Freitag, 21. Mai 2010

Von Gott im Sturm erobert hl

Liebe Freunde,

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaot, alle Lande sind seiner Ehre voll! (Tageslosung aus Jesaja 6,3) So hat es der Prophet Jesaja erlebt, als er von Gottes Majestät überwältigt wurde. Aber was heißt 'heilig'? Im online-Lexikon Wikipedia steht dazu: "Heilig ist ein Wort, das vor allem die einfache Bedeutung von besonders oder das Besondere hat und damit im Gegenteil zu profan (im Sinne von weltlich, normal, alltäglich) steht."
Ja, unser Gott ist etwas Besonderes. Er hebt sich ab von der Welt und ist doch nicht abgehoben. Im Gegenteil. In Jesus lässt er sich ganz auf diese Welt ein bis zum Kreuz, nicht um sie zu zerstören, sondern zu retten.
Das Besondere an unserem heiligen Gott ist, dass er alltäglich sein will. Er will mit unserem Alltag zu tun haben und mit dabei sein, wenn wir arbeiten und ruhen, Schmerzen aushalten müssen oder das Leben im Liegestuhl genießen. Wenn wir lachen und weinen. Streiten und uns wieder versöhnen ... Gut, wenn einem Menschen noch etwas heilig ist. Besser, wenn es der Heilige selbst ist.

Der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich eingenommen! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben. (Lehrtext aus Offenbarung 19,6-7) Ja, darauf warten Menschen schon seit Menschengedenken, dass Gott sich sichtbar durchsetzt, dass er regiert und alle menschenfeindlichen Mächte besiegt. Immer wieder müssen wir es aushalten, dass es nicht so geschieht, wie wir es erhoffen. Die Auseinandersetzungen zwischen den Mächten der Finsternis und Gottes Macht ist noch nicht zuende. Manchmal stehen wir mitten in diesem Streit.
Doch vielleicht ist die für Gott am schwersten einzunehmende Festung dein Herz. Wenn er es erst einmal erobert hat, kehrt auch in dein Leben (wieder) Freude ein. Lass dich von Gott erobern - im Sturm! Geh auf seine Seite. Und dann lebe mit ihm, wie Jesus, ein Leben voll Hingabe und Leidenschaft.

Herzliche Grüße
Hans Löhr

p.s. So, das war's erst einmal. Elfriede und ich sind mit unseren Kindern bis 4. Juni im Urlaub - endlich! Am 6. Juni feiern wir dann mit Ihnen / mit Euch den 100. Lichtblick (www.sommersdorf-thann.de). Darauf freuen wir uns schon. Danach geht es mit dem "Nachdenken über die Bibel" weiter. Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen. Sie motivieren uns.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Lass Gott nicht verfallen hl

A. Losung: Gott spricht: Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest. Jesaja 48,6

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Ach, das kennen wir schon." So sagen manchmal die Schüler in der 4. Klasse, wenn wir auf eine bekannte Geschichte aus der Bibel zu sprechen kommen. Aber kennen sie sie wirklich? "Ach, die Sache mit Gott und dem Glauben - das hat doch so einen langen Bart! Das ist doch so langweilig!" Wenige Erwachsene sind es wohl nicht, die so denken, auch wenn man das dem Pfarrer so direkt eigentlich nicht sagt. Und jetzt Sie (Du), die Sie sich diese Losungen mit unseren Auslegungen regelmäßig zuschicken lassen und ab und zu lesen: Kann Gott Sie (Dich) eigentlich noch überraschen? Sind Sie bereit dazu, Neues von Gott zu hören oder sich sagen zu lassen? Vielleicht ein aufmunterndes Wort, vielleicht aber auch etwas, das Sie (Dich) herausfordert? Doch, ich glaube schon, dass Gott
uns auch noch Neues sagt, durch die Bibel zuerst, aber auch durch andere Menschen, durch ein Ereignis, vielleicht sogar durch eine Krankheit oder sonst eine Krise. Es kommt wohl darauf an, dass ich offen bleibe für ihn und nicht meine, dass ich schon alles wüsste.

B. Lehrtext: Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre. Epheser 1,9-10
Das Geheimnis seines Willens? Ein paar Verse davor im Epheserbrief heißt es: "Schon bevor Gott die Welt erschuf, hat er uns vor Augen gehabt als Menschen die zu Christus gehören; ... Aus Liebe hat er uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden - durch Jesus Christus und im Blick auf ihn. Das war sein Wille und so gefiel es ihm." Was für ein kühner Satz! Mit menschlichem Verstand nicht zu begreifen. Und was für ein schöner Satz! Gott hat einen Plan (Ratschluss) für dich, nicht irgendeinen, sondern dass du seine Tochter / sein Sohn wirst, weil er dich liebt. Für ihn sind wir es schon, nur wir selber tun uns manchmal noch schwer damit, das zu glauben. Wenn Sie (Du) in der Lotterie gewonnen haben, Sie der Benachrichtung aber nicht glauben, haben Sie nichts von Ihrem Gewinn. Erst wenn Du (Sie) glaubst, kannst Du Deinen Gewinn abholen. Lass Gott in Deinem Leben nicht verfallen!

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 19. Mai 2010

Unverschämt glauben hl

Liebe Freunde,

Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?
1.Mose 18,14 (= Losung)
Das sagt Gott selbst, der in der seltsamen Gestalt dreier Männer zum alten Abraham kommt, um ihm die bevorstehende Geburt seines Sohnes Isaak anzukündigen. Er sagt das, weil Abrahams Frau Sara mit einem Herz voller Zweifel darüber gelacht hat. Ja, das war zu allen Zeiten ein Problem der Menschen, dass sie Gott zu wenig und ihrem Verstand zu viel zugetraut haben. Ich selbst kenne dieses Problem nur zu gut. Manchmal ist es mein mangelndes Gottvertrauen, das dazu führt, dass sich an dem vorbei lebe, was Gott für mich vorgesehen hat.
Wir alle sind Gott gegenüber einfach zu bescheiden. Wir trauen uns oft nicht um das zu bitten, was uns selbst unmöglich scheint, was aber Gott jederzeit möglich ist.
Im Neuen Testament ist mehrfach davon die Rede, dass sich Jesus an Menschen freut, die geradezu unverschämt sind, weil sie ihm alles zutrauen. (Lukas 11,5-11). Lasst uns doch Gott gegenüber alle Zurückhaltung aufgeben. Seien wir realistisch und erbitten wir von ihm das Unmögliche. Und dann lassen wir uns überraschen.
Schließlich sagt der heutige
Lehrtext: Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35 Wir glauben nicht umsonst. Wir werden von Gott für unser Vertrauen mit Segen belohnt. Das kann ein Kind sein, ein gut bezahlter Job, Gesundheit, eine unerwartete Erbschaft, ein schöner Urlaub, neue Zuversicht und frischer Lebensmut, eine Blumenwiese im Mai ... Nein, Gott ist nicht knauserig. Er verschenkt nicht nur Spruchkarten. Er beglückt uns gern mit handfesten Dingen.

Einen unverschämten Glauben wünscht Ihnen / Euch

Hans Löhr

Montag, 17. Mai 2010

Offene Türen hl

Liebe Freunde,

die Bibelworte heute können uns aufbauen, wenn wir sie an uns ran und in uns rein lassen.
Nimm sie, wie sie sind. Sie sind für dich gesagt, speziell für dich. (Für wen denn sonst?)


Losung: Gott wird dir gnädig sein, wenn du rufst. Er wird dir antworten, sobald er's hört. Jesaja 30,19

Lehrtext: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen. Offenbarung 3,7.8

Monat Mai: Blumen, Bienen, frisches Grün. Die Natur ist erwacht. Doch wer hat sie aufgeweckt?
Darmentzündung: Die Selbstheilungskräfte des Körpers haben gesiegt. Doch wer gibt ihm diese Kraft?
Ehekrise: Kein Ausweg. War’s das? Da, plötzlich macht dein Partner einen Schritt auf dich zu. Oder warst du es? Die Tür zur Versöhnung steht offen. Wer hat sie aufgetan?
Gut zu wissen, wen ich bitten und wem danken kann. Gut zu wissen, dass nicht ein blindes Schicksal sondern ein gnädiger Gott mein Leben lenkt, einer der mich hört und mir antwortet. Gut zu wissen, dass er Türen öffnet, wo ich keinen Ausweg sehe. Oft hilft er unmittelbar. Manchmal sind Geburtswehen nötig, bis Gott das Gebet erhört. Manchmal geschieht nicht, was ich will, sondern was er will.
Schon Tage bevor die Firma Apple das neue iPhone zum Verkauf freigegeben hatte, haben sich vor den Läden in New York Schlangen gebildet. Ausgerüstet mit Schlafsäcken, Proviant und Klappstühlen warteten die Kunden mit Engelsgeduld, bis sich die Ladentüren öffneten.

Wie viel Geduld haben wir vor den Türen Gottes, des Heiligen und Wahrhaftigen?

Herzliche Grüße und alles Gute für die neue Woche

Ihr / Euer Hans Löhr

Sonntag, 16. Mai 2010

Wohin gehst du? hl

Liebe Freunde,

da ich übers Wochenende mit den Konfirmanden weg war, kann ich Euch / Ihnen erst jetzt die Losung schicken. Vielleicht kommt ja noch jemand dazu, sie heute Abend zu lesen.
Losung: Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte. 1.Mose 12,4
Vorab eine kurze Information zu Abraham aus dem Online-Lexikon Wikipedia: "Abraham heißt ursprünglich Abram, deutsch: „der Vater ist erhaben“. Der Gott Israels ändert den Namen zu Abraham, was „Vater der Vielen“ heißt. Sein Vater Terach zieht aus der Stadt Ur in Chaldäa - dem Süden des heutigen Irak - nach Harran ... Dort wird Abram von Gott aufgefordert, in ein Land zu ziehen das er ihm zeigen wird. Im Alter von fünfundsiebzig Jahren zieht Abram mit seiner Frau Sarai und seinem Neffen Lot nach Kanaan.
..."
Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte. - Dieser kleine Satz hat es in sich. Er ist sozusagen der Urknall des biblischen Glaubens. Ohne jegliche Vorgeschichte hört ein Mensch plötzlich Gottes Stimme und folgt ihr. Einfach so. Ohne Debatten, ohne lange Überlegungen und Entscheidungsprozesse. Damit beginnt in der Bibel, genauer: im Alten Testament, die Geschichte Gottes mit einem bestimmten Menschen, einer bestimmten Sippe, einem bestimmten Volk. Abraham ist der Stammvater des Volkes Gottes, zu dem alle gehören, die glauben - bis heute. Und er ist der Vater des Glaubens. Als solcher wird er vor allem im Neuen Testament (im 2. Teil der Bibel) öfter genannt.

Wir wissen nicht wann, unter welchen Umständen und wie Abraham Gottes Stimme gehört hat. Die Bibel erzählt nur, dass es so ist. Abraham verlässt seinen Wohnort und beginnt in Kanaan ein neues Leben. Später verlässt der Apostel Paulus seinen Lebensraum und geht, nachdem er im Traum gerufen wurde, nach Europa, um den Glauben an Jesus Christus auch den Europäern zu bringen. Mönche in Irland und Schottland verlassen im frühen Mittelalter ihre Heimat und bringen den Glauben nach Deutschland. Missionare gehen in alle Welt, weil sie den Auftrag von Jesus annehmen und ihm folgen. Sie alle haben das ohne Garantie getan, dass es gut gehen wird.

Wohin sollst du gehen? Anders gefragt: Ist es gut, da zu sein, wo du bist? Ich meine das nicht geografisch, sondern im übertragenen Sinn. Der eine "wohnt" in einer schlechten Gewohnheit, er ernährt sich falsch und achtet nicht auf seine Gesundheit, der andere "wohnt" in einer Schuld, der nächste in einer Sucht, wieder ein anderer in einem Streit, in Lieblosigkeit, im Unglauben, ....
Lehrtext: Nun werden die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Galater 3,9

"Abraham, in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden." So sagt es Gott. Und so dürfen wir es für uns annehmen. Wir sind gesegnet mit dem gläubigen Abraham, gehören zu seiner Glaubenssippe, gehören zu Gott. Nein, wohl keiner von uns hat den Segen verdient. Aber im Glauben wird er uns geschenkt. Wenn Du das liest, stell dich mal vor den nächsten Spiegel und sag zu dir: "Ich bin gesegnet. Was auch immer sonst in meinem Leben gerade los ist, ich bin gesegnet. Und das bleibt so. Und durch meinen Glauben setze ich Gottes Segenskraft in meinem Leben frei - jetzt."

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Freitag, 14. Mai 2010

bestechen und lieben ebl

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

klarer könnte es nicht auf den Punkt gebracht werden als durch die Losung des heutigen Tages, was zumindest EIN Auslöser der 'Deepwater Horizon'- Katastrophe, der gigantischen Ölpest im Golf von Mexiko, gewesen sein dürfte:

Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache derer, die im Recht sind. (2.Mose 23,8)

Da lese ich in der FLZ vom 13./14. Mai auf Seite 3, dass amerikanische Ölkonzerne mit ausgetüftelten Systemen 'gute Beziehungen' zu den staatlichen Aufsichtsbehörden suchten. Man lud ein zum Golfspielen, zu Skitouren in die Rocky Montains 'all inclusive', zu edlen Essen in Nobelrestaurants. "Das ist doch gängige Praxis", vermuten viele. Auch manche Pharmakonzerne 'beschenken' ihre Abnehmer und binden sie damit an sich. Die Reihe ließe sich noch lange, lange fortsetzen.
Doch auch wenn es gängige Praxis ist, das Verteilen von Geschenken, um sich den anderen 'geneigt' zu machen - das zweite Buch Mose geißelt es als falsch. Mit einer klaren Begründung: Wer sich 'absichtsvoll' beschenken lässt, macht sich dadurch abhängig. Er verliert den klaren Blick und die Fähigkeit zu einem unabhängigen Urteil.

Ebenso klar wie das Verbot aus dem Alten Testament ist der beratende Lehrtext aus dem 1. Johannesbrief im Neuen Testament:

"Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." (1.Johannes 4,16)

Suchst Du ein Prinzip, an dem Du Dein Handeln ausrichten kannst - hier ist es. Unmissverständlich, kurz und bündig. Mal leichter zu beherzigen, mal schwerer. Manchmal leider für Augenblicke gar nicht. Und dann, mit Gottes Hilfe, doch wieder. Wenn Gott uns entgegenkommt und uns neue Kraft fürs Alltägliche gibt.

Diese Erfahrung wünscht Dir und wünscht Ihnen

Deine / Ihre

Elfriede Bezold-Löhr

Samstag, 1. Mai 2010

Der Eisenbahnzug hl

Ein Bild für die Auferstehung in Gottes Ewigkeit

Bei einer Konfirmanden-Taufe habe ich einmal aus Papier einen langen Eisenbahnzug ausgeschnitten mit einer Lok und vielen Waggons und an die Wand geklebt. Auf der Lokomotive war ein großes Kreuz aufgemalt, das Zeichen von Jesus. Der Zug fuhr durch einen Tunnel. Die Lokomotive und etliche Wagen waren schon durch. Einige befanden sich im Tunnel, andere waren noch davor.
Auf den Wagen vor dem Tunnel standen mein Name und die Namen der Konfirmanden. Auch wir waren angehängt an dem langen Jesus-Zug. Und dann habe ich einen weiteren Wagen angehängt mit dem Namen des Mädchens, das getauft wurde, und gesagt: Jetzt hängst auch du an dieser Lok. Jetzt bist auch du ein Anhänger Jesu. Seine Kraft zieht dich durchs Leben, über Berg und Tal, und einmal auch durch den schwarzen Tunnel des Todes.
So gewiss eine Lokomotive auch die Wagen durch den Tunnel ziehen wird, die noch davor sind, so wird Jesus auch uns sicher durch den Tod hindurchziehen. Er ist schon auf der anderen Seite und einmal werden auch wir dort sein, denn wir hängen an ihm mit Leib und Seele. Nein, mit dem Tod ist nicht alles aus. Seit Ostern geht es weiter!