Samstag, 9. April 2011

Gott gibt und Gott nimmt hl

Losung: Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! Hiob 1,21

Lehrtext: Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Römer 8,28

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Sätze des Glaubens, die Ungläubige und Gleichgültige nicht verstehen können. Losung und Lehrtext des heutigen Tages gehören dazu. Wie kann man Gott loben, wenn er einem nimmt, was lieb und teuer ist so wie es Hiob ergangen ist? Wie kann man Gott am offenen Grab loben? Ich selbst habe heute bei einer Beerdigung die Ansprache mit diesem Satz beendet: „Er ist der Herr, der gibt und der nimmt. Sein Name sei gelobt!“ Indem ich Hiob zitierte wollte ich darauf hinweisen, dass über uns ein ewiger und heiliger Gott ist, dessen Gedanken und Wege höher sind als unsere. Er lässt sich mit unseren Maßstäben nicht messen. Vor ihm zählt letzten Endes nur die Bitte "Dein Wille geschehe". Unter seinen Willen müssen wir uns beugen, ob wir wollen oder nicht. Aber ist Gott nicht ein guter und lieber Gott? Doch, das ist er schon, aber was gut und lieb ist, bestimmen nicht wir, sondern er. Glauben so wie Hiob heißt, bedingungslos an Gott festhalten; denn gerade dann, wenn wir ihn am wenigsten verstehen, brauchen wir ihn am meisten. Ob mir das gelingt, wenn er mir nimmt, woran mein Herz hängt? Ich weiß es nicht. Ob mich dann der Satz des Apostels Paulus tröstet, dass mir, der ich Gott liebe, alle Dinge zum Besten dienen? Ich weiß es nicht. Doch ich vertraue darauf, dass er gerade dann an mir festhält, mich festhält, wenn ich ihn zu verlieren drohe.

Gebet: Barmherziger Gott und Vater, halte Leid und Unglück von mir fern. Aber wenn es soweit ist, dass du mir wieder nimmst, was du gegeben hast, dann lass mir den Glauben. Amen

Herzliche Grüße und einen gesegneten Sonntag!

Hans Löhr

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Zwei kurze Videos von den Waisenkindern in Kalali (Tansania), die wir unterstützen: Video 1 und Video 2
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1 Kommentar:

  1. Danke für diesen erkenntnisreichen und heilenden Worte.
    Gerade in den schweren Zeiten ist das vertrauen in den Vater am wichtigsten, leider sind die Zweifel oft sehr stark und scheinen einen zu überrumpeln. Der Glaube ist kostbarer als jeder Schatz auf Erden.

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