Donnerstag, 30. September 2010

Freiheit hl

Losung: Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen. Psalm 142,8
Lehrtext: Ihr seid zur Freiheit berufen. Durch die Liebe diene einer dem andern. Galater 5,13


Liebe Leserin, lieber Leser,

gut, dass uns das heutige Bibelwort mal nichts angeht. (Aber deshalb dürfen Sie / darfst Du trotzdem weiter lesen). Wir haben vielleicht alle möglichen Sorgen. Doch eine Sorge haben wir nicht. Wir sind nicht eingesperrt. Wir sind frei. Und weil etwas, das nicht ist, uns nicht weiter auffällt, bedenken wir nicht, wie gut es uns trotz möglicher anderer Sorgen in diesem Augenblick geht. Wir schmachten in keinem Gefängnis, in keinem Kriegsgefangenenlager, in keiner geschlossenen Abteilung eines Bezirkskrankenhauses. Keine Geheime Staatspolizei (GeStaPo), kein Staatssicherheitsdienst (Stasi) bedroht uns. Wir können unsere Meinung frei äußern und lauthals auf die Regierung in Berlin schimpfen. Wir können frei unseren Glauben leben und unbehindert Gottesdienst feiern. Wir können uns für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen, ohne dass wir etwas zu befürchten haben. Und deshalb, so meine ich, ist es gut, dass wir bei allen anderen Dingen, die uns vielleicht gerade belasten, einmal kurz innehalten und einfach nur Gott danken, dass wir frei sind in einem freien Land und Rechtsstaat.
Geht uns das heutige Bibelwort wirklich nichts an? Doch. Da sind eben zahllose andere, die all diese Freiheiten nicht haben, die unschuldig im Gefängnis sitzen oder gar gefolteret werden. Diese Menschen dürfen wir nicht vergessen. Für sie sollen wir wenigstens beten. Darüber hinaus gibt es die Gefangenen Hilfsorganisation
Amnesty International, die sich um solche Gefangene kümmert. Sie braucht Menschen wie Dich und mich, die an die Regierungen der entsprechenden Länder Briefe mit der Bitte um Freilassung schreiben und so deutlich machen, dass die Gefangenen nicht vergessen sind, dass da überall auf der Welt Menschen sind, die ein Auge auf die Gefängnisse haben. Auf diese Weise haben viele Gefangene wieder neue Hoffnung geschöpft und sind dann doch überraschend frei gekommen (amnesty international im Internet: http://www.amnesty.de Bankverbindung: amnesty international, Konto-Nr.: 80 90 100, Bank für Sozialwirtschaft (BfS) Köln, BLZ: 370 205 00).

Eine große Gnade ist es aber auch, dass wir innerlich frei sind und nicht wie Sklaven die Anweisungen irgendwelcher Sektenführer befolgen müssen. Wir müssen nicht bestimmte Essensvorschriften und Kleidervorschriften beachten. Niemand schreibt uns vor, welchen Menschen wir lieben und heiraten sollen. Niemand verlangt von uns, unsere Zeit und unser Einkommen in den Dienst einer bestimmten Ideologie oder Gruppierung zu stellen. Wir sind freie Kinder Gottes, die sich aus freien Stücken an ihren Herrn und Gott binden, damit sie nicht in die Abhängigkeit von Menschen und Süchten geraten. Ja, unsere Bestimmung von Gott ist es, frei zu sein, nicht um die Freiheit zu missbrauchen, sondern um sie recht zu gebrauchen. Die Freiheit eines Christenmenschen ist, wie Martin Luther geschrieben hat, eine Freiheit im Glauben durch den wir über alle Dinge Herr sind, aber zugleich auch eine Freiheit zum Dienst am Nächsten durch die Liebe. Diese doppelte Freiheit ist es, durch die wir auch in einem äußerlich freien Land erst richtig frei werden.

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 29. September 2010

In allem, was du tust hl

Losung: Gott ist mit dir in allem, was du tust. 1.Mose 21,22

Lehrtext: Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Mazedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Apostelgeschichte 16,9-10

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Gott ist mit dir, in allem, was du tust." Diesen Satz sprachen ein gewisser Abimelech und Pichol zu Abraham. Das wird ihm bestimmt gefallen haben. Mir würde das auch gefallen. Würde es doch zum Ausdruck bringen, dass mir alles gelingt, was ich anfange. Aber so ist es nun mal nicht. Ist dieser Satz deshalb falsch? Ist er vielleicht gar nicht für mich gedacht? Doch. Was Gott für Abraham tut, das kann er auch für dich und für mich tun. Warum sonst sollten wir uns mit den alten Geschichten aus der Bibel befassen, wenn sie uns nicht beträfen?
Ich verstehe den Satz im Rückblick auf mein bisheriges Leben so, dass Gott in allem, was ich tat, dabei war und manchen Fehler, den ich gemacht habe, korrigiert hat. Manchen Weg, den ich ganz gern gegangen wäre, hat er mich nicht gehen lassen. Manche Schuld hat er mir verziehen und auch Schwieriges hat er zum Segen für mich gemacht. Aber natürlich hat er auch manche Mühen gesegnet und manche Arbeit gelingen lassen. In der Rückschau kann ich sagen: Ja, Gott hat mich unsichtbar durch mein Leben geleitet, durch Gefahren und Gefährdungen hindurch. In einem alten Lied heißt es: "Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte." Daraus schöpfe ich die Zuversicht, dass er auch morgen mit mir sein wird in allem, was ich tun werde.
Ich glaube, Gott hat für jeden Menschen einen Ruf. Aber nicht jeder hat ein Ohr dafür. Paulus hat selbst noch im Schlaf gehört. Ein so feines Ohr habe ich nicht. Aber ich kann Gott bitten, mit mir geduldig zu bleiben und mich so oft zu rufen, bis ich ihn endlich gehört habe.

Herzliche Grüße

Hans Löhr


PS: Dasselbe Bibelwort wurde auch für den 28. Januar 2013 ausgelost. Hier die Auslegung: Überraschung mit der Tageslosung

Dienstag, 28. September 2010

Heilkraft der Liebe hl

A. Losung: Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Jesaja 51,5

B. Lehrtext:
Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Apostelgeschichte 17,31

Liebe Leserin, lieber Leser,

an
Jesus scheiden sich die Geister und das schon seit 2000 Jahren.
Es mag viele vernünftige Gründe geben, ihn abzulehnen. Oder ihn höchstens als einen besonderen Menschen anzusehen, nicht aber als Gottes Sohn.
Aber es gibt auch Gründe, die für ihn sprechen. Der wichtigste Grund für mich ist die Liebe:
Er nimmt die Kinder ernst und mutet uns Erwachsenen zu, so vertrauensselig zu werden wie sie.
Er wendet sich den Ausgestoßenen zu, heilt Menschen mit ansteckenden Krankheiten wie Lepra,
sieht in den Huren nicht verdorbene Subjekte, sondern bedürftige Menschen.
Er verurteilt die gescheiterten Existenzen nicht und bestraft nicht die Schuldig-gewordenen, sondern vergibt ihnen.
Er biedert sich nicht den Mächtigen und Reichen an und redet den Wortführern in Politik und Kirche nicht nach dem Mund.
Er verzichtet auf Gewalt gegenüber Schwächeren, doch er schmeißt die Geschäftemacher aus dem Tempel.
Und er lebt, was er sagt.
Er lebt Gottes Liebe und rettet sie durch Anfeindungen, Spott, Schläge, Folter und Tod hindurch.
Er wechselt nicht Seiten, vergilt nicht Böses mit Bösem, sondern hält die Gemeinheiten bis zum Ende aus.
Dieses ganze Mördergesindel, er verflucht es nicht, sondern segnet die Menschen in ihrer Finsternis mit dem unsterblichen Satz: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."
Seine Gerechtigkeit heißt nicht "wie du mir, so ich dir", sondern Gnade. Er richtet nicht hin, sondern auf.
Alles, was er sagt und lebt hat nur den einen Zweck,
dass wieder heil werden soll, was zerbrochen ist:
die Beziehung zu Gott und die Beziehungen der Menschen untereinander und endlich auch das Leben selbst.
Dafür hat Gott ihn von den Toten auferweckt, weil
die Heilkraft der Liebe, die Jesus gelebt hat, stärker ist als der Tod.
An Jesus scheiden sich die Geister. Doch Gottes Glaubensangebot gilt - für dich und für mich.

Herzliche Grüße
Hans Löhr

Montag, 27. September 2010

sehen und glauben hl

A. Losung: Eure Augen haben die großen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. 5. Mose 11,7

B. Lehrtext:
Christus spricht: Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Johannes 14,7

Liebe Leserin, lieber Leser,

o Mann, wenn ich das erlebt und gesehen hätte, was die Israeliten gesehen haben: Die 10 Plagen, die Gott ihren Peinigern, den Ägyptern schickte, damit sie sie fortziehen lassen mussten. Oder wie das Wasser des Roten Meeres zurück wich, sodass sie vor dem Pharao und seiner Streitmacht fliehen konnten, die Feinde aber in der zurückströmenden Flut umkamen. Oder das Manna und die Wachteln in der Wüste, als sie am Verhungern waren. Oder das Wasser, das Mose aus dem Felsen schlug, als sie am Verdursten waren. Und so weitert. - Wenn ich das alles erlebt und gesehen hätte, ja dann wäre es ein Leichtes, an Gott zu glauben. Nicht wahr?
Nein. Das ist nicht wahr. Denn die Israeliten zweifelten ein ums andere Mal an Gottes Treue und Verlässlichkeit. Kaum waren sie aus der einen Gefahr gerettet, kaum wurde das Leben wieder schwierig und die Zukunft bedrohlich, da verloren sie schon wieder ihren Glauben, ihr Gottvertrauen. Sie wollten lieber zurück unter die Sklavenpeitsche der Ägypter als in der Freiheit zu leben, die durch nichts abgesichert war als durch das Wort, das Gott ihnen gab.
Ja schon, ihre Augen hatten die großen Werke Gottes gesehen, aber geglaubt, so richtig von ganzem Herzen auf Gott verlassen haben sie sich trotzdem nicht. Und wir?
Ich kann jedenfalls von mir sagen, dass ich auch so ein wankelmütiger Mensch bin, der immer wieder einmal zweifelt oder sich sein Schicksal selbst hinbiegen möchte, statt sich auf Gott zu verlassen.
Glauben, so möchte ich sagen, glauben kann man nicht auf Vorrat. Zum Glauben muss man sich immer wieder neu entscheiden. Jeder Tag bringt andere Anforderungen und Herausforderungen mit sich, und dann muss ich meinen Glauben neu bewähren.
Und wer ist es, dem ich Glauben, dem ich mein Vertrauen schenken soll? Ein übermächtiger Wundertäter? Ein welterschütternder Gott? Ein Starker und Gewaltiger, vor dem alle auf die Knie gehen?
Nein, sondern ein armer Wanderprediger ohne festen Wohnsitz, aber mit einem großen Herzen voll Mitleid. Einer, der Kranke heilte, Schuldigen vergab, der von Gottes Liebe erzählte und der selbst solche Wankelmütigen wie mich liebte. Den sie verraten und verkauft, gefoltert und gekreuzigt haben, weil er ihre Geschäfte mit Gott und den Menschen störte und den sie doch nicht tot kriegen konnten, weil in seiner Ohnmacht Gottes Macht mächtig war und ist. In ihm allein erkennen wir, wer und wie Gott ist. Einen anderen Gott, wie imposant er auch sei, kennen wir nicht.

Dieser Gott segne Sie und er segne Dich!

Herzlich

Ihr / Dein Hans Löhr

Sonntag, 26. September 2010

Die rettende Felsenburg hl

A. Losung: Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 2.Samuel 22,2

B. Lehrtext: Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist. 2.Timotheus 1,12

Liebe Leserin, lieber Leser,

hat es Ihnen / hat es Dir schon mal den Boden unter den Füßen weggezogen? So was passiert, wenn man eine Horrornachricht bekommt z.B. vom Arzt oder die Mitteilung, dass jemand, mit dem man eng verbunden war, plötzlich gestorben ist.
Hast Du Dich schon mal so richtig ausgeliefert und schutzlos gefühlt? Vielleicht wurdest Du als Kind von anderen gehänselt oder am Arbeitsplatz gemobbt oder ein Mensch, dem Du voll vertraut hast, hat Dich bitter enttäuscht.
Hast Du schon mal die Angst gehabt, verlassen und verloren zu sein. Ich kenn' dieses Gefühl aus meiner Kindheit, als ich mal für längere Zeit meine Mutter aus den Augen verloren hatte. Und einmal bin ich allein auf einen hohen Baum geklettert und nicht mehr runter gekommen. Bis dann plötzlich mein Vater unterm Baum stand und mich behutsam hinunter dirigierte.
All' diese Erlebnisse und Gefühle tauchen in jedem Menschenleben auf die eine oder andere Weise, früher oder später auf. Und dann, ja dann ist es eine große Hilfe, wenn Du sagen kannst:
"Der Boden auf dem ich stehe mag wanken, aber ich finde Halt auf dem Gottesfelsen. Meine finanziellen Absicherungen funktionieren nicht mehr oder niemand schützt mich vor den Angriffen anderer, doch ich bin sicher in der Burg des Gottvertrauens. Ich drohe unterzugehen in meinem Leid, in meiner Sucht, in meiner Einsamkeit. Aber Gott kommt wie ein Seenotkreuzer über die Wasser der Angst, um mich zu retten.
DENN ich weiß, an wen ich glaube. Davon lasse ich mich nicht abbringen. Durch nichts und von niemandem. Und ich bitte zu Gott, dass er mir diesen Glauben bewahrt."

Gottes Segen für die neue Woche

Ihr / Dein Hans Löhr

Freitag, 24. September 2010

Gestillter Seelendurst ebl

A. Losung: Sie litten keinen Durst, als er sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen. Jesaja 48,21

B. Lehrtext:
Christus spricht: Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. Johannes 4,14

Liebe Freundinnen und Freunde!

Ein altes, rostiges Fahrrad ist über und über behängt mit gelben Plastikkanistern. Mit größter Mühe schiebt ein dürrer Mann das Rad über die staubige Straße. Dutzendfach begegnet mir dieses Bild während unserer Tansania-Zeit. Ich habe etwas gebraucht, bis ich begriffen habe,
was in diesen Kanistern transportiert wird: Es ist Wasser. Wasser zum Trinken, zum Kochen, zum Abwaschen von Früchten und Gemüse, zum Wäsche-Waschen. Wer auf diese Weise sein Wasser nach Hause transportiert, für den ist jeder Tropfen kostbar.
Wasser war schon immer lebenswichtig, deshalb versorgt Gott sein Volk in der Wüste damit: "Sie litten keinen Durst, als er sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen." (Jesaja 48,21)
Zu Lebzeiten Jesu wurde das Wasser in Tontöpfen oder Ledereimern vom Brunnen nach Haus getragen.
weil die Menschen alle wussten, wie kostbar Wasser ist, konnte Jesus es als Bild für die Kostbarkeit seiner Botschaft von Gottes Liebe und Vergebung hernehmen, wenn er zu seinen Zuhörern sagte:
"Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt." (Johannes 4,14)
Wenn wir das, was Jesus uns zu sagen hat, wirklich ernst nehmen, dann brauchen wir keinen 'Seelen-Durst' mehr auszuhalten.

Einen gesegneten Tag wünscht Euch/Ihnen
Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 22. September 2010

Frei von Altlasten ebl

A. Losung: Du, Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte. Nehemia 9,17

B. Lehrtext:
Schäme dich nicht, Zeugnis abzulegen für unseren Herrn, der uns errettet und berufen hat mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde. 2.Timotheus 1,8.9

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht es in Losung und Lehrtext um unsere Vergangenheit. Ob uns das, was wir an 'unrühmlichen' Kapiteln in unserer Lebensgeschichte gesammelt haben (und je länger wir leben, desto unausweichlicher schreiben wir auch solche Kapitel), ein Leben lang anhängt oder ob wir von diesen Belastungen freigesprochen werden.
Die Bibel macht uns Mut, dass es so ist: "Du, Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte." So nachzulesen beim Propheten Nehemia in Kapitel 9, Vers 17.
Mit dem Lehrtext aus dem Neuen Testament werden wir daran erinnert, WARUM es geht, dass wir als ziemlich unvollkommene Menschen von Gott reden und für den Glauben an ihn 'werben'. Dort heißt es: "Schäme dich nicht, Zeugnis abzulegen für unseren Herrn, der uns errettet und berufen hat mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde." (2.Timotheus 1,8.9)
Jesus ist es, der uns den Weg zu Gott neu gebahnt hat - und daher dürfen wir uns seine Kinder nennen, egal, was in der Vergangenheit in unserem Leben vorgefallen ist. In punkto Vergebung ist für Gott um Jesu willen nichts unmöglich.

Einen Tag, an dem die Sonne für Dich / für Sie äußerlich so strahlend scheint wie innerlich,
wünscht Dir / Ihnen

Deine / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Dienstag, 21. September 2010

Falsche Versprechungen ebl

A. Losung: Die Wahrsager schauen Trug und erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts. Sacharja 10,2

B. Lehrtext:
Hütet euch vor den Abgöttern! 1.Johannes 5,21

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

vom Propheten Sacharia stammt das Bibelwort aus dem Alten Testament für den heutigen Tag. Sacharia ist ungefähr um 520 vor Christi Geburt aufgetreten - und weil er manche seiner Visionen, die Gott ihm gab, zuerst nicht verstand, musste ein Engel ihm erst 'den Durchblick' verschaffen, bevor er zu den Leuten reden konnte. (Das macht ihn mir sympathisch.) Sein Wort für heute ist allerdings sofort klar verständlich: "Die Wahrsager schauen Trug und erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts." (Sacharja 10,2) In der Guten Nachricht ist der Vers noch deutlicher in seiner Botschaft: "Befragt nicht die Orakel, sie spenden euch falschen Trost; geht nicht zu den Wahrsagern, sie erzählen euch lügnerische Träume!" Was gegebenenfalls passiert, fügt der Prophet auch gleich noch hinzu: "Weil ihr das tut, seid ihr wie Schafe, die umherirren und umkommen, weil sie keinen Hirten haben." und im Neuen Testament heißt es zu dem Thema kurz und knapp:
"Hütet euch vor den Abgöttern!" (1.Johannes 5,21)
Falsche Versprechungen bekommen wir heute auf Schritt und Tritt - wo immer Menschen etwas von uns wollen oder uns zu manipulieren versuchen: Traumfigur ohne jede Anstrengung, Traumauto mit einem günstigen Los, Traumpartner mit einer kurzen Anzeige, Traumgarderobe zum Traumpreis übers Internet ...
Da hilft nur ein kritischer Kopf und ein klares Wissen darum, was uns wichtig ist und worauf wir getrost verzichten können. Wie war das doch? "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Das scheint mir die bessere Führung zu sein.

Liebe Grüße Euch und Ihnen,

Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Montag, 20. September 2010

Mit Gott über Mauern ebl

A. Losung: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. Psalm 18,30

B. Lehrtext:
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7


Liebe Leserin, lieber Leser,
liebe Freundinnen und Freunde!

Erinnert Ihr Euch noch an den Gedanken der gestrigen Predigt, als ich sagte, dass mich der tiefe Glaube anderer Menschen ermutigt, es selber mit Gott zu wagen? Die heutige Losung hat jemand geschrieben, dessen Namen wir nicht mehr kennen. Aber seine Erfahrung ist so kostbar, dass sie über Jahrtausende weitergegeben wurde und bis heute schwarz auf weiß in der Bibel steht: "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen." (Psalm 18,30) Mit ihm schaffe ich Dinge, die ich aus eigener Kraft einfach nicht hinbekäme. Er gibt mir den Mut zu Entscheidungen, die ich allein nicht fällen würde. Paulus hat es am eigenen Leib erfahren und kann deshalb als 'zweiter Zeuge' dieses Tages voller Überzeugung sagen: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." (2.Timotheus 1,7) Dieses Vertrauen darf ruhig kräftig auf uns abfärben - damit stellen wir uns zuversichtlich den Herausforderungen, die diese Woche für uns bereit hält.

Herzlich grüßt Euch und Sie

Eure/Ihre Elfriede Bezold-Löhr

Sonntag, 19. September 2010

Nicht wir, sondern Er hl

A. Losung: Eure Liebe ist wie der Tau, der frühmorgens vergeht. Hosea 6,4
B. Lehrtext:
Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. 1.Johannes 4,10

Liebe Leserin, lieber Leser,

hat Gott Gefühle? In der Bibel spricht er immer wieder in einer Weise zu uns, die wir verstehen können. Da gibt er sich als ein Gott zu erkennen, der zu uns Menschen auf menschliche Art und Weise redet, dessen Worte also durch seine Gefühle Farbe bekommen. Oft spricht das bei ihm vorherrschende Gefühl der Liebe aus seinen Worten. Aber manchmal spürst du auch seine große Enttäuschung, seine Verbitterung und seinen Zorn. Im Losungswort aus dem Buch des Propheten Hosea ist die Enttäuschung Gottes über sein Volk schier mit Händen zu greifen. Nun, das ist lange her, weit über 2500 Jahre. Oder vielleicht doch nicht? Ich fühle mich von Gottes Kritik jedenfalls getroffen, weil ich spüre, dass das auch für mich gilt. Doch, ich liebe Gott, aber ich liebe ihn wie ein Mensch, als einer der im Lauf des Tages alles mögliche für wichtig hält und sich davon bestimmen lässt, doch Gott darüber vergisst.
Und darum tut mir der Lehrtext dieses Mal so gut, denn darin wird klar, dass es letzten Endes nicht auf meine, sondern auf Gottes Liebe ankommt. Er liebt nicht wie ein wankelmütiger Mensch, sondern so wie nur er, wie nur Gott lieben kann: beständig, verlässlich, unverbrüchlich, mit ganzer Kraft, aus tiefstem Herzen. Wie groß seine Liebe zu dir und zu mir wirklich ist, zeigt Jesu Kreuz. Es ist das Preisschild für den Wert der göttlichen
Liebe, die uns nicht hinrichtet, sondern aufrichtet, die nicht bestraft, sondern den Riss zwischen ihm und uns heilt, den unser Versagen verschuldet hat.
Johannes antwortet in seinem ersten Brief, Kapitel 4 Vers 20 darauf mit diesem Satz: "
Lasst uns lieben - Gott und unsere Mitmenschen - denn er hat uns zuerst geliebt." Das ist ein gutes Motto für die neue Woche, dem nichts mehr hinzuzufügen ist.

Ich grüße Sie / Dich herzlich auch im Namen meiner Frau

Hans Löhr

Samstag, 18. September 2010

Glaubenstipp hl

A. Losung: Unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Psalm 57,2

B. Lehrtext: Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Hebräer 11,27

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeden Abend beten mal meine Frau und mal ich mit unseren Kindern, dass Gott sie in der Nacht und am nächsten Tag vor Unglück und Gefahr behüten möge. Und wir danken dafür, dass er unsere Gebete immer wieder erhört. Doch wir wissen auch, dass ebenso Zeiten von Unglück und Leid zu einem Menschenleben dazugehören. Niemand bleibt davon verschont. Was dann? Hat dann Gott versagt? Ich denke, dass beides gilt: Gott behütet uns
vor dem Bösen und in dem Bösen. Jeder wünscht sich, dass er und seine Lieben vom Leid verschont bleiben möchten. Aber wenn es dann doch kommt, ist es umso wichtiger, dass wir gerade im Leid nicht untergehen, sondern, wie die Losung sagt, Zuflucht finden unter dem Schatten von Gottes Flügeln, bis das Unglück vorübergeht.
Auch Mose, der Mann Gottes, wurde vom Zorn des Pharao nicht verschont. Und doch verzweifelte er nicht als der König von Ägypten mit seiner Streitmacht den Hebräern hínterher jagte und sie keinen Ausweg mehr sahen. Er machte etwas, was seitdem zum Vorbild für alle Glaubenden geworden ist. Er hielt sich an Gott, den er nicht sah, als sähe er ihn. So ist er mit seinem Volk durch das Rote Meer dem Unheil entronnen. Mir gefällt diese Haltung des Mose besonders gut. Denn sie zeigt mir, wie man glauben kann.

Herzliche Grüße aus Sommersdorf

Hans Löhr

Freitag, 17. September 2010

Dableiben hl

A. Losung: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht. Jesaja 28,16

B. Lehrtext: Jesus Christus ist der Eckstein, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Epheser 2,20-21

Liebe Leserin, lieber Leser,

doch, manchmal ist es schon zum Davonlaufen, wenn dir alles übern Kopf wächst, wenn eine schlechte Nachricht die andere jagt. Da muss die alte Mutter versorgt werden, die immer unselbstständiger wird. Da musst du mit den Pubertätsproblemen deiner Kinder kämpfen. Auf der Arbeit läuft es nicht gut. Du hast Geldsorgen. Es gibt gesundheitliche Schwierigkeiten in der Familie. In der Ehe kriselt es. Oft reicht schon eins von diesen Problemen. Aber manchmal stürzen mehrere gleichzeitig auf dich ein.
Ja, manchmal ist es schon zum Davonlaufen. Aber Davonlaufen ist keine Lösung. "Wer glaubt, flieht nicht", sagt Gott durch den Mund seines Propheten Jesaja. Wer glaubt, findet festen Halt auf dem Grundstein mit Namen Jesus Christus, den Gott gelegt hat. So bezeugt es die Bibel. Und so erzählen und schreiben es mir immer wieder Menschen, die das erlebt haben. Wer aushält, macht wertvolle Erfahrungen. Er wird seelisch stärker und reifer.
Manchmal möchten auch Glaubende davonlaufen, weg von Gott, wenn die Probleme, die Zweifel und Anfechtungen zu groß werden. Manche tun das dann auch und verlassen ihn. Andere verlassen sich. Sie verlassen sich in den Krisen nur umso stärker auf Gott und finden Zuflucht in der Gemeinde, die auf dem Grundstein Jesus Christus gebaut ist (Lehrtext).
Gott schenke Ihnen / Dir in den Krisen die Kraft, standhaft zu bleiben und auszuhalten. Und wenn du doch einmal von ihm davon läufst, dass du dann auch wieder zurück findest. Er wartet auf dich mit offenen Armen.

Herzlich grüßt

Ihr / Dein Hans Löhr

Donnerstag, 16. September 2010

Mut zum Glauben hl

A. Losung: Von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich. Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. Psalm 40,11

B. Lehrtext: Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt. 2.Timotheus 2,15

Liebe Leserin, lieber Leser,

offenbar ist das nicht erst ein Problem in unserer Zeit, von seinem Glauben vor anderen Menschen öffentlich zu reden. Sonst würde der Beter des 40. Psalms nicht extra betonen, dass er sich das traut. Der eigene Glaube ist schon etwas sehr Persönliches, das man nicht gern an die große Glocke hängt. Und doch ist es so wichtig, dass man davon spricht. Denn er ist eine "ansteckende Gesundheit". Am Glauben der Eltern, kommen auch die Kinder zum Glauben. Der Glaube des Jugendleiters ist auch für Konfirmanden ein positives Beispiel. Je mehr Menschen nicht verhehlen, dass ihnen der Glaube wichtig ist, desto mehr ermutigen sie auch andere, sich zu ihrem Glauben zu bekennen und ihn zu leben. Und ich denke, jeder hat etwas von der Güte und Treue Gottes in seinem Leben zu erzählen, sonst wäre er schon längst nicht mehr auf der Welt.
Der Apostel Paulus sagt im Lehrtext, dass unser Glaube nicht perfekt sein muss und dass wir als Christen auch nicht das perfekte Beispiel für andere sein müssen. Aber bemühen sollen wir uns schon. Es ist zu wenig, nur zu schweigen, wenn andere abfällig über den Glauben reden. Es genügt
dann oft schon, zu sagen: "Ich sehe das anders. Ich mach mit dem Glauben gute Erfahrungen." Und wenn dann einer nachfragt, wie du das mit dem Glauben siehst, um so besser. Dann kannst du ja erzählen von dem Segen, den du in deinem Leben spürst, von der Kraft des Gebets, davon wie dir Gott in schwierigen Zeiten geholfen hat und wie er dich führt.

Ich wünsche Ihnen/Dir die Kraft und die Souveränität, sich vor anderen zum Glauben zu bekennen.

Hans Löhr

Mittwoch, 15. September 2010

Nichts ist unmöglich hl

A. Losung: Den Demütigen wird der HERR Gnade geben. Sprüche 3,34

B. Lehrtext: Jesus sprach: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des kranken Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,23-24

Liebe Leserin, lieber Leser,

demütig - dieses Wort ist völlig aus der Mode gekommen. Wer möchte denn schon demütig sein? Dabei bedeutet dieses Wort nichts anderes als "Mut zum Dienen". Ein Sklave braucht diesen Mut nicht. Er wird zum Dienen gezwungen. Aber du und ich, wir brauchen diesen Mut, wenn wir nicht nur an uns selber denken wollen, sondern uns auch für andere einbringen. Mag sein, dass es dir nicht immer gedankt wird, wenn du einem anderen aus freien Stücken etwas Gutes tust. Aber Gott wird dann auf dich aufmerksam und dich zuvorkommend behandeln.
Im Lehrtext sagt Jesus, welche unglaubliche Kraft im Glauben steckt. Ein Mensch, der auf Gott vertraut, rechnet nicht nur mit dem, was ist, sondern sieht die Welt voller Möglichkeiten. Das gibt Kraft, nicht vorschnell aufzugeben, sondern daran zu arbeiten und dafür zu beten, dass auch das scheinbar Unmögliche möglich wird.
Im Leben eines jeden von uns wie auch in der Geschichte unseres Landes sind Dinge passiert, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Die ganze Schöpfung ist vom ersten Augenblick an nichts anderes, als eine fortwährende Entfaltung der Möglichkeiten, die Gott in sie hinein gelegt hat. Du selbst bist eine dieser Möglichkeiten und ebenso alles andere, was du um dich herum wahrnimmst. Alles, aber auch wirklich alles war bereits vom ersten Augenblick an als Möglichkeit vorhanden. Darum ist es durchaus realistisch, jetzt schon für möglich zu halten, was erst später wirklich wird. Der Glaube an Gott macht uns nicht nur Mut zum Dienen, sondern auch Mut zur Zukunft. Und wenn du diesen Glauben zur Zeit nicht aufbringen kannst, dann mach es wie der Vater des kranken Kindes (Lehrtext): bitte Jesus, dass du wieder glauben kannst.

Herzliche Grüße

Ihr / Dein Hans Löhr

Dienstag, 14. September 2010

Frucht des Glaubens hl

Losung: Ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten. 3.Mose 26,9

Lehrtext:
Christus spricht: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gott knüpft die Verheißung im Losungswort an eine Bedingung. Er sagt: "Werdet ihr meine Gebote halten, dann will ich das alles für euch tun". Im 3. Buch Mose werden dann eine Reihe von Wohltaten aufgeführt, die die empfangen, die sich nach seinen Geboten richten, zum Beispiel Kinderreichtum. Aber ist denn der Zusammenhang tatsächlich so einfach zwischen dem Gehorsam gegenüber Gott und dem Wohlergehen des Einzelnen wie des Volkes?
Ja, so einfach ist das. Evolutionswissenschaftler, wie der durch seine Fernsehsendungen berühmt gewordene und inzwischen leider verstorbene Hoimar von Ditfurth, haben einen Zusammenhang hergestellt zwischen dem Fortbestand der Menschheit und den göttlichen Geboten. Ohne Gesetze und Gebote, die zumindest früher mit göttlicher Autorität durchgesetzt wurden, hätte kein Volk entstehen und bestehen können. Es braucht etwas, das größer ist als der Einzelne, was viele Menschen zu einer Gemeinschaft verbindet, in der dann auch der einzelne Mensch existieren kann. Es ist die religiöse Wurzel, die bis heute die Völker und Gesellschaften trägt. Aber was geschieht, wenn diese Wurzel vergessen und nicht mehr versorgt wird?
In der bayerischen Verfassung ist von der Ehrfurcht vor Gott die Rede ist. Das ist mehr als eine religiöse Floskel. Die Erfahrung des letzten Jahrhunderts zeigt, wo Menschen Gott nicht mehr achten, wird auch bald die Würde des Einzelnen nicht mehr geachtet. Wir Menschen brauchen ein Maß und ein Ziel, das wir uns nicht selber setzen, sondern das uns von Gott vorgegeben wird. Die Bindung an Gott macht uns erst wirklich frei. Der Gehorsam gegenüber seinem Wort macht uns erst mündig.
Im Lehrtext spricht Christus noch einmal von einer ganz anderen Fruchtbarkeit. Anders gesagt, vom Segen, der von denen ausgeht, die an ihn glauben. Ich denke dabei wieder an die Schwestern von Ushirika Wa Neema in Tansania, die meine Frau und ich in bester Erinnerung haben. Sie haben vor 30 Jahren bei Null angefangen. Jetzt sind sie, materiell gesehen, immer noch nicht reich. Aber sie haben andere reich gemacht. Im Vertrauen auf Jesus hatten sie angefangen, Kindergärten zu gründen, Erzieherinnen auszubilden und ein Zentrum für Waisenkinder von 0 bis 5 Jahren zu beginnen. Als andere gesehen haben, was die Schwestern aus ihrem Glauben heraus gewagt und geschafft haben, haben sie sie mit Spenden unterstützt. Ushirika Wa Neema, auf Deutsch: die Gemeinschaft der Gnade, hat schon viel Frucht gebracht. Ohne den Glauben allerdings, ohne Treue zu Jesus, würde es das alles nicht geben.

Herzliche Grüße

Ihr / Dein Hans Löhr

Montag, 13. September 2010

Gott ist nicht gerecht ... hl

A. Losung: Durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Jesaja 53,11

B. Lehrtext: Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. Epheser 2,17-18


Liebe Leserin, lieber Leser,

von Kind auf sagt uns unser Gerechtigkeitsempfinden, dass die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden müssen. Im Grunde ist das bis heute so geblieben. Wir halten es für ungerecht, wenn einer, der anderen Gutes tut, missachtet wird und die Bösewichter einfach so davonkommen. Manchmal wird unser Gerechtigkeitssinn auf eine harte Probe gestellt, dann, wenn wir das Gefühl haben, dass man die Großen, die Banker, die Vorstandsvorsitzenden der Konzerne, und andere "Großkopferten", die krumme Dinger gedreht haben, laufen lässt, aber die Kleinen hängt.
Doch das Leben ist nun mal nicht gerecht und Gott ist es auch nicht, jedenfalls nicht so, wie wir uns das vorstellen. Statt die Übeltäter zu bestrafen, lässt er seinen Knecht ihre Sünden tragen und ihnen so Gerechtigkeit widerfahren. Ist das gerecht? Na ja, wenn die Übeltäter wir selber sind, dann vielleicht schon. Oder, und jetzt frage ich dich ganz persönlich, bist Du vielleicht ein Unschuldslamm, ein reiner Engel, der sich nie etwas hat zu Schulden kommen lassen, der nie Übles gedacht noch getan hat?
Wenn das so ist, dann ist Gott tatsächlich ungerecht und du regst dich zurecht über ihn auf. Wenn aber auch du von seiner Gnade lebst, wie wir anderen alle auch, dann können wir miteinander froh sein, dass Gott auf eine andere, höhere Weise gerecht ist als wir Menschen es sein können. Zum evangelischen Selbstverständnis gehört die Einsicht, dass der Mensch durch eigenes Bemühen nicht gerecht werden kann. Nur eines macht uns vor Gott gerecht, macht uns Gott recht, dass wir an Jesus Christus glauben, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt, das unsere Sünde trägt. Weil ein anderer für uns den Kopf hin hält und die Kastanien aus dem Feuer holt, steht uns die Tür zu Gott offen.

Herzliche Grüße

Ihr/Dein Hans Löhr


Sonntag, 12. September 2010

Gottes Kinder hl

A. Losung: Seine Macht ist ewig und vergeht nicht. Daniel 7,14

B. Lehrtext:
Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden. Johannes 1,11-12

Liebe Leserin, lieber Leser,

unser Urlaub ist zuende und wir melden uns bei Euch mit dem "Nachdenken über die Bibel" zurück. Wir hatten eindrucksvolle Tage in Tansania, bewegende Begegnungen mit afrikanischen Christen besonders von Ushirika Wa Neema, dem evangelischen Tochterorden des Augsburger Diakonissenmutterhauses, und grandiose Naturerlebnisse im Ngorongoro-Krater und auf dem Mount Meru. Die Rückreise war sehr anstrengend, da es mit der äthiopischen Fluggesellschaft unprogrammgemäß 48 Stunden dauerte, bis wir endlich Zuhause waren. Nun sind wir schon wieder einige Tage in Deutschland, feierten letzten Sonntag den Lichtblickgottesdienst mit Reiseeindrücken aus Tansania (siehe Lichtblickpredigt vom 5.9.10) und haben bereits ein altes Gemeindeglied beerdigt.
Trotzdem soll der deutsche Alltag die tansanischen Eindrücke nicht verwischen. Wir werden künftig die kleinen Waisenkinder (0 bis 5 Jahre) in Kalali unterstützen, die von den Schwestern von Ushirika Wa Neema (auf Deutsch: Gemeinschaft der Gnade) betreut werden. Dazu finanzieren wir aus Spendenmitteln zunächst einen Speisesaal für die Kinder und ihre Erzieherinnen. Die dazugehörige Küche ist schon in Bau und wird von der Kirchengemeinde Merkendorf finanziert.
Besonders angetan waren wir von dem natürlichen, ungezwungenen Glauben unserer Gastgeber und Freunde. Ihre Gebete begleiten uns auch hier in Deutschland und wir haben versprochen, für sie zu beten.
Für viele tansanische Christen ist das heutige Losungswort eine Selbstverständlichkeit. So unsicher ihre Existenz im Vergleich zu unserer in Deutschland ist, so groß ist ihr Gottvertrauen. Sie leben in dem Bewusstsein, dass Gottes Macht sie rettet und schützt. Und daran erinnern sie sich selbst immer wieder im Lauf des Tages, indem sie bei vielen Gelegenheiten beten.
Im Lehrtext heißt es von Jesus, dass er allen, die ihn (im Herzen) aufnehmen, Macht gibt, Gottes Kinder zu werden. Das genau ist der Punkt, dass wir uns für ihn öffnen und ihn aufnehmen. Letzten Endes hat der christliche Glaube dieses eine Ziel, dass wir durch und mit Jesus Gottes Kinder werden.


Herzliche Grüße

Hans Löhr

Freitag, 3. September 2010

Losung: Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Jesaja 53,5

Lehrtext: Paulus schreibt: Mir soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Galater 6,14



Während unseres Urlaubs bis 12. September erscheinen Losung und Lehrtext ohne unser "Nachdenken über die Bibel". Wir bitten um Verständnis.

Hans Löhr und Elfriede Bezold-Löhr

Donnerstag, 2. September 2010

Losung: Der HERR ist bei mir wie ein starker Held. Jeremia 20,11

Lehrtext: Der Seher Johannes schreibt: Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Offenbarung 1,10-11.17-18

Während unseres Urlaubs bis 12. September erscheinen Losung und Lehrtext ohne unser "Nachdenken über die Bibel". Wir bitten um Verständnis.

Hans Löhr und Elfriede Bezold-Löhr

Mittwoch, 1. September 2010

Lobet den Herrn

Losung: Lobet den HERRN, alle Heiden! Preiset ihn, alle Völker! Psalm 117,1

Lehrtext: Es ist ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. Epheser 4,6


Während unseres Urlaubs bis 12. September erscheinen Losung und Lehrtext ohne unser "Nachdenken über die Bibel". Wir bitten um Verständnis.

Hans Löhr und Elfriede Bezold-Löhr