Dienstag, 19. Juli 2016

Er kennt seinen Weg hl

Losung: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Jesaja 55,8

Lehrtext: Johannes sprach zu Jesus: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem Namen aus, und wir verboten's ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Markus 9,38-39a.40

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn die Neunmalklugen und Siebengescheiten damals dabei gewesen wären, als Gott mit dem Urknall die Schöpfung in Gang setzte, dann hätten sie gesagt: ‚Daraus wird nie was. Ständig entstehen und explodieren irgendwelche Sonnen. Wie soll aus diesem Chaos jemals Leben hervorgehen? Dieser Weg, Gott, führt bestimmt in die Irre.‘ Und in der Tat, es hat 9 Milliarden Jahre gedauert, 9000 Millionen Jahre (!), bis auf unserer Erde die ersten noch primitiven Lebensformen entstanden. Und dann noch einmal 3.999.800.000 Jahre, bis die ersten Menschen aufrecht über die Erde gingen. Wir Menschen sind also im Verhältnis zum Alter des Universums gerade erst „aus dem Ei geschlüpft“. Tja, Gott ist einen nach unseren Maßstäben weiten Weg gegangen, bis er uns geschaffen hat. Aber er hat sein Ziel erreicht.
Und jetzt schaue ich einmal das winzig kleine Stück Menschheitsgeschichte an und auch die vielen Katastrophen, die es seitdem gegeben hat. Eigentlich ist es unmöglich, dass aus dieser von Naturkatastrophen, Seuchen, Kriegen und Hungersnöten geprägten Zeit ein Weg bis zu uns heute führt. Und doch sind alle unsere Vorfahren so alt geworden, dass sie Nachkommen haben konnten und ich bin einer von ihnen. Und zuletzt schaue ich auf meine eigene Lebensgeschichte, auf Krankheiten, Unfälle, Gefährdungen aller Art und wundere mich und bin dankbar, dass Gott seinen Weg mit mir bis zu diesem Tag gegangen ist und hoffe, dass er ihn noch einige Zeit mit mir gehen wird.
Ja, Gottes Wege und Gedanken unterscheiden sich gewaltig von meinen Wegen und Gedanken. Und darum sagt er im Anschluss an das heutige Losungswort: »Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.«
Es stimmt schon, »ich verstehe seine Wege nicht, aber er weiß den Weg für mich« (Dietrich Bonhoeffer).

Gebet: Herr, immer wieder bin ich geschockt, wenn wieder einmal so viele Unschuldige Opfer von Terroranschlägen werden. Ich bin besorgt über Politiker im Ausland, die eine gnadenlose Machtpolitik im eigenen Interesse verfolgen. Ich verstehe nicht, warum in meinem Leben und in dem anderer manches anders kommt, als ich es mir vorstelle. Aber ändere ich dadurch irgendetwas? Ich will umso mehr dir vertrauen, dass du weißt, was du tust und wie bisher, so auch jetzt und in Zukunft einen Weg hast für Himmel und Erde, für deine Menschen und für mich. Amen

Herzliche Grüße


Ihr / dein Hans Löhr 

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