich ihn.

Gebet: Ja, Herr, so ist es, ich brauche nur auf meine Kinder und Enkel zu schauen um sagen zu können: ‚Du hast große Dinge an mir getan.‘ Ich brauche nur auf mein Leben zurückzuschauen, um sagen zu können: ‚Du bist zu mir barmherzig gewesen.‘ Nicht zuletzt deshalb will ich dir treu bleiben, da du ja auch mir treu bist; will ich dich lieben, weil du ja auch mich liebst. Amen

Herzliche Grüße


Hans Löhr

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Sonntag, 14. Januar 2018

Eigenlob und Dankbarkeit hl

LosungDer HERR war mit Josef, und was er tat, dazu gab der HERR Glück. 1.Mose 39,23 

LehrtextNicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott. 2.Korinther 3,5 

Liebe Leserin, lieber Leser,

und wieder kommt eine befremdliche Twitterbotschaft aus dem Weißen Haus. Wieder ruft Präsident Trump, gelinde gesagt, weltweites Kopfschütteln hervor. Er schreibt, er habe sich von einem erfolgreichen Geschäftsmann zu einem Fernsehstar entwickelt und sei auf Anhieb Präsident geworden. Er denke, dass er somit nicht als schlau, sondern als Genie gelten könne - in dieser Hinsicht als "sehr stabiles Genie".
     Ich schreibe das, um den Kontrast zu unseren beiden Bibelworten heute deutlich zu machen. Trump steht mit einer solchen Selbsteinschätzung nicht allein da. Mein Eindruck ist, dass es auch in unserem Land mehr Selbstbeweihräucherung gibt als Weihrauch in allen katholischen Kirchen zusammen. Nur dass im Unterschied zu Weihrauch Eigenlob stinkt. Aber so tickt nun mal unsere Gesellschaft und nicht nur unsere. Die Selbstinszenierung gehört zur Präsenz in den Medien dazu. Und diejenigen, die sich besonders gut in Szene setzen können, werden von zahllosen Menschen, insbesondere Teenagern, kritiklos angehimmelt. Sie haben in den elektronischen Medien viele "Follower", also Menschen, die ihnen folgen, und soviel wie möglich nachmachen möchten. Auch die Wirtschaft hat schnell erkannt, welches Werbepotential da für sie entstanden ist und mischt und verdient nun kräftig mit. "Follower" so hießen einst im englischen Sprachraum die Nachfolger Jesu. Aber er verkauft nichts, sondern schenkt nur. Und es hat den Anschein, dass auch da das Sprichwort zutrifft "Was man geschenkt bekommt, ist nichts wert."
     Ich verstehe schon, dass jeder für das, was er geleistet hat, auch gelobt werden möchte. Wohl kein Mensch kommt ganz ohne Anerkennung aus. Ich auch nicht. Und darum freue ich mich auch über jede positive Reaktion auf meine Losungsauslegungen. Aber nun gilt doch auch, was Losung und Lehrtext sagen. Gott hat mich ja nicht nur mit meinen Grenzen und Begabungen geschaffen, sondern wirkt durch die Möglichkeiten, die er mir gegeben hat, auf seine Weise. Und darum tue ich gut daran, immer wieder mal innezuhalten und mir klarzumachen, dass und wie er durch mich wirkt. Das macht mich dankbar und verhindert, dass ich mich selbst überhebe und aufblase wie ein Frosch. Das erinnert mich aber auch an die Verantwortung dafür wie ich meine Möglichkeiten zum Nutzen anderer einsetze.
     Niemand muss sich künstlich klein machen und in falscher Bescheidenheit üben. Jeder darf sich freuen über das, was ihm gelungen ist und über die Wertschätzung, die er von anderen erfährt. Doch Eigenlob macht süchtig, Dankbarkeit aber zufrieden.  

Gebet: Herr, alles was ich bin und habe verdanke ich dir. Lass mich das nicht vergessen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Samstag, 13. Januar 2018

Worüber Gott lacht hl

LosungSo viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure GedankenJesaja 55,9 

LehrtextJetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin1.Korinther 13,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Mensch hat hochfliegende Pläne und Gedanken – doch wie hoch fliegen sie wirklich? Der Mensch behauptet, in den Weltraum fliegen zu können. Aber wie weit fliegt er wirklich? Menschen meinen, von Gott reden zu können. Aber was wissen sie von ihm wirklich? 
     Irgendwo habe ich diesen Satz gelesen: „Wenn du Gott zum Lachen bringen möchtest, erzähle ihm von deinen Plänen.“ Nun ja, ohne Pläne sollte man auch nicht leben. Manche lassen sich verwirklichen. Aber eben nicht alle. Und im Nachhinein erkennt man manchmal wie gut es ist, dass Gott den einen oder anderen Plan durchkreuzt hat. Nein, so richtig hoch fliegen die Pläne des Menschen nicht und selbst wenn er damit bis zum Mond kommt.  Denn wenn es heißt, wir Menschen würden in den Weltraum fliegen, lacht Gott noch mehr. Oder würdest du nicht lachen, wenn jemand behauptet, er würde eine Weltreise machen und dabei seinen großen Zeh aus der Haustür streckt? Ungefähr so weit haben wir Menschen es bisher in den Weltraum geschafft, wenn wir uns klar machen, wie groß er wirklich ist.
     Und am meisten lacht er wohl, wenn wir wähnen, ihn, den Schöpfer des Himmels und der Erde, mit unserem winzigen Gehirn erkennen zu können. Das ist so, als würden wir am Fuß der Zugspitze stehen, direkt vor einer Felswand und würden behaupten, die paar Quadratzentimeter Stein, die wir aus unmittelbarer Nähe sehen, das sei der höchste Berg von Deutschland. Falsch ist das zwar nicht, aber wir haben dann trotzdem keine Ahnung von der Dimension und Gestalt dieses Berges.
     Darum sagt der Apostel Paulus im Lehrtext: „Jetzt erkenne ich stückweise.“ Denn die Majestät und Heiligkeit Gottes, bleibt unseren sterblichen Augen verborgen. Wenn ich ihn aber wirklich erkennen will, nicht seine Größe, sondern sein Wesen, muss ich in die Krippe und aufs Kreuz schauen. Da allein zeigt er mir, wer und wie er wirklich ist. Ich kann natürlich auch die Andromedagalaxis am Nachthimmel oder das Wunder eine Blumenblüte betrachten. Aber da sehe ich nicht Gott, sondern nur eines seiner zahllosen Werke. Jesus aber ist nicht sein Werk. Im nizänischen Glaubensbekenntnis aus dem Jahr 325 heißt es:
»Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus … Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott… Gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen …«
     Ich hatte lange nicht begriffen, warum Jesus für unseren Glauben von so zentraler Bedeutung ist. Aber inzwischen ist mir klar: In ihm und nur in ihm erkenne ich, wer und was Gott für mich ist. Die Sätze des Glaubensbekenntnisses schützen meinen Glauben vor Ab- und Irrwegen. Sie bewahren mich davor, Gott mit meinen Vorstellungen von ihm oder mit irgend etwas Geschaffenem und Vergänglichem zu verwechseln. So sehr ich sonst kirchlichen Dogmen kritisch bis ablehnend gegenüberstehe, so sehr überzeugt mich das Dogma von der sogenannten „Zwei-Naturen-Lehre“, dass nämlich Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich ist. Das klingt paradox und ist es auch. Doch wenn ich auf den einzigen Gott schaue, sehe ich in ihm nicht die Sonne, wie der Pharao Echnaton geglaubt hat, sondern den Menschen Jesus. Und wenn ich auf Jesus schaue, sehe ich in ihm nicht eine historische Figur mit einer bestimmten Körpergröße und Haarfarbe, sondern Gott. Er ist »eines Wesens mit dem Vater« und das ist das Wesentliche. Aber auch da gilt: Ich erkenne erst „stückweise“, im Glauben, und noch nicht im Schauen.
     Wohl für die meisten Christen stehen die drei Abschnitte des Glaubensbekenntnisses nebeneinander: Ich glaube an Gott den Vater …, an Jesus Christus …, an den Heiligen Geist. Doch sie gehen auseinander hervor. Denn wer Gott der Vater und Schöpfer ist, wissen wir nur durch den Sohn. Und wie Gott und Jesus zusammengehören, wissen wir nur, wenn wir beide in der Einheit des Heiligen Geistes zusammensehen. So sind Gott, der Vater, und Jesus, der Sohn, von jeher im Heiligen Geist vereint und untrennbar in Liebe miteinander verbunden, aus der sie die Welt geschaffen haben und dich und mich. Anders gesagt, die Ursprungsenergie, aus der alles hervorgegangen ist und hervorgeht ist Liebe. Das erklärt nicht naturwissenschaftlich wie die Welt entstanden ist. Aber es gibt allem, was ist, seinen eindeutigen Wert. Ich finde das wunderbar.
     Woher ich das ‚weiß‘? Ich weiß das nicht im üblichen Sinn wie man weiß, was 3 mal 3 ist, sondern aus Glaubenserkenntnis beim Nachdenken über die Bibel.

Gebet: Herr, das wär's, wenn ich das nicht nur im Kopf wüsste, sondern mein ganzes Leben davon bestimmt wäre, dass du diese Welt und mich aus Liebe geschaffen hast. Dann würde für mich vieles ganz anders aussehen. Dann hätte vieles plötzlich einen ganz anderen Wert. Ich weiß, dass vieles, sehr vieles dagegen spricht. Aber du sprichst dafür. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Freitag, 12. Januar 2018

Es und Er hl

LosungDer HERR wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen. Jesaja 25,8 

LehrtextSeid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Römer 12,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Es wird schon werden", mit diesem Satz machen viele sich selbst und anderen Mut für die Zukunft. In gewisser Hinsicht haben sie recht, auch wenn sie offenbar nicht wissen können oder wollen, warum es in der Regel werden wird. Sie gehen von der allgemeinen Erfahrung aus, dass es auch bisher immer irgendwie geworden ist. Ich glaube allerdings, dass hinter dem Es ein ER steht. Das glaubte auch der Apostel Paulus und deshalb konnte der den Satz aus dem heutigen Lehrtext sagen: »Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt. Wenn Nöte kommen, haltet durch. Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.« 
     Auch ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber ich muss mich nicht auf ein nebulöses, anonymes Es verlassen, sondern kann Ihm vertrauen, meinem Gott, der mir in Jesus persönlich begegnet. Er ist es, dass ich immer wieder Grund zur Hoffnung habe, allen schlechten Nachrichten zum Trotz. Er ist es, der mir die Kraft gibt auch bei Problemen und Widerständen durchzuhalten und nicht vorschnell aufzugeben. Diese Hoffnung und Kraft schöpfe ich aus dem Gebet. Und er ist es auch, der hinter dem Es steht und dafür sorgt, dass auch Menschen, die ihn nicht kennen und nicht an ihn glauben zuversichtlich sein können. Für sie ist er genauso da wie für mich, weil auch sie seine Geschöpfe und Kinder sind. Und manchmal entdeckt dann einer von ihnen hinter dem Es den Er, seinen Gott und Herrn.
     Für einen gläubigen Menschen gilt grundsätzlich, dass er zuversichtlich nach vorn schauen kann. Das hat auch der Prophet Jesaja getan, als er über die Zukunft seines Volkes nachdachte (Losung). Und das können du und ich ebenso, wenn wir über unsere eigene Zukunft nachdenken. Denn Zukunft ist das, was auf uns zu kommt. Und das ist nicht Ungewissheit, sondern Gott selbst. Von ihm sagt die Bibel, dass er morgen derselbe sein wird, der er heute ist und gestern war.

Gebet: Herr, du warst gestern für mich da und bist es jetzt. Warum solltest du es morgen nicht sein? Ich habe mich bisher auf dich verlassen können. Ich werde das auch in Zukunft können. Das macht mich geduldig, beharrlich und zuversichtlich. Und das ist es ja auch, was du willst, dass ich mitten in dieser Welt der vielen schlechten Nachrichten dennoch ein fröhlicher Mensch sein kann. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Donnerstag, 11. Januar 2018

Das Hemd Jesu und die Currywurst hl

LosungFürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Jesaja 53,4 

LehrtextGott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2.Korinther 5,21 

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Wort „Rechtfertigung“ gehört zu den Lieblingsbegriffen evangelischer Pfarrer. War es doch ein zentraler Begriff der Reformation von Martin Luther. Doch 500 Jahre später scheinen die Menschen damit weniger denn je etwas anfangen zu können. Losung und Lehrtext heute sind für das Verständnis von ‚Rechtfertigung‘ hilfreich und können den Sinn dieses Wortes verdeutlichen. Dazu habe ich eine kleine Geschichte erfunden, die in unserer Zeit spielt und das Wesen von ‚Rechtfertigung‘, so wie ich es verstehe, zum Ausdruck bringt:
     Manche Dinge werden normalerweise nicht passieren. Aber man kann sie sich zumindest in seiner Fantasie vorstellen. Stelle dir also vor, du reist nach Berlin und schaust dir zu Fuß die Stadt an. Weil du Hunger hast, isst du an einem Imbissstand die berühmte Berliner Currywurst. Dummerweise rutscht dir die Wurst mit Ketschup vom Pappteller auf dein Hemd. Da du vom Hotel weit weg bist, kannst du es nicht wechseln. Also versuchst du es notdürftig mit einer Serviette zu reinigen. So kommst du auch am Schloss Charlottenburg vorbei, wo Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gerade einen Empfang für Bürgerinnen und Bürger der Republik gibt. Da geht jemand auf dich zu, drückt dir eine Eintrittskarte für den Empfang in die Hand und sagt: „Ich habe eine Einladungskarte übrig, die möchte ich Ihnen schenken. Viel Spaß auf dem Empfang!“ 
     Was wirst du tun? Mit dem beschmutzten Hemd kannst du unmöglich zum Empfang gehen und schon gar nicht vor den Bundespräsidenten hintreten. Ein Laden ist auch nicht in der Nähe, um dir schnell ein neues zu kaufen. Der Mann sieht deine Verlegenheit. Er sagt: „Gehen Sie nur hin. Sie können dazu mein Hemd haben. Sie müssen mir dafür aber das Ihre geben.“ Und so geschieht es. Der Empfang wird ein unvergessliches Erlebnis für dich. Und tatsächlich, der Bundespräsident persönlich schüttelt dir die Hand und plaudert ein paar Sätze mit dir. Da kommt plötzlich jener Herr in deinem schmutzigen Hemd hinzu und sagt zu ihm: „Frank-Walter, wie gefällt dir mein Hemd? Jemand, der zu deinem Empfang geladen war, hatte sein Hemd beschmutzt. Da habe ich mit ihm das Hemd getauscht. Und da ich dich gut kenne, weiß ich, dass dir diese Geschichte gefällt.“
     Klar, Sünde ist noch einmal ganz was anderes als ein beschmutztes Hemd und auch den Bundespräsidenten kann man nicht mit Gott gleichsetzen, nicht einmal andeutungsweise. Aber diese Geschichte ist eben so eine Art Gleichnis, das erzählt, wie ich Gott recht werde (= Rechtfertigung), nämlich nicht aus eigenem Bemühen, sondern dadurch, dass Jesus mir seine Gerechtigkeit (=sein reines Hemd) schenkt. Denn ich kann vor den heiligen Gott nicht mit einem schmutzigen Kleid hintreten. Da ich aber kein anderes habe, gibt Christus mir das seine und zieht das meine an. Und das gilt nicht am Ende der Zeit, am jüngsten Tag, sondern jedes Mal, so oft ich mich Gott zuwende. Dann bete ich sozusagen im Hemd Jesu und muss mich vor Gott meiner Sünden nicht schämen. 
Übrigens, die Frau des Bundespräsidenten brauchte vor wenigen Jahren dringend eine Spenderniere. Da hat ihr Frank-Walter Steinmeier eine von sich gegeben.

Gebet: Herr, du siehst mein „Hemd“ und weißt, dass ich mich immer wieder schuldig mache und sündige. Doch du verurteilst mich nicht. Du vergibst mir und hilfst mir Gott recht zu sein. So kann ich unbeschwert und froh als ein Gotteskind leben, weil ich mich auf dich verlassen kann. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Mittwoch, 10. Januar 2018

Aguirre ist tot hl

LosungHERR, ich preise dich! Du hast mir gezürnt! Möge dein Zorn sich wenden, dass du mich tröstest. Jesaja 12,1 

LehrtextGott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus. 1.Thessalonicher 5,9 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ich, Aguirre, bin der Zorn Gottes“. Das sagte der spanische Eroberer Lope de Aguirre im März 1561 als er sich zum Herrscher über Peru, Panama und Chile ausrief. Er war ein gößenwahnsinniger, irrsinniger und überaus grausamer Despot. Schließlich wurde sein Terrorregime durch die eigenen Anhänger beendet. Sie konnten ihn nicht länger ertragen und brachten ihn um. Damals, im 16. Jahrhundert, war es noch üblich, die entsetzlichen Leiden, die Menschen erfahren haben, als Gottes Zorn zu verstehen. Schließlich wurde Gott auch lange genug gepredigt als einer, der über die sündigen Menschen zürnt und sie mit Katastrophen, Hunger, Seuchen, Krieg und Tod straft. 
     Zornige und strafende Götter gab es auch in anderen Religionen. Irgendwie mussten sich die Menschen ja Leid, Elend und Tod erklären. Und wenn sie meinten, selbst daran schuld zu sein, hatten sie zumindest die Hoffnung, durch Opfergaben, Riten und entsprechendes Verhalten darauf einzuwirken und die großen Schrecken abzuwenden. Auch die Menschen zur Zeit des Alten Testaments lebten in der Angst vor einem strafenden Gott. Und noch heute gibt es christliche Gruppen und Sekten, in denen mit dieser Angst noch immer die Mitglieder gefügig gemacht werden. Der Zorn Gottes war und ist eines der wirksamsten Instrumente aus der Folterkammer der Religionen. Das lodernde Fegefeuer ist dafür das sinnfällige Bild.
     Auch Martin Luther lebte zunächst in der Angst vor Gottes Zorn bis er sein wahres Wesen in Jesus Christus entdeckt hatte. Aber ganz ist es auch ihm nicht gelungen, die Vorstellung von einem zornigen Gott aufzugeben, obwohl es in der Bibel, im ersten Johannesbrief zweimal und unmissverständlich heißt: „Gott ist Liebe“ (1. Joh 4,8 und 4,16)
     Aber warum gibt es dann Unglück, Hunger, Seuchen, Krieg und Tod, wenn doch Gott Liebe ist? Ich kann darauf nur antworten: Weil die Welt so ist wie sie ist und wir Menschen so sind wie wir sind. Und genau darum brauchen wir in dieser Welt Gottes Liebe. Mir ist klar, dass diese Antwort nicht befriedigt. Und wie ist es mit dem Gegenteil? Warum gibt es Wohlstand, Gesundheit, Frieden, Glück und Freude? Was meinst du? Weißt du darauf eine Antwort?
     Ich glaube, Gott hat alles geschaffen wie es ist. Er hat mit allem zu tun, mit Licht und Finsternis, Freude und Leid, Leben und Tod. Alles hängt auf eine oft undurchschaubare Weise zusammen und eins geht aus dem anderen hervor. Alles ist miteinander verwoben wie ein bunter Teppich, von dem wir jetzt erst die Unterseite sehen und nicht wissen, wie er wirklich ausschaut. Wir Menschen sprechen dann von Schicksal, wenn wir nicht von Gott reden wollen. Auch mein Leben ist ein Faden in diesem Gewebe und hat da seinen Platz. Doch ich glaube, einmal wird Gott den Teppich wenden und ich werde das Muster sehen, gewoben aus hellen und dunklen Farben, aus hellen und dunklen Stunden, aus Schmerzen und Glück, auch aus deinem und meinem Lebensfaden. Dann werde ich das große Ganze erkennen, das mir jetzt noch verborgen bleibt und ich werde den Satz in seiner ganzen Tragweite verstehen, wenn die Bibel sagt „Gott ist Liebe“. 
     Von ihm heißt es im Johannesevangelium, dass er die ganze Welt mit ihren Schrecken und Freuden so sehr geliebt hat, dass er für sie seinen einzigen Sohn gab, für dich und für mich (Joh 3,16). Die sichtbaren Zeichen dafür sind Krippe und Kreuz. Genau da, wo Jesu Ohnmacht am tiefsten war, war Gottes Macht am höchsten. Und darum gilt das Bibelwort auch für dich und mich, wenn es heißt: »Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.« (2. Kor 12,9  = Jahreslosung 2012) Ich nehme ihn beim Wort. Und ich will glauben, was im Lehrtext steht, dass wir nicht dazu bestimmt sind, seinen Zorn zu spüren, sondern seine Rettung zu erfahren. Denn Aguirre, der Zorn Gottes ist tot. Jesus, die Liebe Gottes, lebt.

Gebet: Herr, wenn ich über diese Welt und mein Leben nachdenke, bleiben so viele Fragen offen, auf die ich keine Antwort finde. Aber ich will mich damit nicht quälen. Es soll mir genügen, dass du die Antwort weißt. Und es soll mir genügen, dass du alles aus Liebe geschaffen hast und vollenden wirst, auch mich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Dienstag, 9. Januar 2018

Ich singe im Regen hl

LosungDu tränkst die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. Psalm 104,13 

LehrtextGott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. Apostelgeschichte 14,17 

Liebe Leserin, lieber Leser,

will denn der regengraue Winter überhaupt nicht mehr aufhören? Nein, der Regen hat bei uns nicht viele Freunde, zumal in den letzten Tagen, als in unserer Region die Flüsse über die Ufer getreten sind. Oft sind es nur die Landwirte, die sich über genügend „Winterfeuchte“ für die Saat im Frühjahr freuen. 
A B E R
hast du schon mal im Regen auf der Straße getanzt, dass dir die Haare am Kopf und die Kleider auf der Haut klebten? Vielleicht würden sie dich für verrückt erklären, die Schirmmenschen und Regenflüchter, die Eingepackten und Wasserdichten. Aber mich könntest du damit locken es dir gleich zu tun. Und dann würden wir ungeschützt und ungeschminkt, nass bis auf die Haut mit unserem Tanz das Leben feiern und Gott preisen für die Freude am Leben, den Segen des Regens, für seine überfließende Güte und wie Gene Kelly im Regen singen und tanzen, während andere über ihn jammern.
Ja, das könnten wir. Aber trauen wir uns auch, mal über den eignen Schatten, mal über den eigenen Regenschirm zu springen? Trauen wir uns, wenigsten mal wieder mit beiden Beinen in die Pfützen zu hüpfen, wie wir das als Kinder konnten? Lass dich inspirieren von einer der wunderbarsten Tanzdarbietungen der Filmgeschichte, sie wird dir gefallen:

I'm Singing In The Rain... (YouTube-Video)

Ich singe im Regen
Singe einfach nur im Regen
Was für ein glorreiches Gefühl
Ich bin wieder glücklich

Ich lache die Wolken aus
So dunkel dort oben über mir
Die Sonne ist in meinem Herzen
Und ich bin bereit für die Liebe

Lass die Sturmwolken
Jeden verjagen
Lass den Regen nur kommen
Ich habe ein Lächeln im Gesicht

Ich laufe die Allee entlang
Mit einem fröhlichen Refrain
Und singe, singe einfach nur im Regen

Ich tanze im Regen
Ich bin wieder glücklich
Ich singe und tanze im Regen
Ich tanze und singe im Regen

Gebet: Herr, es tut mir leid, dass ich so selten aus mir herausgehe und begeistert mein Leben feiere. Wer sonst hat mir denn die Fähigkeit mich zu freuen gegeben als du? Dir will ich danken mit Herzen Mund und Händen – und Füßen für all das Gute, das du mir bisher geschenkt hast und noch immer schenkst, für die Sonne und den Regen, für die Musik und den Tanz, für das Lachen und alle Ausgelassenheit. Und wenn ich mich jetzt nicht freuen kann, weil ein Schatten auf meiner Seele liegt, so will ich es dann tun allen Wolken und allem Regen zum Trotz und dabei summen und brummen, singen und pfeifen und dazu tanzen, - weil es dich freut. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Montag, 8. Januar 2018

Neugierig aufs Leben hl

LosungDes Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne. Psalm 146,4 

LehrtextWer von euch vermag durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine Elle hinzuzufügen? Matthäus 6,27 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Klosterkirche Neresheim von Balthasar Neumann
was möchtest du denn in deinem Leben unbedingt noch machen? Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht? Welche Reisen möchtest du noch unternehmen? Möchtest du ein Instrument lernen? Eine Fremdsprache? Möchtest du auf einen bestimmten Berg steigen und bestimmte Sehenswürdigkeiten sehen? Möchtest du besondere Naturschönheiten besuchen oder eine Kreuzfahrt unternehmen? Und falls du noch jünger bist, welche beruflichen Ziele hast du dir gesteckt? Möchtest du heiraten, Kinder kriegen, ein Haus bauen?  Oder hast du noch ganz andere Pläne?
     Ich finde es toll, wenn ein Mensch Pläne hat, egal wie alt er ist. Das ist ein Zeichen dafür, dass er lebendig geblieben ist, sich nicht aufgegeben hat, dass er noch neugierig ist auf das Leben, neugierig darauf, was Gott ihm noch alles geben will.
     Überall warten Abenteuer auf dich. Dazu musst du nicht einmal das Haus verlassen. Du kannst in die Welt des Geistes reisen, die großen Romane der großen Schriftsteller lesen, die großen Kompositionen der großen Komponisten anhören. Du kannst nachlesen oder dir mit Videos Kenntnisse aneignen in der Naturwissenschaft, insbesondere der Astronomie, der Evolution, der Mathematik oder der Geschichte, was in den letzten 10.000 Jahren auf der Erde alles passiert ist.
     Die Welt der Kunst und der Wissensschaft, die Welt des Geistes ist riesig. Da kannst du bis an dein Lebensende auf Entdeckungsreise gehen. Unsere Erde ist weit und groß, und wo du auch hingehst, total interessant. Neulich war ich zum ersten Mal im Kloster Neresheim und habe die wunderbare Balthasar-Neumann-Kirche gesehen. Was für eine Pracht! Und das nicht einmal 50 Kilometer Luftlinie von meinem Haus. 

     Aber, aber, aber unser Leben ist verzweifelt kurz. Wir können alle nur kleine Ausschnitte von dem entdecken, was alles möglich wäre. Aber wenigstens diese kleinen Ausschnitte sollten wir uns vornehmen, statt uns von den Medien mit Belanglosigkeiten vollstopfen zu lassen.
     Aber, aber, aber – wann willst du das tun? Wann willst du damit anfangen? Wenn du deine materiellen Wünsche befriedigt hast? Wenn du beruflich erfolgreich gewesen bist? Wenn die Kinder groß und aus dem Haus sind? Oder wenn du in Rente bist?
     Mach nicht den Fehler, den so viele machen, und schieb die Dinge, die du gerne noch erleben möchtest, auf die lange Bank. Was dir auch immer möglich ist, mach es jetzt. Plane jetzt, was du in naher Zukunft unternehmen möchtest. Lass dich da von niemandem aufhalten, der Angst vor neuen Erlebnissen und Abenteuern hat.
     Und bedenke, die Pläne, die du heute nicht verwirklichst, können morgen schon verloren sein. „Denn des Menschen Geist muss davon, und er selbst muss wieder zu Erde werden, davon Gott ihn genommen hat: Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube." 
     Warum also die Zeit mit Sorgen vertun? Warum sich abrackern, statt sich von Gott beschenken zu lassen? Warum alles selbst in den Griff bekommen wollen, statt es in Gottes Hand zu legen? Die wirklich wichtigen Dinge, so heißt es, kriegt man sowieso nur geschenkt. Dazu gehört auch die Lebenszeit, die Gott einem jeden gibt.

Gebet: Herr, du beschenkst mich mit zahllosen Möglichkeiten, deine Welt zu entdecken, mich daran zu erfreuen, sie zu genießen. Wo ich auch hinschaue, entdecke ich deinen Segen. Ich will dir dafür danken, indem ich mich aufmache und bewundere, was Menschen mit deiner Hilfe geschafft haben und was du ohne Hilfe geschaffen hast. Gib mir dazu die nötige Energie und erhalte mir die Neugier auf deine Welt. Amen

Herzliche Grüße 

Hans Löhr

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Sonntag, 7. Januar 2018

Vision und Wirklichkeit (Predigt) hl

Predigt von Hans Löhr im Lichtblickgottesdienst
Liebe Freunde,

„Mach aus, ich kann es nicht mehr sehen“, sagte vor kurzem die Frau eines Freundes, als sie gemeinsam die Tagesschau anschauten. Ehrlich gesagt, ich kann sie gut verstehen. Manchmal denke ich mir auch: ‚Warum nur soll ich mir das antun und mich durch die vielen schlechten Nachrichten deprimierend lassen? Jetzt bestellst du die Zeitungen ab, schaltest keine Nachrichtensendungen mehr ein und löscht auch die Nachrichten-Apps auf deinem Smartphone.‘ Aber deswegen bleibt doch die Wirklichkeit wie sie ist, auch wenn ich mir die Ohren und die Augen zuhalten würde. Und ich weiß ja, dass es die schlechten Nachrichten trotzdem gibt.
     So wie es in der Welt zugeht, habe ich eigentlich keinen Grund zur Zuversicht. Andererseits, hat es denn schon mal eine Zeit ohne schlechte Nachrichten gegeben? Und trotzdem bin ich mein Leben lang hier in Deutschland gut davongekommen. Das muss nicht so bleiben. Aber warum soll ich jetzt schon pessimistisch sein, wenn ich doch in einem Land lebe, um das uns die meisten anderen Länder beneiden. Nun gut, pessimistisch muss ich nicht sein. Aber Sorgen mache ich mir doch, weil die Welt um uns zerrissen ist in Arm und Reich. Weil im eigenen Land die politischen Gräben immer tiefer werden und sich Menschen mit unterschiedlicher Meinung immer unversöhnlicher gegenüberstehen.
     Und dann ist in Washington, im Machtzentrum des Westens, zu dem doch auch Deutschland gehört, die politische Kultur auf einen Tiefpunkt gesunken, was ich mir bisher nicht vorstellen konnte. Da prahlt der amerikanische Präsident, dass sein Atomknopf größer sei als der des Diktators aus Nordkorea. Geht‘s noch? Nein, so geht‘s nicht. Zumindest geht‘s so nicht gut, sondern schief.
     Ich will und ich kann gegen diese schlechten Nachrichten etwas Positives dagegen setzen. Und das werde ich jetzt in dieser Predigt tun. Statt mich mit der Wirklichkeit abzufinden und zu resignieren, frage ich nach einer Vision von einer anderen, einer besseren Welt. Wie könnte denn die Welt sein, dass man sich keine Sorgen mehr machen und keine Angst mehr haben muss?
Der Prophet Micha hatte eine solche Vision. Sie steht in der Bibel, im Alten Testament. Da heißt es:
     »Am Ende der Zeit wird der Berg, auf dem der Tempel des HERRN steht, alle anderen Berge und Hügel weit überragen. Menschen aller Nationen strömen dann herbei. Viele Völker ziehen los und rufen einander zu: »Kommt, wir wollen auf den Berg des HERRN steigen, zum Tempel des Gottes Israels! Dort wird er uns seinen Weg zeigen, und wir werden lernen, so zu leben, wie er es will.« Denn vom Berg Zion aus wird der HERR seine Weisungen geben, dort in Jerusalem wird er der ganzen Welt seinen Willen verkünden. 
Gott selbst schlichtet den Streit zwischen den Völkern, und den mächtigen Nationen in weiter Ferne spricht er Recht. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr das andere angreifen; niemand lernt mehr, Krieg zu führen. Jeder kann ungestört unter seinem Feigenbaum und in seinem Weingarten sitzen, ohne dass ihn jemand aufschreckt. Das verspricht der HERR, der allmächtige Gott!« (Micha 4,1-4)
     Es gibt Worte, die sind nicht von dieser Welt. Sie sind der Gegensatz von allem, was wir kennen. Aber sie sind der Inbegriff von allem, was wir hoffen. Dieses Bibelwort aus dem Buch des Propheten Micha gehört dazu.
     „Am Ende der Zeit …“ – so beginnt diese Vision. Auch dem Propheten Micha und den Menschen, denen er damals zuerst diese Vision verkündet hatte, war klar: „So etwas geschieht nicht in unserer Zeit, nicht jetzt.“ Und genauso können wir das heute auch sagen. Aber deshalb ist diese Vision nicht nutzlos. Im Gegenteil. Sie ist wie der Polarstern, weit weg, aber doch nah genug, dass man sich daran orientieren kann. Denn dass die Wirklichkeit diese Hoffnungen nicht einlöst, ist kein Grund, auf sie zu verzichten. Im Gegenteil.
     Diese Vision spricht davon, dass alle Völker dasselbe Ziel haben, nämlich so zu leben wie Gott es will und das heißt: nicht mehr aufrüsten, niemand mehr angreifen, das Militär abschaffen, das Kriegshandwerk aufgeben und im Frieden leben können. Das ist die große Vision der Bibel. Und Jesus führt sie fort und sagt: »Aus der ganzen Welt, aus Ost und West, aus Nord und Süd, werden die Menschen kommen und in Gottes Reich das Freudenfest feiern. Ihr werdet sehen: Viele, die jetzt einen großen Namen haben, werden dann unbedeutend sein. Und andere, die heute die Letzten sind, werden dort zu den Ersten gehören
     Das, liebe Freunde, ist die positive Vision, die wir den schlechten Nachrichten heute entgegensetzen können. Sie soll uns helfen, nicht zu resignieren, sondern über die Probleme unserer Zeit hinauszuschauen, hinein in eine Zukunft, die Gott selbst verspricht. Ja, so soll es am Ende der Zeit sein, nicht jetzt. Aber dieses gute Ende ist der Stern, an dem wir uns orientieren, der uns in Gottes Welt führt so wie der Stern von Bethlehem die drei Könige zum Jesuskind.
     Gestern erst haben sie wieder in unserem Haus geklingelt, die drei Könige, die Sternsinger, die Jahr für Jahr kommen, um Gottes Segen zu wünschen und eine Spende für die Armen zu sammeln. Und in dem Gedicht, das sie vor unserer Haustür aufgesagt haben, hieß es:
Zu Jesus dürfen wir alle drei,
ob schwarz, gelb, weiß, ganz einerlei.
Denn vor ihm zählt der Mensch allein,
und das ist der Sinn der heiligen Drei.
     Im Neuen Testament und in meinem Glauben ist es nicht der Tempel von Jerusalem, sondern Jesus, von dem alles ausging, auf den alles zuläuft. Durch ihn sind wir Menschen eine Gemeinschaft egal ob wir vom Osten oder Westen, vom Norden oder Süden kommen. Mit ihm sollen wir einmal das große Freudenfest in Gottes Reich feiern, das Fest der Erlösten, das Fest derer, die von ihren Vorurteilen erlöst sind, von ihren Ängsten vor allem, was fremd ist, von ihren Abneigungen gegen den Nachbarn, erlöst von ihrem Rassismus, von ihrer Furcht vor Flüchtlingen, von ihrem Hass auf sich selbst. Mit ihm sollen wir das Fest des Regenbogens feiern, in dem keine Farbe fehlen darf, sonst wäre er nicht mehr das göttliche Zeichen des Friedens.
     Doch das alles müssen wir nicht in die Zukunft verschieben. Damit können wir heute schon beginnen, wenn wir aufeinander zugehen, uns für einander öffnen und das Gemeinsame in den Mittelpunkt stellen und dafür das zurückstellen, was uns trennt.
     Damals, beim Turmbau zu Babel, so heißt es, hat Gott die Sprache der Menschen verwirrt, dass sie nicht an ihrer Überheblichkeit zugrunde gingen. Seitdem gilt, wer keine Fremdsprachen gelernt hat, versteht nicht die Menschen in Frankreich oder in Polen oder in Russland oder in Italien. Und doch sprechen wir alle aus allen Völkern eine gemeinsame Sprache, in der wir uns verständigen können. Da ist zum einen die Sprache der Wissenschaft. Auf der ganzen Erde gibt es nur eine Mathematik, überall rechnen Menschen gleich. Da ist zum anderen die Sprache der Liebe. Auf der ganzen Erde lieben Menschen einander und überall sind sie hilfsbereit, gerade auch Fremden gegenüber. Wenn ein Mensch in Not ist, kann er sich zu 99 Prozent darauf verlassen, dass ihm ein anderer hilft, egal welche Weltanschauung oder Religion er hat, egal ob er schwarz oder weiß ist. Da ist zum dritten die Sprache der Kultur, insbesondere die Musik. Wie nichts sonst verbindet sie Menschen aus allen Kulturen, Religionen, Rassen und Ländern. Wenn meine Familie mit mir Gottesdienste in Tansania besucht hat, haben wir mit den schwarzen Christen dort gemeinsam gesungen. Die Texte haben wir nicht verstanden. Aber die Melodien haben uns verbunden.
     Seit 2004 gibt es ein wunderbares Projekt „Playing for change“, auf Deutsch: Musik machen, um etwas zu verändern, genauer, „um Menschen zu inspirieren, zu verbinden und der Welt mittels Musik Frieden zu bringen“. Die Gründer Mark Johnson und Enzo Buono reisten um die Welt und suchten Orte wie New OrleansBarcelonaSüdafrika, Indien, den Kongo, Nepal und Irland auf. Mit Hilfe eines mobilen Tonstudios zeichneten sie die Interpretationen desselben Liedes von verschiedenen Straßen-Musikern auf. Die beiden reisten weiter um die Welt und nahmen die persönlichen Interpretationen von immer mehr Musikern dazu auf, auch von weltberühmten Künstlern. Schließlich wurden alle Aufzeichnungen für die Endversion zusammengeschnitten (Wikipedia).
     Hier wird die Vision, von der der Prophet Micha sprach, in Ansätzen sichtbar, hörbar und erlebbar. Genau das ist der Weg, den Jesus uns weist und der uns wegführt von Gewalt und Krieg und hin zu mehr Freundschaft und Frieden.
     Ich zeige euch jetzt eines von vielen Dutzend Musikvideos aus diesem Projekt. Es heißt „Everyday people“, zu Deutsch „Ganz normale Menschen“. Es geht darum, dass die Grünen die Blauen nicht mögen, weil sie blau sind und die Blauen die Roten, weil sie rot sind und die Roten mögen die Schwarzen nicht und diese die Weißen nicht und die Weißen mögen die Gelben nicht und diese nicht die Grünen und so weiter. Alle mögen sie sich nicht, weil die anderen eben anders sind. Und so heißt dann der Kehrvers:
Verschiedene Leute leben auf verschiedene Weise
scooby dooby ooh sha sha
Wir sollten zusammenleben.
Ich bin nicht besser und du auch nicht.
Wir sind alle gleich, egal, was wir tun. [VIDEO einspielen]
     Das, was wir soeben gesehen haben, ist ein kleiner Ausschnitt aus der großen Vision des Propheten Micha und ein kleiner Ausschnitt aus der großen Verheißung von Jesus, dass Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenkommen werden um miteinander das Freudenfest im Reich Gottes zu feiern.
     Das, liebe Freunde, setze ich gegen die schlechten Nachrichten, die mir Tag für Tag die Freude nehmen wollen. Ich weiß, die Wirklichkeit sieht meistens anders aus. Aber ich weigere mich, vor dieser Wirklichkeit zu kapitulieren. Im Namen des Propheten Micha, im Namen Jesu, im Namen der Bibel und im Gedenken der zahllosen Opfer von Gewalt und Krieg will ich dieser Wirklichkeit die Stirn bieten. Will ich an der Hoffnung festhalten, dass durch Gott noch einmal alles gut wird. Ich will mich nicht der großen weltweiten traurigen Wirklichkeit beugen, keinem Donald Trump, keinem Kim Jong un, keinem Erdogan und keinem iranischen Mullah.
     Ich will mich aber auch nicht der kleinen Wirklichkeit beugen in meinem Lebensumfeld, wenn über andere negativ gesprochen, wenn gestritten wird, wenn man sich aus dem Weg geht.
     Ich will mich auch nicht meiner eigenen Wirklichkeit beugen, meinen negativen Gefühlen und Gedanken, meinen verletzenden Worten und meinen schlechten Angewohnheiten. Ich will mich nicht meinen Zweifeln beugen und nicht meiner Gleichgültigkeit, nicht meiner Angst und nicht meinen Sorgen.
     Gegen all das setze ich die Vision des Micha, dass einmal alle Menschen, so unterschiedlich wir auch sind, zusammenkommen werden, um den einen Gott zu ehren und untereinander Frieden zu halten. Und ich will mit dir zusammen im Kleinen daran arbeiten, dass da, wo wir sind, jetzt schon ein bisschen was davon wirklich wird. Amen

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