Montag, 28. Februar 2011

Danke, Vater! ebl


Losung: Dein ist der Tag und dein ist die Nacht; du hast Gestirn und Sonne die Bahn gegeben.
Psalm 74,16

Lehrtext: Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!
Römer 11,36


Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,

die Diskussion ist so alt wie die Menscheit und doch aktuell bis auf den heutigen Tag: Gibt es mit Gott einen Schöpfer, auf den alles zurückgeht und von dem alles herkommt - oder sind wir ein Staubkörnchen im Meer der Zufälligkeiten?
"Dein ist der Tag und dein ist die Nacht; du hast Gestirn und Sonne die Bahn gegeben" betet im heutigen Losungstext ein Mensch ganz naiv. (Altes Testament, Psalm 74, Vers 16) Wenn ich jetzt im Licht der ersten blassen Frühlingssonne die Schneeglöckchen blinken sehe, dann freue ich mich darüber riesig - und schicke Gott ein kurzes "Danke, Vater. Für diese Zeichen des nahenden Frühlings, für mehr Licht und ein bisschen Wärme." Ich bin froh darüber und dankbar dafür, dass ich IHN habe, an den ich mich wenden kann mit meiner Freude. Der Glaube an Gott als den Schöpfer unserer Welt und die Evolutionstheorie schließen einander nicht aus, davon bin ich fest überzeugt. Ich darf meinen Verstand benutzen und will zugleich mein Vertrauen in Gott setzen, "denn von ihm kommt alles und durch ihn existiert alles und zu ihm wird alles zurückkehren. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen." (Neues Testament, Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 11, Vers 36).

Einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch und Ihnen

Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Freitag, 25. Februar 2011

Von der Kraft des Bittens hl


Losung: HERR, höre meine Worte, merke auf mein Reden! Vernimm mein Schreien; denn ich will zu dir beten.
Psalm 5,2-3

Lehrtext: Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jakobus 5,16

Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserem neuen Gemeindebrief ist ein Artikel aus simplify.de über die Kraft des Bittens abgedruckt. Link: Gemeindebrief Februar bis April 2011. In der Einleitung heißt es dazu: »Viele Menschen sind… frustriert, weil ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden. Meist liegt es einfach daran, dass sie nicht darum gebeten haben«. Das ist schon mal das erste und vielleicht sogar größte Problem, dass sich viele gar nicht (mehr) zu bitten trauen aus Angst, dass ihre Bitte ignoriert wird. Doch mit dem Bitten ist es genauso wie mit dem Werbespruch für Lotto "Nur wer mitspielt, kann gewinnen".  Ich werbe hier nicht für Lotto, sondern dafür, dass jeder Mensch das Recht hat zu bitten und davon auch tüchtig Gebrauch machen soll – bei den Menschen und erst recht bei Gott. Mein Tipp: Schreiben Sie / schreib die Bitte, die dir ein anderer erfüllen soll, einfach mal auf, steck sie in einen Briefumschlag und leg sie auf seinen Nachttisch.
Lassen Sie sich / lass dich durch nichts und niemanden entmutigen um das, was dir wichtig ist, immer wieder zu bitten – und wenn es sein muss auch mehrmals. Es werden viel mehr Bitten erfüllt, als man glaubt. Bei Menschen sollte man darauf verzichten, zu nörgeln. Bei Gott ist auch das noch in Ordnung. Jesus sagt ganz einfach: »Bittet, so wird euch gegeben.« Ich gehe davon aus, dass Gott jede Bitte erfüllt, die aufs Ganze gesehen, für mich und meine Mitmenschen gut ist. Und wenn er eine Bitte nicht erfüllt, so hat er dafür gute Gründe auch wenn ich sie nicht gleich verstehe.
Und noch eins: In einem Gebet steckt eine große Kraft. Doch damit du diese Kraft aktivieren kannst, musst du mit dem Beten anfangen – am besten gleich – und an das glauben, was du sagst.

Gebet: Herr, mach mir immer wieder Mut zum Beten und ermutige mich auch, andere Menschen immer wieder um das zu bitten, was mir wichtig ist. Schenke mir den Glauben, dass du meine Gebete hörst und sie auch erfüllst, wenn es für mich und meine Mitmenschen gut ist. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Donnerstag, 24. Februar 2011

Gott und die Spatzen hl


Losung: HERR, du hilfst Menschen und Tieren.
Psalm 36,7

Lehrtext: Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen.
Lukas 12,6

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Seashepherd", "Hirten der Meere" nennen sich die Tierschützer, die Japans Walfangflotte vor Ende der Jagdsaison aus der Antarktis vertrieben haben. Mit ihren pfeilschnellen Booten drängten sich die Aktivisten immer wieder zwischen die Jäger und die Wale und verhinderten so, dass noch mehr dieser wunderbaren Tiere abgeschlachtet wurden. 
Der Tierschutz-Gedanke hat erst in unserer Zeit so richtig an Bedeutung gewonnen. Aber wer seine Bibel kennt, hat schon immer gewusst, dass der Herr nicht nur der Gott für uns Menschen, sondern auch für die Tiere ist. Für uns ist das eine unbedingte Verpflichtung, auch die Tiere als Gottesgeschöpfe zu achten. Dazu muss man nicht Mitglied von Seashepherd sein. Das beginnt schon damit, dass wir unseren Kindern beibringen, Tiere nicht zu quälen. Und man kann etwas für Tiere tun, auch wenn man selbst kein Haustier hat: Wenn jeder, der das liest, jetzt, bevor der Frühling kommt, einen Nistkasten aufhängt, haben vermutlich 100 Vögel mehr ein Zuhause. 
Gott vergisst keins seiner Geschöpfe, nicht mal einen Spatzen, sagt der Lehrtext, und dich sowieso nicht.

Gebet: Danke, Vater, für die Tiere, die uns nützen und uns Freude machen. Sie sind deine Geschöpfe wie wir. Mach uns für sie sensibel, dass wir sie nicht roh und achtlos behandeln, sondern so mit ihnen umgehen, wie es ihnen gut tut und dir gefällt. Danke, dass du deine Geschöpfe nicht vergisst, uns nicht und die Tiere auch nicht. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 23. Februar 2011

danke hl

Losung: Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen. Psalm 118,21

Lehrtext: Die Frau kam und fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir!  Matthäus 15,25

Liebe Leserin, lieber Leser,

es wäre doch einmal interessant zu wissen, in welchem Verhältnis unsere Bitten an Gott zu unserem Dank an ihn stehen. Ich weiß nicht wie das bei Ihnen / dir ist. Bei mir gibt es da ein Ungleichgewicht. Ich hab ihm nicht für jede erhörte Bitte gedankt. Zu oft habe ich es vor dem Einschlafen als selbstverständlich hingenommen, wenn ich gut durch den Tag gekommen bin. Aber Gott sei Dank ist Gott auch in diesem Fall kein Mensch und trägt mir meine Vergesslichkeit nicht nach. 
Bei Geburtstagsbesuchen von Gemeindegliedern über 70 bete ich hin und wieder: »Gütiger Gott, danke, dass Du unsere Bitten vor einem Jahr erhört hast und unser Geburtstagskind gut durch das vergangene Lebensjahr gekommen ist …« Gerade an Geburtstagen oder am Neujahrstag hoffen wir darauf, dass Gott uns auch im vor uns liegenden Jahr segnen und behüten möge. Gut, wenn wir uns wieder in Erinnerung rufen, was er bisher schon alles für uns getan hat. Das macht uns zuversichtlich auch für die Zeit, die vor uns liegt. Danken hat mit Denken zu tun, dass wir nicht vergessen sondern daran denken, wie Gott bis zu diesem Augenblick seine schützende und segnende Hand über uns gehalten hat.

Gebet: Ja, Vater, ich danke dir, dass ich diese Zeilen lesen kann, dass ich genug zu essen daheim habe, dass ich in unserem Land sagen kann, was ich will und dass ich im Frieden leben darf. Dies alles und noch so viel mehr scheint mir selbstverständlich und ist es doch nicht. Danke, dass du meine Gebete hörst. Ich bitte dich aber auch für die, die ich kenne und die jetzt große gesundheitliche Sorgen haben. Du bist unser Arzt. Du kannst helfen. Darauf verlasse ich mich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Dienstag, 22. Februar 2011

Über dem Abgrund hl

Losung: Er ist den Übeltätern gleichgerechnet und hat die Sünde der Vielen getragen.
Jesaja 53,12

Lehrtext: Der Vater hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13-14

Liebe Leserin, lieber Leser,

immerzu das Gerede von Sünde. Hat denn die Bibel keine anderen Themen? - Doch, hat sie. Aber dieses Thema ist eben zentral. Es kommt darauf an, was man unter "Sünde" versteht. Viele meinen noch immer, dass sie so etwas sei wie zum Beispiel lügen, betrügen, stehlen und verbotener Sex. Aber das ist nicht Sünde, sondern die Folge davon.
Sünde kommt von dem alten deutschen Wort "SUND" und bedeutet soviel wie abgeSONDert. Einen Sund gibt es am Meer, wo eine Insel vom Festland durch Wasser abgesondert, getrennt ist. Früher konnte man einen größeren Sund nur mit Schiffen überqueren. Heute baut man Brücken wie zum Beispiel die 2007 fertig gestellte "Strelasund-Brücke". Sie überquert den Sund, der das Festland bei der Stadt Stralsund von der Insel Rügen trennt, auf einer Länge von 2831 Metern und in 42 Metern Höhe. Ein kühnes und gewaltiges Bauwerk!
Aber es gibt ein noch viel gewaltigeres! Eines, das die Trennung zwischen uns und unserem Gott überbrückt: das Kreuz Jesu. Es verbindet uns vergängliche Menschen mit dem Ewigen, uns fehlbare mit dem Heiligen und Barmherzigen, uns, die wir Geschöpfe sind, mit dem Schöpfer, … Es verbindet uns Menschenkinder mit unserem Vater im Himmel.
All das, was wir sonst so für Sünde halten ist eine Folge unserer Trennung von Gott. Jesus "hat die Sünde der Vielen getragen", sagte die Losung. Anders gesagt, er legt sich mit seinem Kreuz über den Abgrund zwischen uns und Gott, damit er zu uns kommen kann und wir zu ihm. Mögen wir auch noch so sehr an unseren eigenen Ansprüchen und erst recht an den Ansprüchen der göttlichen Gebote scheitern, die Sünde ist überbrückt. Sie kann, sie darf, sie wird uns, die wir auf ihn vertrauen, nicht länger von Gott trennen. (siehe auch Losungsauslegung vom 14.12.2012)

Gebet: Vater im Himmel, meine Seele leidet, wenn sie dich nicht findet. Darum finde du mich und komm zu mir über alle Abgründe hinweg. In deiner Gegenwart komme ich zur Ruhe und werde ich wieder heil.  Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Montag, 21. Februar 2011

entlastet hl

Losung: Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
1.Mose 8,21

Lehrtext: Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.
Römer 8,34

Liebe Leserin, lieber Leser,

stimmt das, was die Losung sagt? Ist das Dichten und Trachten unseres Herzens böse von Jugend auf? Was meinen Sie? Was meinst du? Trifft das auch auf Sie / dich zu? Aus meiner Sicht geht die Trennlinie zwischen gut und böse von klein auf mitten durchs eigene Herz. Und ich muss mich immer wieder von neuem entscheiden, welche Gefühle und Gedanken ich in mir zulasse und welche Worte, Taten und Unterlassungen daraus folgen. Aber fast noch wichtiger als die Antwort auf diese eingangs gestellte Frage ist der Sinn dieses Bibelwortes (der Losung). Gott will nach der Sintflut die Erde um uns Menschen willen nicht mehr verfluchen. So weit so gut. Aber warum?
Eigentlich müsste jetzt eine positive Aussage kommen, zum Beispiel: Gott verflucht die Erde nicht mehr, weil die Menschen verstanden haben, weil sie einsichtig geworden sind, weil sie sich endlich anständig verhalten. Stattdessen steht da: weil es in ihrem Herzen böse zugeht und das schon immer. Was für eine merkwürdige Begründung! Und was für ein Glück für uns! Gott selbst nimmt eine riesen Last von uns und legt sie Jesus auf die Schultern. Die Last heißt: Ihr müsst unter allen Umständen gut sein, müsst alle Gebote beachten, dürft euch keine Fehler, keine Sünde, keine Schuld leisten, sonst werde ich euch vernichten. Unter dieser Last hätten wir alle zerbrechen müssen. Doch Jesus, das "Lamm Gottes", hat uns entlastet und die Sünde der Welt aufs Kreuz getragen, deine und meine. Wer sonst liebt uns so sehr, dass er das für uns tut? Gott ist gnädig und vergibt uns unsre Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Gebet: Heiliger Gott, aus deinem Wort erkenne ich, dass ich ein Sünder bin. Doch nicht, damit ich mich schlecht fühle, sondern mit meinen Mitmenschen barmherziger werde. Gib mir heute die Kraft, dass ich das Gute wähle und das Böse meide. Amen

Einen guten Start in die neue Woche unter Gottes Schutz und Segen wünscht Ihnen / dir

Hans Löhr 

Freitag, 18. Februar 2011

Lebendige Steine ebl


Losung: Weil mein Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für sein Haus zu sorgen, darum hat der Himmel über euch den Tau zurückgehalten.
Haggai 1,9-10

Lehrtext: Lasst euch selbst aufbauen als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus, zu einer heiligen Priesterschaft, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus.
1.Petrus 2,5

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,

es ist offensichtlich eine uralte Frage, welche Themen in unserem Leben den Vorrang haben. Sicher hängen sie ab von der Lebensphase, in der wir uns gerade befinden: Ein Kind hat andere Themen als ein Teenager und eine Fünfunddreißigjährige steht vor anderen Herausforderungen als eine Siebzigjährige. Doch eine Linie könnte, ja sollte sich wie eine 'Bassmelodie' durch unser Leben ziehen, egal wie alt wir sind: Die Melodie unserer Geschichte mit Gott, unserem Vater. Wo sie fehlt, drohen wir geistlich 'einzutrocknen', wie uns die heutige Losung zeigt: "Weil mein Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für sein Haus zu sorgen, darum hat der Himmel über euch den Tau zurückgehalten. (Altes Testament, Prophet Haggai, Kapitel 1, Verse 9-10).  Mit dem Lehrtext bekommen wir einen kleinen 'Stoß': "Lasst euch selbst aufbauen als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus, zu einer heiligen Priesterschaft, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott
 angenehm sind durch Jesus Christus." (Neues Testament, 1.Brief des Petrus, Kapitel 2, Vers 5) Da wird unser Leben mit einem Haus verlichen - in dem Gott eben Wohnrecht hat oder nicht. Und wie geht das? Ich lerne es beispielsweise in unserem Hauskreis. Wir waren gestern wieder hier im Pfarrhaus zusammen - und es war, wie so oft, eine gesegnete Zeit.
 
Seid Gott befohlen!

Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr

Donnerstag, 17. Februar 2011

Kraftquelle Gott ebl


Losung: Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer.
Psalm 65,6

Lehrtext: Christus Jesus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
Epheser 2,17


Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

vieles können wir in unserem Leben selbst in die Hand nehmen: wie wir wohnen, was wir essen, wie wir uns anziehen. Wir können entscheiden, welche Werte für uns wichtig sein sollen und wofür wir uns privat und im Zusammenleben engagieren. Und doch gibt es auch vieles, das wir nur begrenzt in der Hand haben: wie es uns gesundheitlich geht, wie sich das Zusammenleben in unseren Häusern über die Jahre entwickelt, was 'die Jahre mit uns machen'...
Es hilft mir in solchen Momenten immer wieder sehr, mich an eine Kraft außerhalb meiner selbst zu erinnern. Es ist Gott, um den ich dankbar bin - mit seinen Möglichkeiten, mit seiner Weitsicht, mit den ganz anderen Maßstäben. "Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer." (Altes Testament, Psalm 65, Vers 6). Ich spreche dieses Gebet einfach leise mit, schließe mich darin ein mit meinen Anliegen. Und das beste kommt noch: Der Zugang zu Gott als unserer Kraftquelle ist von keiner Hautfarbe und von keinem Bildungsabschluss abhängig. Er ist nur abhängig von unserer Herzenseinstellung. "Jesus ist gekommen, um euch, die ihr noch so weit entfernt von Gott wart, genauso den Frieden zu bringen wie denen, die wie er zum Volk Israel gehören." (Neues Testament, Epheserbrief Kapitel 2, Vers 17.) Damit lässt es sich heute für mich gut leben.

Seid Gott befohlen!

Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 16. Februar 2011

Verlier nicht den Mut! ebl


Losung: Josef lag im Gefängnis, aber der HERR war mit ihm.
1.Mose 39,20.21

Lehrtext: Das Licht scheint in der Finsternis.
Johannes 1,5

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

"Josef lag im Gefängnis, aber der HERR war mit ihm." So lautet die Losung für den heutigen Tag, nachzulesen im 1. Buch Mose, Kapitel 39, Verse 20 und 21. Dass Gott ihn nicht verlassen hatte, merkte Josef daran, dass er Freunde im Gefängnis fand und geschätzt wurde. Damit war er noch lange nicht aus dem Gefängnis draußen - aber das Leben drinnen wurde erträglich und er schöpfte wieder Hoffnung.
Ein Gefängnis muss nicht zwingend Gitterstäbe haben. Es kann eine langwierige Erkrankung genauso zum Gefängnis werden wie die schwierige und krisenhafte Phase einer Ehe. Dass Gott auch im Gefängnis bei Josef war, erkannte der in ganzem Umfang erst hinterher. Was hat er selber im Gefängnis getan? Er hat nicht aufgehört, zu beten - und ansonsten versucht, das beste aus seiner gegenwärtigen Situation zu machen. In der Hoffnung darauf, dass Gott sein Schicksal eines Tages wieder zum Guten wenden würde.
Beten und dann versuchen, das Beste aus jedem Tag zu machen - ist es so 'einfach'? Scheint so.  "Das Licht scheint in der Finsternis" heißt es im heutigen Lehrtext im Johannes-Evangelium im Kapitel 1, Vers 5. "Und die Finsternis hat's nicht ergriffen",  geht dieser Vers ermutigend weiter. Also gilt die heutige Losung besonders denen unter uns, die das Gefühl haben, gegenwärtig Gefangene ihrer Lebenssituation zu sein.

Lass die Hoffnung nicht sinken und versuche, im Vertrauen auf Gott gelassen auf lichtere Tage zu warten.  Das Schicksal von Josef hat sich gewendet - warum nicht auch deines?

Verliert nicht den Mut.

 
Ihre / Eure 
Elfriede Bezold-Löhr

Dienstag, 15. Februar 2011

Leuchtende Farbe ebl


Losung: Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!
Psalm 118,26

Lehrtext: Eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
Matthäus 17,5

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

"Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!" - in diese Losung aus Psalm 118 (Vers 26) können wir als Motto über diesem Tag sicher alle einstimmen. Was wäre, wenn sich im Lauf der Weltgeschichte nicht im Namen Gottes Millionen von Menschen schon aufgemacht hätten, um ihren Glauben 'handfest' zu leben, also 'im Namen des Herrn' unterwegs zu sein? Was wäre, wenn da nicht der eine, nämlich Jesus Christus, in unsere Welt gekommen wäre, um 'im Namen des Herrn' unterwegs zu sein? Hätten wir dann den Draht zu Gott, wie Jesus ihn uns möglich macht? Ich glaube nicht. Ich bin immer wieder dankbar, wie anschaulich und gut umsetzbar Jesus uns den Glauben an seinen himmlischen Vater nahe bringt.
Als Jesus sich taufen ließ, hat Gott seinem Sohn eine Liebeserklärung gemacht. "Aus dem Inneren einer lichterfüllten Wolke ertönte eine Stimme: "Dies ist mein gelieber Sohn, meine ganze Freude. Achtet auf alles, was er euch sagt." (Evangelium nach Matthäus, Kapitel 17, Vers 5). Vergessen wir das nie: Diese Liebe Gottes ist nicht auf Jesus begrenzt - sie gilt uns allen. Unbedingt und ohne Limit. Das gibt unserem Leben, das gibt diesem Tag eine leuchtende Farbe - unabhängig von dem, was heute auf uns zukommt.

Seid Gott befohlen!

Ihre / eure Elfriede Bezold-Löhr

Montag, 14. Februar 2011

An der Quelle ebl


Losung: Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen.
Jesaja 12,3

Lehrtext: Jesus sprach zu der samaritischen Frau: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem lebendigen Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.
Johannes 4,13-14

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

"Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen" ( Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 12, Vers 3) heißt die heutige Tageslosung. In einem Land wie Ägypten oder Israel ist Wasser kostbar. Wo die Wüste vor der Haustür beginnt, sagt ein solches Bild für die Menschen ganz viel. Auch wenn bei uns die Wüste nicht vor der Haustür beginnt - wirklich Durst hatten wir alle schon einmal. Und wie wunderbar ein erster Schluck klares Wasser schmeckt, weiß jeder von uns.
Auch Jesus benutzt dieses Bild vom Wasser, als er mit einer Frau aus Samaria spricht und ihr deutlich zu machen will, wie kostbar der Glaube an Gott für ihr Leben sein kann. Er trifft sie beim Wasserholen an einem Brunnen und sagt zu ihr: "Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird immer wieder durstig werden. Doch jeder, der von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr durstig werden. Dieses Wasser wird in ihm zu einer sprudelnden Quelle, die in ein nie enden wollendes Leben hinüberfließt." (Evangelium des Johannes, Kapitel 4, Verse 13-14) Wenn wir uns heute von Gott ansprechen lassen durch diese Verse, dann sitzen wir an dieser Quelle. Wenn wir auf dem Weg in die Arbeit ein 'Feiert-Jesus'-Lied angehört und mitgesummt haben, sitzen wir an der Quelle. Wenn wir uns während des Tages immer wieder daran erinnern, dass wir in allem, was wir tun, in Gottes Hand sind, sitzen wir an der Quelle. Einen besseren Platz gibt es nicht.

Geht mit Gott in die neue Woche.

Ihre/Eure

Elfriede Bezold-Löhr 

Freitag, 11. Februar 2011

Gott hält Wort hl


Losung: Sollte Gott etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
4.Mose 23,19

Lehrtext: Jesus sprach zu Petrus: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,31

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht enthält Ihr / dein Konfirmationsspruch oder Firmspruch ein Wort von Gott wie zum Beispiel: »Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt,… denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst« (Josua 1,5b.9) oder »Ich bin der Herr, dein Arzt« (2. Mose 15,26) oder »Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken« (Matthäus 11, 28) oder »Gleich wie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch« (Johannes 15, 9). Die Bibel ist voll von solchen wohltuenden Zusagen. Und es ist gut, wenn wir Gott / Jesus beim Wort nehmen und uns auf das verlassen, was er sagt.
Und was er in der Bibel sagt, das sagt er heute nicht zu irgend einem, sondern zu dir und zu mir. Gott hält, was er verspricht. Das ist der Felsen, auf dem wir unser Glaubenshaus bauen können. Und darum dürfen und sollen wir von Gott großes für uns erwarten. Er will uns mit seinem Segen und seinen Gaben überschütten und tut es ja auch. Darum sage ich wieder einmal: Sei Gott gegenüber ja nicht zu bescheiden. Aber ich will Gott auch dann beim Wort nehmen, wenn er etwas von mir will. Auch die Zehn Gebote sind sein Wort. Auch das Gebot, ihn und meinen Nächsten zu lieben wie mich selbst.

Gebet: Gott, du bist mein guter Vater im Himmel. Du hast mir schon so viel Gutes getan selbst dann, wenn ich dich gar nicht darum gebeten habe. Du trägst es mir nicht nach, wenn ich dich immer wieder aus den Augen verliere, weil ich zu sehr mit mir selbst, meinen Fragen,  Sorgen und Plänen beschäftigt bin. Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurück schaue, weiß ich, dass ich mich auf dich verlassen kann. Du hältst Wort. Ich möchte dir dafür danken, indem ich versuche, mich an dein Wort zu halten. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Donnerstag, 10. Februar 2011

Alles wird gut! hl


Losung: Er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Jesaja 9,5

Lehrtext: Gott hat Christus Jesus erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist.
Philipper 2,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Kollege erzählte mir vor vielen Jahren, dass sein Vater immer zu Tränen gerührt sei, wenn er die Seligpreisungen Jesu im Gottesdienst hört. Zu solchen Bibelworten, die Menschen tief bewegen können, gehört auch  jene uralte Prophezeiung aus dem Buch Jesaja, der die heutige Losung entnommen ist. Da heißt es im Zusammenhang: »Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell… denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst…«
Aus diesem Bibelwort spricht die tiefe Sehnsucht nach einer Zeit und Welt, in der alles gut ist, alles! In der es kein Leid und kein Geschrei mehr gibt, keine Schmerzen und keine Tränen, wo Friede herrscht und die Menschen versöhnt sind für immer mit Gott und mit sich selbst.
Ich verbinde diese Sehnsucht mit Jesus, auf den diese Worte aus dem Alten Testament seit jeher gedeutet worden sind. Für mich hat sich in seiner Person die Prophezeiung erfüllt. Ich erlebe das hier in dieser vergänglichen und noch nicht erlösten Welt erst im Glauben und noch nicht im Schauen. Aber immerhin im Glauben. Noch ist es nicht so weit, aber er wird sich als Friede-Fürst mit seiner Herrschaft durchsetzen gegen alle finsteren Mächte dieser Welt. Das glaube ich. Das hoffe ich. Darauf vertraue ich. Doch allein halte ich das nicht durch. Ich brauche Sie / dich, dass wir das gemeinsam tun und uns gegenseitig darin bestärken, dass durch ihn und mit ihm und in ihm alles gut werden wird. Alles!

Gebet: Lieber Herr Jesus Christus, ja, das möchte ich so gerne glauben können, dass einmal alles gut wird mit mir, mit meinen Lieben und mit dieser Welt. Hilf mir, dass ich das glauben kann, damit ich zuversichtlich werde und andere damit anstecke. Lass diesen Glauben in mir so stark werden, dass er allen Zweifeln und Anfechtungen standhält, dass er mich durch dieses Leben trägt zu dir, durch Schmerzen und Leid und schließlich auch durch den Tod. Amen


Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 9. Februar 2011

klein, aber oho


Losung: Ich will in dir übrig lassen ein armes und geringes Volk; die werden auf des HERRN Namen trauen.
Zefanja 3,12

Lehrtext: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Lukas 12,32

Liebe Leserin, lieber Leser,

ja, meine Frau und ich, wir freuen uns, wenn jetzt an den Lichtblicksonntagen über 300 Erwachsene und Kinder in die Schule nach Burgoberbach kommen. Wir freuen uns, wenn die Angebote, die unsere Ehrenamtlichen mit uns machen, von vielen Menschen angenommen werden, nicht nur Lichtblick-Gottesdienst und Kinderlichtblick, sondern auch die "Sonntagskinder" und der Wichtelgottesdienst. Aber wie viele von ihnen vertrauen auf Jesus und Gott? Wir wissen es nicht. Und es ist gut, dass wir es nicht wissen. Haben wir doch selbst manchmal Zeiten, wo es mit dem Gottvertrauen so weit nicht her ist.
Ja, wir Menschen schauen gern auf große Zahlen. Sie können ein Ausdruck von Gottes Segen sein. Gott aber sieht die Herzen an. Ihm ist es egal, ob in seinem Volk, in seiner Herde, in seiner Gemeinde Reiche oder Arme sind, Gebildete oder Ungebildete, Junge oder Alte, große oder kleine Leute. Er kann auch mit wenigen, die auf ihn vertrauen, großes schaffen und hat das auch immer wieder getan. Gott hat schon immer klein angefangen, wenn er sich großes vorgenommen hatte. Er selbst hat im Jesuskind noch einmal ganz klein angefangen, um großes für uns zu tun. Klein aber oho!
Doch, es ist schon schön, wenn wir viele sind, die gemeinsam Gottesdienst feiern. Aber vielleicht kommen auch wieder andere Zeiten. Und dann werden uns die heutige Losung und der Lehrtext gut tun, weil die Qualität entscheidend ist und nicht die Quantität, der Glaube und nicht die Zahl.

Gebet: Gütiger Gott, wir möchten in unserer Gemeinde deinen Segen erleben. Wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen unsere Gottesdienste besuchen als jetzt schon. Noch mehr zum Glauben kommen und als Christen leben. Aber wir wollen uns davon nicht abhängig machen. Wir wollen unser ganzes Vertrauen auf dich setzen und es dir überlassen, was du daraus machst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr 

Dienstag, 8. Februar 2011

Einer muss es tun hl

Losung: Keiner lasse den Mut sinken. 1.Samuel 17,32

Lehrtext: Hoffnung lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5

Liebe Leserin, lieber Leser,

einer muss es tun. Einer muss Verantwortung übernehmen und für andere reden und, wenn es sein muss, auch kämpfen. Einer muss durch seine Initiative und seine Tat zeigen, dass es nichts bringt, den Kopf hängen zu lassen. Dass es nichts bringt, sich in das Schicksal zu ergeben. Einer muss mutig sein, damit auch die anderen wieder Mut fassen.
Die heutige Tageslosung ist ein Satz von David, als er noch ein Halbwüchsiger war. David war aufgrund seines Glaubens selbstbewusst genug (siehe gestrige Losungsauslegung), um so mit seinem König Saul zu reden. Ein Halbwüchsiger macht dem König und seinen Kriegern Mut. Das muss man sich mal vorstellen! Er sagt: »Ich werde es nicht zulassen, dass dieser Goliath den lebendigen Gott verhöhnt. Ich werde mit ihm kämpfen!« Und dann kämpft David diesen scheinbar aussichtslosen Kampf. Aussichtslos, aus Sicht von Menschen, die sich auf sich selbst verlassen. Aussichtslos aber nicht für David, der sich auf Gott verlässt. Und David gewinnt, wie wir alle wissen.
Einer muss es tun. Einer muss Verantwortung übernehmen und für andere reden und, wenn es sein muss, auch kämpfen. Wenn das Kind zuhause weint, weil es in der Schule von der Lehrerin ungerecht behandelt worden ist, dann muss die Mutter in die Sprechstunde und die Sache klären. Wenn der Chef einen Mitarbeiter gedemütigt hat, dann muss einer mit dem Chef reden und versuchen die Sache in Ordnung zu bringen. Wenn die Fußballmannschaft 0:2 zurück liegt, muss einer das Heft in die Hand nehmen, die Mitspieler wieder aufrichten und zum Angriff blasen. Einer muss durch seine Initiative und seine Tat zeigen, dass es nichts bringt, den Kopf hängen zu lassen. Als Christen geben wir uns auch in aussichtslosen Situationen nicht geschlagen. Wir kämpfen ja nicht allein (Link zur Lichtblickpredigt) und darum haben wir auch keinen Grund, den Mut sinken zu lassen. Mit der Liebe Gottes im Herzen hoffen wir bis zuletzt. Die Hoffnung, dass Gott uns nicht im Stich lässt, sondern für uns und mit uns kämpft, wenn unsere Sache gerecht ist, ist unsere stärkste Waffe.
Einer muss es tun. Warte nicht auf einen anderen, sei du dieser Mensch!

Gebet: Ach Gott, du kennst mein Herz und weißt, dass es vor Auseinandersetzungen zurück scheut, die doch angenommen werden müssen. Wenn ich nur auf mich selbst schaue, dann werde ich schnell ängstlich und mutlos. Nimm dann meinen Kopf in deine Hand und dreh ihn zu dir, damit ich dich mit den Augen des Glaubens sehe und neuen Mut schöpfe. Dein Anblick gibt mir Stärke. Deine Gegenwart lässt mich hoffen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Montag, 7. Februar 2011

selbstbewusst hl

Losung: Gott rüstet mich mit Kraft. Psalm 18,33

  Lehrtext: Paulus schreibt: Ich ringe in der Kraft Christi, der in mir kräftig wirkt. Kolosser 1,29

Liebe Leserin, lieber Leser,

als ich mir die heutige Losung angesehen habe, habe ich mich doch gleich verlesen. Ich las: »Gott rüste mich mit Kraft.« Aber in Wirklichkeit steht hier nicht rüste, sondern rüstet. Nur ein kleiner Buchstabe mehr und doch ein großer Unterschied. Im ersten Fall fühle ich mich kraftlos und bitte darum, dass Gott mich stärkt. Ich denke, jeder braucht hin und wieder mal ein solches Gebet. Im zweiten Fall aber bin ich voll Gottvertrauen und darum selbstbewusst. Da geh ich schlicht und einfach davon aus, dass Gott mir Kraft gibt, dass er mich segnet, mich behütet u.s.w.
Wie geht es Ihnen /dir damit?
Bist du so selbstbewusst? Bist Du heute Morgen aufgestanden und hast gesagt: »Guten Morgen lieber Gott, danke, dass du mir für diesen Tag Kraft gibst. Danke, dass ich von dir gesegnet bin, damit ich meine Arbeit und meine Aufgaben erfolgreich erledigen kann. Danke, dass du mich auch heute behüten wirst. Danke, dass ich mit dir über alle Mauern springen kann, die mir heute im Weg stehen (so steht es drei Verse vor unserem heutigen Losungswort im Psalm 18).«
Hast du heute Morgen in den Spiegel geschaut und zu dir gesagt: »Guten Morgen, mein/e Beste/r, ich mag dich. Freu dich, dass Gottes Kraft in dir ist und du von ihm gesegnet und geliebt bist.« Nein, du hast das nicht gesagt? Warum eigentlich nicht? Wenn es dir heute schlecht geht, dann verstehe ich das. Dann brauchst du das Gebet, dass Gott dir helfen möge. Aber wenn es dir heute nicht schlecht geht – und das hoffe ich mal –, was hindert dich dann, vor Selbstbewusstsein nur so zu strotzen? Bist Du nicht eine Tochter  / ein Sohn des Höchsten? Bist du nicht sein Geschöpf? 
Leider bete ich selbst viel zu selten auf diese Weise. Aber heute, wenigstens heute soll uns beiden, dir und mir, mal egal sein, was andere von uns denken. Heute, und nicht nur heute soll uns allein wichtig sein, was Gott von uns denkt. Mehr noch, was er für uns tut. Heute leben, arbeiten und – wenn es sein muss – ringen wir in seiner Kraft, in der Kraft Jesu, in der Kraft des Glaubens, die Berge versetzen kann. "Denn sein ist die Kraft… in Ewigkeit" – für uns. Amen!

Gebet: Herr, du weißt, dass ich mich voll Zuversicht den täglichen Herausforderungen stellen kann. Du gibst mir so viel Kraft, wie ich heute brauche. Doch du gibst sie mir nicht im Voraus, damit ich mich nicht auf mich selbst verlasse, sondern auf dich allein. Ja, du weißt das. Lass mich das auch wissen. Amen 

Herzliche Grüße und eine gute neue Woche voll Gottvertrauen und Selbstbewusstsein!

Hans Löhr

Freitag, 4. Februar 2011

Gewissensprüfung hl

Losung: Lasset uns prüfen und erforschen unsre Wege und umkehren zum HERRN!
Klagelieder 3,40

Lehrtext: Paulus schreibt: Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Römer 12,2

Liebe Leserin, lieber Leser,

wissen Sie / weißt du, wann das Auto das nächste Mal zum TÜV muss? Eigentlich ein lästiger Termin und auch noch mit Kosten verbunden, aber ich möchte nur mit Verkehrsteilnehmern unterwegs sein, deren Fahrzeug regelmäßig auf seine Betriebssicherheit hin überprüft wird. Auch im Gesundheitsbereich sind wesentliche Checks sinnvoll. Je früher ein Problem entdeckt wird, desto aussichtsreicher ist die Chance, es erfolgreich zu behandeln. Und wie ist es mit Ihrer /deiner Seele? Vorsorgetermine beim Arzt nehmen wir wahr. Die körperliche Gesundheit ist für uns ein hohes Gut. Zurecht. Aber wie steht es um unsere innere Einstellung? Sind wir da auf einem guten Weg? Und falls nicht, wer oder was warnt uns? Wer oder was zeigt uns den richtigen Weg? Darauf sind verschiedene Antworten möglich. Aber Gott hat in uns sozusagen ein Navigationssystem eingebaut, das anzeigt, auf welchen Weg wir sind: das Gewissen. Ab und zu ist auch eine Gewissensprüfung nötig. Vielleicht heute, da uns Losung und Lehrtext daran erinnern. Manche warten bis Silvester, um einen guten Vorsatz zu fassen, wie sie ihr Leben künftig führen wollen. Wie wär's einmal mit heute, den 4. Februar?
Ja, ich möchte auf meinen Wegen am liebsten mit Menschen unterwegs sein, die gewissenhaft sind. Bin ich es denn selbst?

Gebet: Vater im Himmel, du bist der Nordpol an dem mein Lebenskompass sich ausrichtet. Ja, ich will mich  wieder ausrichten nach dir, nach dem, was du willst; denn du meinst und machst es gut mit mir. Hilf mir, dass ich mir selbst gegenüber ehrlich bin und mir über meine Situation nicht in die Tasche lüge. Gib mir die Kraft, mich selbst zu verändern, wo es nötig ist. Amen

Herzliche Grüße und ein gesegnetes Wochenende!

Hans Löhr

Donnerstag, 3. Februar 2011

Weltweiter Segen ebl

Losung: Der HERR sprach zu Isaak: Durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden.
1.Mose 26,4

Lehrtext: Der Herr gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.
Lukas 1,54-55


Liebe Leserin, lieber Leser,

wer in diesen Tagen Nachrichten hört und sieht, erlebt ein Brodeln des Widerstands, des Aufbruchs und Umbruchs in vielen Ländern. Leider ist fast immer Gewalt im Spiel - friedliche Revolutionen wie in Deutschland vor der Wiedervereinigung sind die Ausnahme. Hunderttausendfach wird in diesen Tagen sicher auch gebetet: dass Gott eingreife, indem Menschen sich auf die Mittel besinnen, mit denen sich Konflikte friedlich beilegen lassen. Hat Gott auch in diesen Dimensionen Macht? Losung und Lehrtext machen uns heute Mut, das zu glauben. "Der HERR sprach zu Isaak: Durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden." (1.Buch Mose Kapitel 26, Vers 4). Isaak soll den Mut haben, zu glauben, dass Gott weltweit handeln kann.
Auch Maria, die Mutter von Jesus, traut Gott das Handeln in politischen Dimensionen zu. Sie singt in ihrem Lobgesang: "Noch einmal kümmert sich Gott um Israel, sein auserwähltes Kind; er erinnert sich an das Erbarmen, das er unseren Vätern zugesagt hat, Abraham und seinen Nachkommen bis in Ewigkeit." (Evangelium des Lukas, Kapitel 1, Verse 54 und 55)

Wir als 'Losungsmail-Gemeinschaft' könnten uns doch heute in der Fürbitte zusammenschließen, dass Gott den politisch Mächtigen (endlich) Weisheit und Menschenliebe bei ihren Entscheidungen ins Herz gibt. Um dieses Gebet bittet euch

Eure/ Ihre
Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 2. Februar 2011

Wer springt in die Bresche? ebl


Losung: Ich suchte unter ihnen, ob jemand eine Mauer ziehen und in die Bresche vor mir treten würde für das Land, damit ich's nicht vernichten müsste; aber ich fand keinen.
Ezechiel / Hesekiel 22,30

Lehrtext: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.
Matthäus 20,28

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

die heutige Losung lautet: (Gott sagte zum Propheten Ezechiel:) "Ich suchte überall nach einem, der in die Bresche springen und die Mauer um mein Volk vor dem Einsturz bewahren würde, damit ich es nicht vernichten müsste; aber ich fand keinen." (Altes Testament, Buch des Propheten Ezechiel, Kapitel 22, Vers 30) Damit wir verstehen, wovon hier die Rede ist, lese ich nach und es klärt sich einiges: Ezechiel ist ein Prophet. Er lebt mit den Israeliten in der Gefangenschaft im Land Babylon. Dorthin wurden sie alle verschleppt, nachdem der babylonische König Nebukadnezar II. sie besiegt hatte. Ezechiels (schwere) Aufgabe ist es, den Leuten den Spiegel vorzuhalten. Wie lebten und leben sie, damit es soweit kommen konnte? "Deine angesehenen Leute verlegten sich auf Raub und Erpressung. Sie nutzten die Armen und Schutzlosen aus und verweigerten den Fremden ihr Recht." Diese Vorwürfe muss Ezechiel seinen Leuten machen. Und nun findet sich weit und breit niemand, der die Verantwortung dafür übernehmen und die Schuld auf sich nehmen will.
Schließlich ist es Jesus Christus, der in die Bresche springt: "Der Menschensohn (- damit ist Jesus gemeint -) ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." (Evangelium des Matthäus, Kapitel 20, 28) Großartig, dass dies für Gläubige weltweit und damals wie heute gilt, also auch für dich und für mich. Wo alles über mir zusammenzustürzen und mich unter Trümmern zu begraben droht, springt Jesus in die Bresche und bewahrt mich vor dem Schlimmsten. Das ist wirklich die Gute Nachricht.

Seid Gott befohlen!
Ihre / Eure Elfriede Bezold-Löhr

Dienstag, 1. Februar 2011

Das Innere sichtbar machen at


Losung und Lehrtext für Dienstag, den 1. Februar 2011

Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!
Klagelieder 3,41

Von Gebet und Fürbitte lasst nicht ab: Betet allezeit im Geist und dazu seid wach!
Epheser 6,18

"Wir brauchen nicht zu reden, damit du uns hörst." So schreibt Jörg Zink in einem Gebet zur Losung, und er hat recht damit. Gott kennt unsere Herzen und weiß, was uns bewegt. Er braucht keine hörbaren oder sichtbaren Hinweise.
Aber für mich ist es hilfreich, was in meinem Herzen ist auch tatsächlich auszudrücken: Freude, Dankbarkeit aber auch Trauer oder Frust. Mit meinen Händen sichtbar zu machen oder mit meinem Mund hörbar wie es in mir aussieht, hilft zur eigenen Wachheit und Konzentration.
Wie sieht es in Ihnen aus?

Zeit zum Austausch mit Gott wünscht Ihnen

Annett Treuner,
Praktikantin von Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr


PS: Am Sonntag im Lichtblick geht mein Praktikum zu Ende. Deshalb verabschiede ich mich mit dieser Losungsauslegung von Ihnen und sage herzlichen Dank für alle Begegnungen und für Ihr Wohlwollen in den vergangenen drei Monaten!