Montag, 16. Dezember 2013

Feurige Pfeile hl

Losung: Du, HERR, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde. Psalm 5,13

Lehrtext: Ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen.  Epheser 6,16

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Die feurigen Pfeile des Bösen“ – wer wäre von ihnen noch nicht getroffen worden?! Das sind vor allem verletzende Worte anderer, die nur schwer heilende Wunden verursachen. Wenn Sie / dich jemand herabsetzt, beleidigt, anschnauzt, herumkommandiert, Schlechtes über dich sagt oder spitze Bemerkungen loslässt, dann sind das solche feurigen Pfeile, die dich treffen und die dir weh tun sollen.
Nun sagt der Apostel Paulus, mit dem Schild des Glaubens könnt ihr diese Pfeile abfangen und auslöschen und zwar alle. Nein, alle kann ich nicht auslöschen. Ein paar kommen immer durch und treffen mich. Und dann ist meine Seele verwundet und es dauert, bis die Wunde heilt – wenn überhaupt. Aber Narben bleiben auf jeden Fall zurück. Doch ohne Glauben bin ich diesen Pfeilen erst recht schutzlos ausgeliefert. Denn mein Glaube hilft mir, den bösen Bemerkungen anderer das entgegenzusetzen, was Gott von mir meint und zu mir sagt. Und er, der durch den Mund seines Sohnes Jesus zu mir spricht, macht mich nicht fertig, sondern redet mir gut zu, wenn mir etwas misslungen ist, tröstet mich, wenn ich enttäuscht bin, richtet mich wieder auf, wenn ich niedergeschlagen bin. Und er sagt zu mir: Hans, lass doch die Menschen reden, die dir Böses wollen. Was sind schon ihre Worte gegen meine?! Sag zu dir selbst: ‚Herr, du deckst mich mit Gnade wie mit einem Schild‘ (Losung), ich sehe wohl die Pfeile fliegen, aber sie treffen mich nicht, weil du sie für mich abfängst. Auf dich will ich hoffen und mich nicht fürchten, was können mir Menschen tun?‘ (Psalm 56,5)
Nein, alle feurigen Pfeile des Bösen kann ich mit dem Schild des Glaubens nicht auslöschen. Auch der Apostel Paulus konnte es nicht, wenn man in seinen Briefen liest, wie sehr ihn seine Widersacher verletzt haben. Vielleicht sind die „Treffer“ auch ein Hinweis, dass ich mehr auf Gott als auf die Schützen schauen soll. Aber das kann ich, dass ich mich bemühe, selbst keine solchen Pfeile abzuschießen oder zumindest weniger als bisher.

Gebet: Mein Gott, immer wieder nehme ich mir so zu Herzen, was andere Böses über mich oder zu mir sagen. Aber das will ich nicht mehr tun. Ich will lieber auf das hören, was du mir Gutes sagst. Ich will darauf vertrauen, dass du mich schützt und mir hilfst und mich bemühen, meine Zunge im Zaum zu halten, um nicht selbst andere zu verletzen. Amen

Herzliche Grüße und Gottes Segen in der neuen Woche!


Hans Löhr 

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