Freitag, 29. April 2011

Offene Augen für Gottes Schönheiten ebl


Losung: HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
Psalm 104,24

Lehrtext: Was von Gott unsichtbar ist, seine unvergängliche Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt mit der Vernunft an seinen Werken wahrgenommen.
Römer 1,20

Liebe Leserinnen und Leser,

"HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter." (Altes Testament, Psalm 104, Vers 24) Ich stelle mir vor, wie da jemand ergriffen und begeistert zugleich in einer sternklaren Nacht in den Himmel schaut oder in der Frühlingssonne über eine blühende Streuobstwiese wandert und so betet. Auf Schritt und Tritt begegnen wir in diesen Wochen neuem Leben und es begeistert mich, wie schön und zugleich genial sich vieles wieder entfaltet. Wer will, mag das alles als Zufall nehmen, ich kann unterschreiben, was Paulus den Christen in Rom weitergibt: "Was von Gott unsichtbar ist, seine unvergängliche Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt mit der Vernunft an seinen Werken wahrgenommen." (Neues Testament, Brief an die Römer, Kapitel 1, Vers 20) Da kann gegenwärtig doch der Vernünftigste ins Schwärmen kommen, oder?

Offene Augen für die vielen Schönheiten draußen als Zeichen von Gottes Möglichkeiten wünscht Euch und Ihnen heute

Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Donnerstag, 28. April 2011

Vertrauen braucht Zeit, um zu wachsen ebl


Losung: Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Psalm 121,8

Lehrtext: Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Römer 14,8

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,

in der heutigen Losung finden wir einen wunderbaren Zuspruch: "Auf allen Wegen wird Gott dich beschützen, vom Anfang bis zum Ende, jetzt und in aller Zukunft." (Übersetzung 'Gute Nachricht für dich', Altes Testament, Psalm 121, Vers 8) Das bedeutet nach meinem Verständnis nicht, dass uns als gläubige Menschen nie etwas herausfordern oder belasten und schmerzen wird. Nein, auch Christinnen und Christen kommen an ihre Grenzen. Und doch verstehe den Zuspruch so, dass, was immer auch kommt, nicht 'an Gott vorbeiläuft'. Er wird dabei sein und darauf achtgeben, dass ich nicht mehr tragen muss, als ich verkraften kann.
Paulus war ein Meister darin, sowohl das ganz Alltägliche als auch die härtesten Augenblicke im Gefängnis im Licht seines Glaubens an Gott zu deuten: "Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn." (Neues Testament, Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 14, Vers 8) Das ist das Glaubensbekenntnis eines leidenschaftlich von Jesus Christus überzeugten Menschen. Ich bin noch lange nicht so weit wie Paulus - aber ich bin auf dem Weg mit Gott. Auf meinem Weg mit ihm.

Dass wir alle stetig weiter wachsen können in unserem Vertrauen auf unseren himmlischen Vater,
wünscht Euch und Ihnen

Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 27. April 2011

Ich will dir gut sein ebl


Losung: Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
Jesaja 54,7               

Lehrtext: Jesus sprach: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Johannes 20,29                                                                                                                                     

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie kann das sein? Kann die heutige Losung wirklich von Gott reden? "Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln." (Altes Tesamtent, Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 54, Vers 7) Gibt es das, dass Gott Menschen im Stich lässt? Dass sie ihm gleichgültig werden?
Um zu verstehen, was gemeint ist, hilft es, den nächsten Vers auch noch zu lesen. Dort fährt Gott fort: "Als der Zorn in mir aufstieg, habe ich mich für einen Augenblick von dir abgewandt. Aber nun will ich dir für immer gut sein. Das sage ich, der Herr, der dich befreit."
Es verletzt Gott, wenn sich Menschen von ihm abwenden und mit ihm nichts (mehr) zu tun haben wollen. So war es ihm mit seinem Volk gegangen. Die Leute hatten sich anderen Göttern zugewand oder das Glauben ganz verlernt. Das lässt Gott nicht kalt, sondern es schmerzt ihn.

In gleicher Weise tut es Jesus weh, wenn er erlebt, wie brüchig das Vertrauen seiner engsten Freunde in ihn ist. Zu einem seiner Jünger sagt er, nachdem er auferstanden ist und ihnen noch einmal begegnet: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Neues Testament, Evangelium des Johannes, Kapitel 20, Vers 29) Ich wünschte mit, glauben zu können auf eine Weise, dass Gott sich nicht frustriert von mir abwenden muss. Dass ich Jesus nicht enttäusche. Doch ich bin leider eher wie Thomas. Oft lau oder voller Zweifel. Ich brauche es, dass Gott mir immer wieder aufs Neue 'gut ist'. Ich baue darauf, dass das heutige Losungsversprechen auch für mich gilt: "Aber nun will ich dir für immer gut sein. Das sage ich, der Herr, der dich befreit."

Gehen wir mit Gott in diesen neuen Tag.

Ihre / eure 
Elfriede Bezold-Löhr

Dienstag, 26. April 2011

Nahrung für Körper und Seele ebl


Losung: Ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen.
Jeremia 31,25

Lehrtext: Jesus ließ das Volk sich auf das Gras lagern und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel, dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt.
Matthäus 14,19-20

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,

die Osterfeiertage liegen hinter uns. Hoffentlich haben sie vielen von Ihnen und euch Hoffnung und schöne Momente und manches Lachen geschenkt. Ich will von der Osterbotschaft noch weiter zehren und nicht gleich wieder zur 'Tagesordnung' übergehen.
Dass unser Glaube an Gott uns stärkt und uns im ganz Alltäglichen hilft, lesen wir immer wieder im Alten Testament, so auch in der heutigen Losung:
"Ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen." (Jeremia 31,25) Das sagt Gott.
Und wie das ganz handfest aussehen kann, lernen die Leute dann anschaulich bei seinem Sohn: "Jesus ließ das Volk sich auf das Gras lagern und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel, dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt." (Nicht zum Auswendigwissen, sondern zum Nachlesen die Stellenangabe in der Bibel: Matthäus 14,19-20) Ich mag hier nicht darüber sinnieren, wie Jesus das wohl hingekriegt hat. Es ist für mich inzwischen gut vorstellbar, dass er einfach andere Möglichkeiten hatte als ich sie habe.
Jesus hatte Nahrung für knurrende Mägen - und er hatte Nahrung für hungrige Seelen. Nie blieb es bei ihm nur beim Reden, sondern er ließ die Leute seine Liebe wirklich spüren. Damals wie heute. Wir alle haben sie überdeutlich wieder in den letzten Tagen gezeigt bekommen. Denn wer liebt mich schon so sehr, dass er für mich sein Leben gibt und mir die Angst vor dem Tod nimmt durch seine Auferstehung? Ihr kennt die Antwort alle.

Geht mit diesem Vertrauen zuversichtlich in die kommenden Tage.

Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr

Montag, 25. April 2011

Gott rechnet anders hl

Losung: Meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.
Psalm 38,5

Lehrtext: Gott hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.
Kolosser 2,14

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schon gestern, so ist es auch heute König David, aus dessen Worten die heutige Losung stammt. Als er Gott mit diesem Satz seine Sünden bekennt, geht es ihm so richtig dreckig. Er ist in jeder Hinsicht am Ende, gesundheitlich, politisch und was seine Beziehungen zu anderen Menschen betrifft. Eigentlich sollte er sich den Strick nehmen. Andere in seiner Lage hätten das längst getan. Nicht so David. Eigenartigerweise sagt er zu Gott nicht "Warum lässt du das alles zu? Ich hab doch schon so viele Psalmen gebetet und dir immer wieder geopfert und dich in Gottesdiensten gefeiert. Rechne mir das doch an und hilf mir!" Stattdessen bekennt er seine Sünden, schonungslos, ohne alle Ausflüchte und Beschönigungen. Und er bittet Gott, ihm beizustehen und zu helfen. Nein, nicht ein gerechter, nicht ein frommer, sondern ein ganz und gar sündiger Mensch bittet Gott um Hilfe. Und er bekommt sie auch.
Das ist das Gold der Gnade, das in diesem Psalm aufscheint und das Gott durch Jesus Christus auch dir und mir schenkt. Wie gut, dass wir Gott nichts vorrechnen müssen und können, sondern dass wir ganz und gar auf seine Gnade vertrauen können. Er könnte mir etwas vorrechnen. Aber stattdessen heftet er die Rechnung ans Kreuz, weil Jesus sie für mich bezahlt hat. Egal, was auch immer gewesen ist, wer ihm seine Sünden bekennt, dem steht er bei. Menschen sind da anders. Aber Gott ist ja Gott sei Dank kein Mensch.

Gebet: Barmherziger Gott, eigentlich habe ich, wenn ich es recht bedenke, bei dir keine Chance. Ich an deiner Stelle würde mir keine Chance geben. Aber du denkst eben anders als ich. Das zeigt die Rechnung am Kreuz. Danke, dass du anders denkst und rechnest. Lass mich daraus für meinen Umgang mit anderen Menschen lernen. Amen
  
Herzliche Grüße

Hans Löhr

Sonntag, 24. April 2011

Gott enttäuscht nicht hl

Losung: Ich traue auf den HERRNPsalm 11,1

Lehrtext: Wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken2.Korinther 4,14

Liebe Leserin, lieber Leser,

»Ich traue auf den Herrn«, sagt König David ganz lapidar. Er könnte auch auf seine Leibwache vertrauen, auf seine Armee, auf seinen Reichtum, auf seine eigene Kraft. Aber er sagt »Ich traue auf den Herrn«. Sein Leben lang, angefangen beim Kampf gegen Goliath über die Verfolgung durch König Saul und die weiteren Kämpfe und Kriege hat König David auf Gott vertraut. Und er ist nicht enttäuscht worden.
Da drängt sich die Frage auf: Auf wen vertrauen Sie? Auf wen vertraust du? Sie könnten auch auf verschiedene andere Dinge vertrauen als auf Gott. Auf Ihre Klugheit oder Ihre Berufsausbildung zum Beispiel oder Ihren Job oder Ihr Bankkonto, Ihr Einkommen, Ihre Rentenversicherung oder auf Ihre Gesundheit oder auf bestimmte Menschen, mit denen Sie sich verbunden fühlen. Das alles mag Ihnen eine gewisse Sicherheit geben. Aber das alles ist auch vergänglich und schon manches Mal ist jemand, der sich nur auf solche vergänglichen Dinge verlassen hat, bitter enttäuscht worden. König David wusste schon, warum er sich auf den ewigen, allmächtigen und barmherzigen Gott verlassen hat. Er hatte die Erfahrung gemacht, dass Gott auch im finsteren Tal bei ihm war. Sie / du kannst dich auf ihn genauso verlassen wie David, nicht nur in diesem Leben, sondern auch im Tod. Denn »der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird auch Sie /dich auferwecken«. Wer sonst sollte es denn tun?

Gebet: Barmherziger Gott, König David hat sich auf dich verlassen und du hast ihn nicht enttäuscht. Darum will auch ich auf dich vertrauen. Du weißt, dass es mit meinem Vertrauen manchmal nicht so weit her ist. Aber du wirst mich trotzdem nicht enttäuschen. Darum lobe und preise ich dich jetzt schon für alles, was du mir auch künftig Gutes tun wirst und dafür, dass du mich nicht im Grab vergessen, sondern auferwecken wirst. Amen

Herzliche Grüße und Gottes Segen für die neue Woche!

Hans Löhr

Freitag, 22. April 2011

INRI hl


Losung: Der HERR wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.
Sacharja 14,9

Losung: Oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.
Matthäus 27,37

Liebe Leserin, lieber Leser,

INRI – so steht es am Kreuz über dem mit Dornen gekrönten Haupt Jesu. INRI – „Jesus von Nazareth, König der Juden“ so lautet diese lateinische Abkürzung, die Pilatus, der römische Gouverneur, hat anbringen lassen. Was für ein König! Alle anderen Könige sind seitdem wieder verschwunden. Doch der am Kreuz sterbende bleibt. Die anderen waren König über ihr Land, er aber ist König über „alle Lande“. Die anderen waren König über ihre Untertanen. Er ist König über die Herzen so vieler Menschen in allen Ländern der Erde.
Ich will, dass er auch mein König sei. Ich hätte nichts dagegen, wenn man mir anmerkte, dass ich ihm gehöre und ihm diene. Nein, in Deutschland brauchen wir keinen Menschen-König mehr. Nicht einmal in Bayern. Es reicht völlig, dass zu unserer Zeit der Herr der einzige König ist (Losung).

Gebet: Ja, Herr Jesus, du bist der „König aller Königreich“ (EG 1,1). Deine Wiege ist die Futterkrippe. Dein Thron ist das Kreuz. Dein Schloss ist mein Herz. Ich bitte dich, dass du zu mir kommst und in mir wohnst.  Regiere du diese Welt und fang bei mir damit an. Amen

 Herzliche Grüße und einen gesegneten Karfreitag!

Hans Löhr

Donnerstag, 21. April 2011

geschmolzen und geprüft hl

Losung: Siehe, ich will mein Volk schmelzen und prüfen. Jeremia 9,6

Lehrtext: Petrus dachte an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. Matthäus 26,75

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal, so sagt die Bibel, wird ein ganzes Volk von Gott geprüft. Manchmal, wie Petrus, ein einzelner Mensch.
Aber passt das zu unserem Bild von einem lieben und barmherzigen Gott? Die Wirklichkeit ist jedenfalls so, dass Ereignisse eintreten, die glaubende Menschen als Prüfung Gottes verstehen. Du kannst auch "Zufall" dazu sagen oder Naturereignis oder was auch immer. Aber ich versuche alles, was geschehen ist, was im Augenblick geschieht und geschehen wird, Gutes wie Böses mit Gott in Verbindung zu bringen. Er selbst ist doch, wie Theologen sagen, »die alles bestimmende Wirklichkeit«. Er hat, wie Glaubende sagen, alles in seiner Hand, wirklich alles: Erdbeben und Tsunami, Kriege und Seuchen, Atomkatastrophen, Krankheiten usw., aber auch dein und mein Glück, die Liebe zwischen zwei Menschen, die Freude an den Kindern, an der Schöpfung, die Heilkräfte, die Musik usw.
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, warum es die vielen negativen Ereignisse gibt. Ich weiß aber auch nicht, warum es die positiven gibt. Ich weiß nur, dass es so ist, und dass ich bei Gott Zuflucht finde in den allgemeinen und persönlichen Katastrophen und dass ich ihm noch viel öfter dankbar sein kann für seine Güte und seinen Segen in meinem Leben.
Wenn ich von ihm "geschmolzen und geprüft" werde, dann dazu, dass sich die Schlacke des Unglaubens vom Gold des Glaubens scheidet.

Gebet: Himmlischer Vater, ja, ich weiß, wie zerbrechlich mein kleines Menschen-Glück ist, wie es von außen kaputt gemacht werden kann. Ich weiß aber auch, wie sehr ich darauf achten muss, dass ich es nicht selbst zerstöre. Hilf mir in allen Wechselfällen des Lebens im Glauben beständig zu bleiben und führe mich da hindurch zu dir. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 20. April 2011

Gewaschene Füße hl


Losung: Wohl denen, die sich an seine Mahnungen halten, die ihn von ganzem Herzen suchen.
Psalm 119,2

Lehrtext: Christus spricht: Wenn ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.
Johannes 13,14-15

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn wir Christus von ganzem Herzen suchen, dann finden wir ihn nicht auf einem Thron, nicht in einem Chefsessel, nicht auf einer Kommandobrücke. Wenn wir Christus von ganzem Herzen suchen, dann finden wir ihn, wie er vor seinen Jüngern kniet und ihnen die Füße wäscht.
Vor vielen Jahren war ich einmal auf einer Fortbildung im Pastoralkolleg. Bei einer Andacht hatte der Leiter vor uns einen Schemel hingestellt, darauf lag eine Arbeitsschürze, eine Dornenkrone und daneben stand eine Schüssel mit Wasser. Dieses Bild hat sich mir tief eingeprägt. Es bestimmt mein Verständnis von Jesus bis heute. »Wer unter euch groß sein will, der sei aller Diener!« sagt er und lebt das, was er sagt, selbst vor. Einen unnahbaren Herrscher auf dem Thron könnte ich bestenfalls respektieren in der Hoffnung, dass er bald gestürzt wird. Wir brauchen keinen Menschen, der uns kommandiert und den wir anhimmeln, auch wenn leider viele sich insgeheim nach einem solchen "starken" Mann sehnen. Den dienenden Christus aber, liebe ich. Er hat dir und mir die Füße gewaschen, um uns damit ein Beispiel zu geben, dass auch wir in seinem Namen dienen sollen. Nicht gezwungenermaßen, sondern freiwillig, aus tiefer Überzeugung, dass wir so ihn finden.

Gebet: Jesus, danke, dass du mir dienst, damit ich meinen Weg durch dieses verwirrende Leben zu dir finde. Gib mir die Freude und Kraft, dass ich auch dir in meinen Mitmenschen dienen kann. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr 

Dienstag, 19. April 2011

Von Gott konfirmiert hl

Losung: Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.
Josua 1,9

Lehrtext: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können.
Matthäus 10,28

Liebe Leserin, lieber Leser,

das heutige Losungswort war der Bibeltext meiner Konfirmationspredigt vom letzten Sonntag. In einer neuen Übersetzung heißt es: So spricht der Herr: »Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.« Gott bestärkt damit Josua, das Volk der Israeliten, das Mose aus der Sklaverei in Ägypten geführt hatte, nun endgültig in das versprochene Land zu bringen. Das Land wird ihnen nicht einfach so in den Schoß fallen. Sie werden darum kämpfen müssen. Es werden große Herausforderungen auf sie warten, die sie bestehen müssen. Aber sie haben Gottes Versprechen. Darauf verlassen sie sich und setzen den Fuß über den Grenzfluss Jordan, um sich das Land anzueignen.
Jemanden bestärken heißt auf lateinisch confirmare. Gott hat also Josua sozusagen konfirmiert. Doch diese Konfirmation wirkt nur, wenn der Mensch auch den bestärkenden Worten Gottes glaubt. Nichts anderes geschah am letzten Sonntag. Auch da wurden junge Leute konfirmiert, bestärkt, die Grenze von der Kindheit ins Leben der Erwachsenen zu überschreiten und mutig und entschlossen in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen. Ob auch sie den Worten Gottes geglaubt haben? Ich weiß es nicht. Ich konfirmiere grundsätzlich auf Hoffnung hin. Vielleicht stellt sich ja der Glaube bei den jungen Menschen erst noch ein. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich ihnen nicht ins Herz sehen kann. Aber ich kann zusammen mit der Gemeinde für sie beten, dass das, was Gott zu ihnen sagt, bei ihnen Wirkung zeigt.
 Jesus geht noch einen Schritt weiter und ermutigt uns, selbst die nicht zu fürchten, die uns töten könnten, weil sie doch nur den Leib, aber nicht die Seele töten können. Doch, ich fürchte mich vor solchen Menschen. Ich möchte leben und mich nicht töten lassen. Gott sei Dank sieht es nicht danach aus, dass mir jemand nach dem Leben trachtet. Aber wenn es so wäre, dass man mich – aus welchen Gründen auch immer – töten wollte, ob ich mich dann dieses Wortes erinnern würde? Ob es mich mutig und entschlossen machen würde? Ob ich ruhig und gefasst meinem Tod ins Auge sehen könnte, so wie es von den christlichen Märtyrern erzählt wird? So wie es auch von Dietrich Bonhoeffer berichtet wird, der im April 1945 wenige Tage vor Ende der Naziherrschaft in Flossenbürg in der Oberpfalz hingerichtet worden ist. Ich weiß es nicht. Und ich hoffe, es niemals wissen zu müssen.

Gebet: Allmächtiger und heiliger Gott, danke, dass du mir durch dein Wort immer wieder Mut zum Leben machst gerade dann, wenn ich mich großen Herausforderungen gegenüber sehe. Ich bitte dich für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass auch sie aus deinem Wort Mut und Kraft schöpfen. Ich weiß nicht, was noch alles auf mich zukommen wird. Aber wenn es einmal wirklich hart auf hart kommt, dann hilf mir, dass ich mich nicht einschüchtern lasse, sondern im festen Vertrauen auf dich kämpfe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Montag, 18. April 2011

Anders sehen hl

Losung: Wer kann sagen: »Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meiner Sünde?«
Sprüche 20,9

Lehrtext: Betrachtet euch als solche, die für die Sünde tot, für Gott aber lebendig sind, in Christus Jesus.
Römer 6,11


Liebe Leserin, lieber Leser,

im Lehrtext sagt der Apostel Paulus, dass wir uns nicht so betrachten sollen, wie wir aus eigener Sicht zu sein meinen, sondern wie wir in Gottes Augen sind. Demzufolge sind wir zwar für die Sünde tot, aber für Gott lebendig sind. Wenn einer zu mir sagt: „Du bist für mich gestorben“, dann bin ich für ihn tot, auch wenn ich sonst noch lebe. Doch lebendig bin ich für alle diejenigen, zu denen ich eine Beziehung habe. Das gilt auch für Gott, nur dass er in Jesus eine Beziehung zu mir hergestellt hat. Er möchte, dass ich für ihn lebendig bin. Und so soll ich mich auch selbst sehen. Für ihn bin ich ein einzigartiges und kostbares Geschöpf, das er nicht wieder verlieren will. In seinen Augen bin ich geliebt, gesegnet, geschätzt. Was andere Menschen von mir halten ja, was ich selbst sonst von mir halte, ist demgegenüber nachrangig. Meine Sünde ist, dass ich zu Gott keine Beziehung aufnehmen kann, weil ich mir selbst im Weg stehe (Losung). Darum hat er in Christus die Beziehung zu mir aufgenommen und diese Ur-Sünde weggenommen.
Was liegt also an dem, was ich für mich selbst bin? Was ich für Gott bin, das zählt! Und für ihn bin ich lebendig, selbst wenn ich sterbe, weil er seine Beziehung zu mir bestehen lässt. So kann ich mich sehen und du dich auch.

Gebet: Herr, öffne du mir die Augen, dass ich diese Welt und mich selbst mit deinen Augen sehen kann. Lass mich mit Liebe auf andere Menschen blicken, auf deine Geschöpfe und auf mich selbst. Das ist es, was mich lebendig macht, was mein Leben ausmacht. Amen 

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Freitag, 15. April 2011

stetig und unaufhaltsam ebl


Losung: Gleich wie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Jesaja 55,10-11

Lehrtext: Einiges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach, einiges dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!
Matthäus 13,8-9

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

das Losungswort für diesen Tag ist besonders sprechend, wenn wir all das Frühlingsgrünen draußen bewusst erleben. Da gibt es kein Zurück für die zarten Kastanienblätter in ihren klebrigen Hüllen - sie entfalten sich jetzt, wie kühl der Wind auch über sie streicht. Ebenso schiebt der Blauregen seine Blätter und der Wein, die Tulpen öffnen ihre Kelche und die ersten Vergissmeinnicht leuchten blau. Was Gott schafft, wächst. Langsam, aber stetig und unaufhaltsam. Und was für seine Schöpfung gilt, soll auch für sein Wort gelten: "Gleich wie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein." (Altes Testament, Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 55, Verse 10-11)
Gott macht uns Mut, daran zu glauben, dass sein Wort wirkt. Das bestärkt mich in meiner Arbeit in unseren Gemeinden und soll auch euch Mut machen, jeden Tag neu auf Gottes Möglichkeiten zu vertrauen.
WIE sein Wort wirkt, liegt in SEINER Macht: "Einiges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach, einiges dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!" (Neues Testament, Evangelium des Matthäus, Kapitel 13, Verse 8-9).
Unsere Aufgabe ist es nur, zu säen. Also Gott zur Sprache zu bringen in unserem Alltagsleben. Alles andere haben wir nicht in der Hand. Damit sind wir sicher vor Selbstüberschätzung und Überforderung. Machen wir uns 'durchscheinend' für Gottes Liebe, damit auch andere davon etwas erfahren.

Mit diesem Vorsatz grüßt Sie und Euch

Eure / Ihre

Elfriede Bezold-Löhr

Donnerstag, 14. April 2011

Ein Loblied pfeifen ebl


Losung: Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!
Psalm 40,17

Lehrtext: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, Klein und Groß!
Offenbarung 19,5

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,

jeder, der nach Gott fragt, soll dafür von Gott beschenkt werden mit Freude und Fröhlichkeit! Das wünscht sich derjenige, der unsere heutige Losung schon lange vor uns gebetet hat. Und er fährt fort: "Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!" (Altes Testament, Psalm 40, Vers 17). Das geht mir nahe und trifft einen Nerv in mir: Mein Glaube und mein Vertrauen in Gott bereichern mich, entlasten mich und lassen mich immer wieder lächeln. Sie machen es mir möglich, Gott aufs Neue zu loben. Diese Erfahrung mache ich in unseren Gottesdiensten und ganz besonders im 'Lichtblick' oft: Wir stecken einander an mit (Vor)freude auf gemeinsame Loblieder, auf gute Gespräche, auf eine Geist-reiche Predigt und auf ein liebevolles Miteinander.
"Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, Klein und Groß!" (Neues Testament, Offenbarung des Johannes, Kapitel 19, Vers 5) Dazu lasse ich mich gern auffordern, weil ich immer wieder bemerke: Indem ich ein Loblied auf Gott singe oder vor mich hinpfeife, passiert etwas mit mir. Mein Singen verändert mich, öffnet mir das Herz und Gott macht es leicht.

Also: Singen oder pfeifen Sie doch ein kleines Loblied und gehen Sie damit den neuen Tag an! Wie wäre es damit? "Und darum rufe ich dir zu: 'Der Meister bist du! Ich will singen und tanzen vor dir! Du herrlicher Schöpfer, Ehre sei dir!'"

Einen guten Start in diesen Donnerstag wünscht Ihnen und Euch
Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 13. April 2011

Nur Gutes weitersagen ebl


Losung: Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten.
2.Mose 23,1

Lehrtext: Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.
Epheser 4,29

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten", heißt es für uns heute kurz und bündig in der Losung (Altes Testament, 2. Buch Mose, Kapitel 23, Vers 1). Und noch bildhafter im Lehrtext: "Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören." (Neues Testament, Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 4, Vers 29).
Überprüfe doch heute, wie oft du im Verlauf dieses Tages in einem Gespräch mit einer anderen Person über jemanden schlecht sprichst, der nicht anwesend ist und euch nicht zuhören kann. Der also auch nichts (er)klären oder zu irgendwelchen Vorwürfen Stellung nehmen kann. Was passiert wohl, wenn wir all diese Gespräche unterlassen würden? Ich denke, dass sich unser Gesprächsstoff mit einem Mal deutlich reduzierte. Weil er nämlich von Tratsch und Klatsch 'entschlackt' würde. Und zugleich würden viele seelische Wunden nicht geschlagen. "Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören" - wie weise ist diese Aufforderung. Befolgten wir sie alle, wäre unsere Welt eine ganz andere - viel heller und freundlicher. Machen wir den Anfang?

Einen Tag mit guten Begegnungen und ohne üble Nachrede
wünscht Euch und Ihnen

Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Dienstag, 12. April 2011

behütet jm

Losung: Der Israel zerstreut hat, der wird's auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.
Jeremia 31,10

Lehrtext: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
Römer 4,21

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn wir heute zu jemandem sagen „Du Schaf“, ist das nichts Positives. Wir halten unser Gegenüber dann für ein bisschen dumm und einfältig. Vermutlich fallen uns auch keine guten Eigenschaften ein, wenn wir an Schafe denken. Sie sind nicht stark oder mutig. Nicht schnell oder elegant. Sich selbst als Schaf sehen, das will eigentlich niemand. In der Bibel aber taucht das Bild vom Hirten und seinen Schafen ganz anders auf. Im 23. Psalm beten wir: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“ (Ps. 23,1-2) Jesus erzählt vom Hirten, der sein verlorenes Schaf wie verrückt sucht und nicht aufgibt, bis er es wiedergefunden hat. (Lukas 15,4-6) Und er sagt selber von sich, dass er der gute Hirte ist, auf dessen Stimme die Schafe hören (Johannes 10,11). Ein guter Hirte sorgt dafür, dass seine Schafherde zusammenbleibt. Dass sie sich nicht zerstreut und kein Schaf verloren geht. Er passt auf, dass kein Schaf von einem Wolf oder einem Dieb gestohlen und umgebracht wird. Ein guter Hirte sorgt und kümmert sich um jedes einzelne Schaf.
„Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten, wie ein Hirte seine Herde.“ (Jeremia 31,10)
Manchmal scheint die Gemeinschaft, die mich eigentlich trägt, ganz weit weg zu sein. Ich habe das Gefühl, dass mich niemand mag und niemand braucht. Ich bin mit meinen Erfahrungen, meinem Schmerz und Leid, aber auch mit allem Guten alleine. Und dann wieder merke ich, dass ich doch aufgehoben bin, in einer größeren Gruppe. Ich habe Gottes Zusage, dass er sich um mich kümmert, wie ein guter Hirte. Um die Gemeinschaft genauso wie um jeden einzelnen. Auch, wenn ich das nicht immer spüre und manchmal den Eindruck habe, das genaue Gegenteil wäre der Fall. Ich vertraue darauf und klammere mich daran: „Was Gott verheißt, das kann er auch tun!“ (Römer 4,21)

 Ihre
Jana Menke
Theologiestudentin und Gemeindepraktikantin bei Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr

Montag, 11. April 2011

Selber in der Bibel lesen ebl


Losung: Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden.
5.Mose 6,6-7

Lehrtext: Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.
1.Timotheus 4,16

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

vielleicht waren Sie gestern in einem Gottesdienst? Haben die packende und zugleich sperrige Erzählung gehört, wie Abraham seinen einzigen Sohn Isaak an Gott als größtes mögliches Opfer zurückgeben soll - als Zeichen seines Gehorsams und auch seines Vertrauens (!) in Gottes Möglichkeiten? Manchmal sind biblische Sätze und Erzählungen eine Herausforderung. Sie gehen nicht 'runter wie Öl', sondern fordern uns heraus und zeigen uns unbekannte Seiten an Gott. Doch auch wenn es so ist, gilt das heutige Losungswort:
"Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden." (Altes Testament, 5.Buch Mose, Kapitel 6, Verse 6-7.) Nicht nur ich selbst soll mich also von Gott und seinem Wort angesprochen, manchmal auch provoziert fühlen, sondern auch mit meinen Kindern soll ich davon reden und sie damit vertraut machen. Das ist ein klarer Auftrag.
Der Lehrtext unterstreicht ihn: "Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören. (Neues Testament, 1. Brief an Timotheus, Kapitel 4, Vers 16).
Eine ausgezeichnete Hilfe beim Studieren und Leben von Gottes Willen im Alltag sind zeitgemäße Bibelübersetzungen in unserer Sprache wie zum Beispiel 'Willkommen daheim', eine Übersetzung des Neuen Testaments, die ich mit großem Gewinn für mich entdeckt habe. Da kann ich euch mit gutem Gewissen auffordern: Lest immer wieder selbst un der Bibel - es wird euren Glauben vertiefen.

Mut zur Eigeninitiative und gute Erfahrungen in der Begegnung mit Gottes Wort wünscht Euch und Ihnen

Eure / Ihre 

Elfriede Bezold-Löhr



PS: Wer sich über den 'Thriller' mit Gott, Abraham und Isaak genauer informieren will - er ist in der Bibel zu finden im 1. Buch Mose, Kapitel 22, Verse 1 - 13. Die Predigt dazu kann man über die Homepage unter dem Titel 'Steine in der Krone' nachlesen.

Sonntag, 10. April 2011

Größer als der Helfer ist die Not ja nicht hl

Losung: Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN! Psalm 27,14

Lehrtext: Jesus sprach zu Jairus: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird deine Tochter gesund! Lukas 8,50

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute vor einem Jahr ist meine Mutter gestorben. Sie ist fast 90 Jahre alt geworden. Ich habe sie selbst beerdigt. Für die Trauerfeier hatte ich unter anderem ein Lied ausgesucht, das von den Menschen in unseren Dörfern und auch von mir besonders geschätzt wird: »Harre meine Seele, harre des Herrn« (Evangelisches Gesangbuch Nummer 596). Ich füge hier den Text der beiden Verse an:

1. Harre, meine Seele,
Harre des Herrn!
Alles ihm befehle,
Hilft er doch so gern.
Sei unverzagt!
Bald der Morgen tagt,
Und ein neuer Frühling
Folgt dem Winter nach.
In allen Stürmen,
In aller Not
Wird er dich beschirmen,
Der treue Gott.
2. Harre, meine Seele,
Harre des Herrn!
Alles ihm befehle,
Hilft er doch so gern.
Wenn alles bricht,
Gott verlässt uns nicht;
Größer als der Helfer
Ist die Not ja nicht.

Ewige Treue,
Retter in Not,
Rett auch unsre Seele,
Du treuer Gott!

Dieser Text von Friedrich Räther ist über 150 Jahre als. Seitdem sein Lied bei Beerdigungen gesungen wird, hat es schon viele Menschen getröstet. Aber eigentlich ist der Kerntext über 2500 Jahre alt, denn er steht im Psalm 27 Vers 14 (= Tageslosung).
»Fürchte dich nicht, glaube nur!«, heißt es im heutigen Lehrtext. Dieser Satz von Jesus war nicht nur für Jairus bestimmt, er gilt über die Zeiten hinweg unverändert für dich und für mich. Gerade dann, wenn einem der Glaube abhanden kommen will, tut es gut, wenn ein anderer mit seinem Glauben einspringt, so wie Friedrich Räther. Von sich aus hätten viele Leidtragende, die jenes Lied bei der Trauerfeier singen, das nicht so gesagt: »Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht«. Aber sie haben nachgesungen, was ein anderer ihnen vorgeglaubt hat. Ja, manchmal muss man sich am Glauben eines anderen Menschen aufrichten. Gut, wenn man dann einen solchen kennt. Und wenn nicht, mag es helfen, das Gesangbuch zu nehmen und, vielleicht unter Tränen, das eine oder andere Lieder nachzubeten und  nachzusingen, das dich anspricht.

Gebet: Ja, himmlischer Vater, manchmal bin ich wie betäubt von Ereignissen, die über mich hereinbrechen. Manchmal bin ich einfach nur noch sprachlos. Danke, dass ich mir dann die Worte anderer Menschen zu eigen machen kann, selbst wenn sie schon lange vor mir gegangen sind. Amen

»Größer als der Helfer ist die Not ja nicht« – In diesem Sinn herzliche Grüße und eine gesegnete neue Woche!

Hans Löhr

Samstag, 9. April 2011

Gott gibt und Gott nimmt hl

Losung: Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! Hiob 1,21

Lehrtext: Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Römer 8,28

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Sätze des Glaubens, die Ungläubige und Gleichgültige nicht verstehen können. Losung und Lehrtext des heutigen Tages gehören dazu. Wie kann man Gott loben, wenn er einem nimmt, was lieb und teuer ist so wie es Hiob ergangen ist? Wie kann man Gott am offenen Grab loben? Ich selbst habe heute bei einer Beerdigung die Ansprache mit diesem Satz beendet: „Er ist der Herr, der gibt und der nimmt. Sein Name sei gelobt!“ Indem ich Hiob zitierte wollte ich darauf hinweisen, dass über uns ein ewiger und heiliger Gott ist, dessen Gedanken und Wege höher sind als unsere. Er lässt sich mit unseren Maßstäben nicht messen. Vor ihm zählt letzten Endes nur die Bitte "Dein Wille geschehe". Unter seinen Willen müssen wir uns beugen, ob wir wollen oder nicht. Aber ist Gott nicht ein guter und lieber Gott? Doch, das ist er schon, aber was gut und lieb ist, bestimmen nicht wir, sondern er. Glauben so wie Hiob heißt, bedingungslos an Gott festhalten; denn gerade dann, wenn wir ihn am wenigsten verstehen, brauchen wir ihn am meisten. Ob mir das gelingt, wenn er mir nimmt, woran mein Herz hängt? Ich weiß es nicht. Ob mich dann der Satz des Apostels Paulus tröstet, dass mir, der ich Gott liebe, alle Dinge zum Besten dienen? Ich weiß es nicht. Doch ich vertraue darauf, dass er gerade dann an mir festhält, mich festhält, wenn ich ihn zu verlieren drohe.

Gebet: Barmherziger Gott und Vater, halte Leid und Unglück von mir fern. Aber wenn es soweit ist, dass du mir wieder nimmst, was du gegeben hast, dann lass mir den Glauben. Amen

Herzliche Grüße und einen gesegneten Sonntag!

Hans Löhr

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Zwei kurze Videos von den Waisenkindern in Kalali (Tansania), die wir unterstützen: Video 1 und Video 2
Spenden für unser Waisenkinderprojekt (Bau eines Speisehaus‘) bitte auf.
Kirche Sommersdorf, Kto 1910400, Gewerbebank Ansbach, BLZ 76560060, Kennwort: Kalali.
Spendenbescheinigungen für das Finanzamt werden auf Wunsch zugeschickt..
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Freitag, 8. April 2011

Beherrscht und doch nicht langweilig hl

Losung: Steh ab vom Zorn und lass den Grimm, entrüste dich nicht, damit du nicht Unrecht tust. Psalm 37,8 

Lehrtext: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Jakobus 1,19 

Liebe Leserin, lieber Leser,

sind Sie / bist du eher spontan oder bedächtig? Merkt man dir deine Gefühle schnell an oder kontrollierst du sie? Sagst du auch mal ein unbedachtes Wort oder hältst du dich auch mit Worten im Zaum?
Ja, wer mit seinem Urteil über andere schnell bei der Hand ist, läuft Gefahr, ungerecht zu sein. Wer seinen Gefühlen freien Lauf lässt, darf sich nicht wundern, wenn sie mit ihm durchgehen. Wer aufbrausend ist, muss damit rechnen, wenn andere Reißaus nehmen oder zurück brausen. An verschiedenen Stellen wird in der Bibel zur Mäßigung aufgerufen, dazu, sich zu beherrschen und seinen Gefühlen nicht gleich nachzugeben.
Warum? Wohl deshalb, weil auch zu biblischen Zeiten die Bedächtigen, die Kontrollierten, die Beherrschten eher die Ausnahme als die Regel waren.
Ich gehöre zu denen, die sich ziemlich schnell entrüsten können. Das ist nicht immer gut. Doch wäre es anders herum, wären die meisten Menschen beherrscht, kontrolliert, gemäßigt, würde es in der Bibel wohl heißen: »Nun zeig doch auch mal deine Gefühle!«, »Geh doch mal aus dir heraus!«, »Sei doch mal spontan!«.
Ich finde spontane Menschen okay, weil ich selbst einer bin. Aber bei aller Spontanität hab ich doch die Verantwortung dafür, dass ich durch mein Reden andere nicht verletze.
In der Regel ist es gut, wenn ich von meinem Zorn lasse. Aber Gott war auch zornig, und Jesus erst recht, wenn wir die Bibelstellen lesen, wo er mit den Hohenpriestern, Pharisäern und Schriftgelehrten streitet oder gar eine Peitsche in die Hand nimmt und die Händler und Wechsler aus dem Tempel Gottes hinaus jagt. 
Ja, es ist gut, sich selbst zu beherrschen. Aber manchmal muss man seine Gefühle auch zeigen, damit der Zorn umso schneller wieder verraucht. Leidenschaftliche Menschen können anstrengend sein, leidenschaftslose langweilig.

Gebet: Mein Gott, ich bitte dich, dass ich meine Gefühle besser kontrollieren kann. Ich habe mit unbedachten Worten anderen und mir selbst mehr geschadet als genützt. Vergib mir meine vorschnellen Urteile. Hilf mir, dass ich erst einmal höre und nachdenke, bevor ich rede und kritisiere. Aber achte auch auf mich, dass ich mich nicht verbiege, sondern der bin, den du geschaffen hast. Es ist gut, dass es auch bedachte, ja langweilige Menschen gibt, die sich nicht über alles und jedes gleich aufregen. Aber ich möchte nicht langweilig sein. Verstehst du das, Herr? Amen

Herzliche Grüße und ein gesegnetes Wochenende!

Hans Löhr




Donnerstag, 7. April 2011

Bis zum letzten Atemzug hl


Losung: All sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz ist, den kann er demütigen.
Daniel 4,34

Lehrtext: Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.
Matthäus 23,12


Liebe Leserin, lieber Leser,

Umfragen zufolge über die angesehensten Berufe landen Politiker auf dem letzten Platz. Pfarrer tummeln sich im Mittelfeld. Am angesehensten sind Feuerwehrleute. Wer regiert und führt sollte eigentlich das Vertrauen der Menschen haben. Aber das ist offenbar nicht der Fall. Und wenn schon mal jemand unter den Politikern besonders angesehen ist, dann stolpert er, wie zu Guttenberg, über die eigenen Füße. Andererseits ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass die Mächtigen nicht besonders angesehen sind. Der Führerkult während des Nationalsozialismus hat uns Deutsche hoffentlich für immer von solcher fatalen Menschenverehrung (Heil Hitler!) kuriert.
Als Christen akzeptieren wir sowieso nur einen Herrn. Und wer unter uns herrschen will, der soll, wie Jesus gesagt hat, seinem Beispiel folgen und der Diener aller sein. Ich hoffe, dass der neue Landesbischof Bedford-Strohm dieses Jesuswort kennt und beherzigt. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt. Es ist nur einer, dessen Tun Wahrheit ist und dessen Wege recht sind. Gott allein gebührt Ehre. Ihm allein gilt unsere Verehrung.

Gebet: Mein Herr und mein Gott, dir will ich ganz und gar vertrauen, dir ganz und gar glauben, dir ganz und gar folgen, dir  ganz und gar gehören. Doch damit ich das kann, musst du mir die Kraft dazu geben. Darum bitte ich dich. Und darum, dass ich dich in Jesus lieben kann bis zum letzten Atemzug. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 6. April 2011

quicklebendig hl


Losung: Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Jeremia 31,34

Lehrtext: Gott hat euch mit Christus lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden.
Kolosser 2,13

Liebe Leserin, lieber Leser,

reden wir von der Sünde, aber reden wir nicht von Moral. Denn alles moralisch Zweifelhafte ist eine Folge der Sünde, aber nicht die Sünde selbst. Diese ist eine Störung in deiner Gottesbeziehung. Sünde ist, wenn du den Kontakt zum Ursprung und zur Quelle deines Lebens verloren hast. Sünde ist, wenn der glühende Strom der Liebe zwischen dir und Gott abgerissen ist. Dann erstarrst du wie kalte Lava. Dann bist du tot in den Sünden. Soweit die schlechte Nachricht.
Und nun die gute: Mit Christus wirst du wieder lebendig. Er verbindet dich aufs Neue mit Gott. Die Beziehungsstörung ist behoben, die Sünde vergeben. Nietzsche, der alte Atheist, sagte einmal (sinngemäß): »Was liegt mir schon am ewigen Leben, ewige Lebendigkeit, darum geht es mir.« Darum geht es auch Gott, dass du nicht nur so dahinlebst, sondern überaus lebendig bist, quicklebendig in der Gemeinschaft mit ihm und deinen Mitmenschen. Wenn dir deine Fehler und deine Schuld leid tun, hat Gott sie schon vergessen. So bade nicht länger in ungesunden Schuldgefühlen, sondern lass, was du verbockt hast, hinter dir und wende dich wieder Gott zu.

Gebet: Jesus, hauche mich mit dem Atem deiner Liebe an, dass alles, was in meinem Leben erstarrt ist, wieder lebendig wird. Verbinde mich aufs neue mit Gott, dass ich aus dieser Quelle leben kann. So weiß ich, dass meine Sünde vergeben ist. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Dienstag, 5. April 2011

Zurück in die Gegenwart hl


Losung: Die Erlösten des HERRN werden heimkehren. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.
Jesaja 51,11

Lehrtext: Wenn wir mit Christus verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
Römer 6,5

Liebe Leserin, lieber Leser,

wohnen Sie / wohnst du vielleicht in der Vergangenheit? Trauerst du dem nach, was gewesen ist? Nein, da ist nicht dein Zuhause. Geh wieder zurück in die Gegenwart. Da bist du daheim. Da wird Gott dir begegnen. In der Vergangenheit lebst du wie die Israeliten im Exil. Doch was vergangen ist, soll dich nicht länger binden. Gott will dich davon befreien (erlösen), damit du dich wieder mit »Wonne und Freude« dem Leben zuwendest. Was vergangen ist, ist tot und erstarrt. Du kannst es nicht mehr ändern. Das Leben findet jetzt statt, in diesem Augenblick. Und jetzt kannst du Einfluss darauf nehmen, was künftig geschieht. »Trauern und Seufzen« war gestern. Jetzt ist wieder Freude dran. Dahin will Gott dich bringen.
Doch auch dann kannst du es nicht vermeiden, dass du Leid erfährst. Wenn es kommt, nimm es an. Du bist auch im Leid nicht allein. In Jesus hast du einen Leidensgenossen, der mehr noch als du gelitten hat. Teile dein Leid mit ihm, dann ist es halb so schwer. In ihm hast Du aber auch einen Bundesgenossen, der sich mit dir gegen Leid und Tod verbündet, damit es für dich eine Hoffnung gibt, die nicht stirbt.

Gebet: Herr, befreie mich von der Vergangenheit, wenn sie mich gefangen nehmen will. Wohne du mit mir in diesem Augenblick. Gib mir Freude am Leben trotz allem Leid und lass mich mit dir auferstehen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Montag, 4. April 2011

Soldatenstiefel hl


Losung: Jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Jesaja 9,4

Lehrtext: Selig, die Frieden stiften - sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden.
Matthäus 5,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche mir, dass die Aufständischen in Libyen Diktator Gaddafi vertreiben. Ja, wünschen kann ich mir das. Ich muss ja nicht die Folgen tragen. Die Bundesregierung ist im In- und Ausland scharf dafür kritisiert worden, dass sie sich bei der Abstimmung über die gewaltsame Durchsetzung des Flugverbotes gegen Libyen enthalten hat. Nun, es ist leicht, die ersten Angriffe zu fliegen. Aber es ist schwer, sehr schwer, einen bewaffneten Konflikt wieder zu beenden. Die Staaten, die sich jetzt in Libyen militärisch engagieren, haben noch nicht erkennen lassen, nach welchem Plan sie vorgehen. Ich fürchte, sie haben keinen. Ein Sprichwort sagt: Bevor du etwas beginnst, bedenke das Ende. Aber das Ende ist in Libyen nicht absehbar. Es ist nie absehbar, wenn irgendwo auf der Welt ein bewaffneter Konflikt beginnt. Auch in Afghanistan nicht.
Seit biblischen Zeiten machen Menschen leidvolle Erfahrungen mit Krieg. Und oft ist es so, viel zu oft, dass der Krieg der Männer das Leid der Kinder und Frauen ist, heute mehr denn je. Seit biblischen Zeiten hält sich die Sehnsucht, dass dröhnende Soldatenstiefel und blutbefleckte Soldatenmäntel ein für alle Mal verbrannt werden. "Das ist nicht realistisch" sagen Realpolitiker. Das mag ja sein. Aber was ist dann realistisch? »Frieden stiften« sagt Jesus. Unter allen Umständen Frieden stiften – mit friedlichen Mitteln. Das ist anstrengender als Bomben abzuwerfen. Dazu braucht es mehr Fantasie als Panzer abzuschießen. Dazu ist mehr nötig als Kampfjets und Flugzeugträger, nämlich Vertrauen und Geduld.

Gebet: Herr, ich bitte dich, dass die Welt friedlicher werde. Fange bei mir damit an. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr